Tobias Arlt, Tobias Wendl, Natalie Geisenberger (v.l.)

Olympia | Rodeln Zukunft der Gold-Rodler - Olympia 2026 oder Karriereende?

Stand: 14.02.2022 14:47 Uhr

Das deutsche Rodel-Team ist wieder in der Heimat. Wie es weitergeht? Natalie Geisenberger & Co. halten sich viele Optionen offen. Zwischen Olympiastart 2026 und Karrierende scheint bei Deutschlands Rodlerinnen und Rodlern alles möglich.

Mit sechs Goldmedaillen ist Natalie Geisenberger seit den Winterspielen von Peking Deutschlands neue Rekord-Olympionikin. Logisch, dass nach ihrem jüngsten Coup vor allem eine Frage immer wieder aufs neue gestellt wird: Wie lange wird man die heute 34-Jährige noch im Eiskanal sehen? Und was ist mit einem Olympiastart in Mailand 2026?

"Ich bin auch dabei, sicher", sagte Geisenberger in der ARD-Sportschau am Tag nach dem Rückflug aus China im Gespräch mit Julia Scharf, angesprochen auf einen Olympiastart in vier Jahren. Aber: "Ob als Athlet oder Zuschauer weiß ich noch nicht." Mit einem Lachen umkurvte Geisenberger elegant die Frage nach der Zukunft.

Rennrodeln: Natalie Geisenberger bei Olympia 2026 "als Athletin oder Zuschauerin" - im Interview

Sportschau, 13.02.2022 02:01 Uhr

Geisenberger wäre bei den Winterspielen in Mailand 38 Jahre alt. Dass man als Rodlerin oder Rodler da noch zu Höchstleistungen fähig ist, zeigte schon Georg Hackl. Der war 2006 bei den Spielen von Turin 39.

Olympia 2026 reizt - aber wie sehr?

Festlegen will sich Geisenberger aber nicht. Auch am Abend im BR Fernsehen konterte sie entsprechende Zukunftsfragen lächelnd. "Ich freue mich auf Cortina", sagte sie mit Blick auf 2026. In Cortina d'Ampezzo werden bei den Spielen in vier Jahren die Bob-, Rodel- und Skeletonrennen ausgetragen.

Auch die bayerischen "Rodel-Tobis" Wendl und Arlt wollen sich in Sachen Zukunftsplanung nicht konkret äußern. "Wir wollen auf jeden Fall noch ein Jahr weiterfahren", erklärten die Olympiasieger. Ein Karriereende mit jeweils 34 Jahren kommt also nicht.

Wendl/Arlt mindestens noch eine Saison dabei

Aber auch Wendl/Arlt wollen, wie Geisenberger, derzeit keine Vier-Jahres-Prognose abgeben. "Wir schauen, wie es uns geht, wie wir körperlich beieinander sind, wie fit wir sind", sagte Tobias Arlt: "Wir wollen nicht mit irgendwelchen Leiden unseren Sport ausüben - wir schauen von Jahr zu Jahr."

Eggert/Benecken 2026 am Start?

Das verheißt zumindest eine weitere Saison packende Zweikämpfe zwischen den deutschen Top-Duos: Sascha Benecken (32 Jahre) und Toni Eggert (33) mussten sich ausgerechnet bei Olympia wieder einmal den bayerischen Rivalen geschlagen geben. Beide äuerten sich noch nicht zur ihrer Zukunft. Aber ob das im Weltcup seit Jahren dominierende Duo ein Karriereende ohne Olympia-Gold anpeilt? Rodel-Fans hoffen natürlich, dass Eggert/Benecken auch 2026 noch dabei sind.

Loch macht weiter, Ludwig überlegt

Spannend bleibt auch die Zukunft von Peking-Einzel-Olympiasieger Johannes Ludwig. Logisch, dass bei einem 36-Jährigen über das Karrierende spekuliert wird. Doch Ludwig, im hohen Rodler-Alter am absoluten Höhepunkt, schiebt das Thema erst einmal weg. "Die Entscheidung ist noch nicht gefallen, da lasse ich mir bewusst Zeit", sagte der frischgebackene Olympiasieger.

Definitiv weitermachen wird der dreimalige Olympiasieger Felix Loch. Mit Platz vier abtreten? Das ist nichts für den Berchtesgadener, der schon angekündigt hat, dass er gerne noch einmal bei Olympia starten will. In Mailand 2026 wäre er 36. Ein gutes Alter - siehe Ludwig -, um sich noch einmal eine Goldmedaille umhängen zu lassen.