Olympia | Shorttrack Shorttrack: Olympisches Gold für Ungarn und die Niederlande

Stand: 13.02.2022 13:28 Uhr

Der ungarische Weltmeister Shaoang Liu hat sich nach zweimal Bronze diesmal die Goldmedaille über die 500 Meter geholt. Die 3.000-Meter-Staffel der Frauen gewannen die starken Niederländerinnen.

Von Wolfram Porr

Shaoang war als großer Goldfavorit ins A-Finale über die kürzeste Distanz bei den Shorttrackern gegangen. Mit einem Start-Ziel-Sieg im A-Finale untermauerte er diese Favoritenrolle mehr als eindrucksvoll. Auf der günstigen Innenbahn gestartet, übernahm er sofort die Führung und gab diese nicht mehr ab.

Es entwickelte sich ein spannender Zweikampf mit Konstantin Iwlijew aus dem Team des Russischen Olympischen Komitees (ROC). Die Beiden setzten sich früh von den drei übrigen Finalteilnehmern ab. Der Russe war auch mehrmals drauf und dran, an dem Ungarn vorbeizuziehen, doch Shaoang spielte seine ganze Routine aus und machte die Tür für Iwlijew immer wieder rechtzeitig zu und ließ ihn nicht vorbei. Silber für Iwlijew!

Chinesischer Mitfavorit Dajing nur im B-Finale

Bronze ging an den Kanadier Steven Dubois, der seine Stärke beim Start in diesem Finale nicht ausspielen konnte und am Ende vor dem Kasachen Abzal Azhgaliyew über die Ziellinie lief. Der Italiener Pietro Sighel stürzte eine Runde vor dem Ende und hatte mit der Entscheidung nichts mehr zu tun.

Weltrekordhalter und Olympiasieger Wu Dajing konnte sich im zweiten Halbfinale nicht durchsetzen und durfte nur im B-Finale ran. Das gewann er souverän vor Pavel Sitnikow (ROC), Denis Nikisha (Kasachstan) und dem Letten Robert Kruzbergs.

Gold für die Niederlande in der 3.000-m-Staffel der Frauen

Im 3.000-m-Staffelrennen hat sich der Topfavorit durchgesetzt: Das niederländische Quintett um Superstar Suzanne Schulting bestätigte seine Topleistungen dieses Winters, als sie drei von vier Weltcuprennen gewinnen konnten, und holten sich Gold.

Shorttrack: 500m (M) & 3000m-Staffel (F) - die Wettbewerbe in voller Länge

Sportschau, 13.02.2022 02:01 Uhr

Selma Poutsma, Xandra Velzeboer, Yara van Kerkhof, Rianne de Vries und Suzanne Schulting liefen im A-Finale vom Start weg fast immer an der Spitzenposition und hielten sich aus allen Scharmützeln heraus. Das zahlte sich aus. In 4:03,409 Minuten - das ist neuer olympischer Rekord - siegten die Niederländerinnen vor den Teams aus Südkorea und China. Kanada belegte den undankbaren vierten Platz.

China muss mit Bronze Vorlieb nehmen

Die einzige Saisonniederlage hatten die Holländerinnen just in Peking gegen Olympia-Gastgeber China hinnehmen müssen. Die Chinesinnen versuchten auch alles, um zwischenzeitlich die Führung zu übernehmen. Am Ende setzten sich Schulting & Co. aber ein bisschen ab. China blieb im Dreikampf um die zwei übrigen Medaillen am Ende "nur" Bronze.

Das B-Finale gewannen die Italienerinnen vor Polen. Die Teams aus den USA und des Russischen Olympisachen Komitees wurden wegen Regelverstößen aus der Wertung genommen.