Olympia | Nordische Kombination PCR-Test bei Weber negativ - Faißt in China angekommen

Stand: 07.02.2022 10:39 Uhr

Beim Nordischen Kombinierer Terence Weber steigen die Chancen, doch noch an den Olympischen Winterspielen teilzunehmen.

Ein PCR-Test des 25-Jährigen, der wie Olympiasieger Eric Frenzel bei der Einreise nach China positiv auf das Coronavirus getestet worden war, hat das erhoffte negative Ergebnis gebracht. Auf das Resultat eines weiteren Tests wartet der Deutsche Skiverband noch, wie ein Sprecher am Montag bestätigte. Wird Weber erneut negativ getestet, darf er ins Training einsteigen und ist dann für die Wettkämpfe von der Großschanze in der kommenden Woche eine Option.

Teamkollege Frenzel wurde bislang noch nicht negativ getestet. Am Wettbewerb von der Normalschanze an diesem Mittwoch werden beide Sportler ebenso wie der im Gesamtweltcup führende Jarl Magnus Riiber aus Norwegen definitiv nicht teilnehmen.

Teamarzt Pecher: "Gesundheit geht vor"

"Der erste Wettkampf ist gelaufen, leider. Gesundheit geht eindeutig vor Goldmedaille, ich muss sie schützen", sagte Mannschaftsarzt Stefan Pecher am Samstag.

Unterbringung "unzumutbar"

Sowohl dem dreimaligen Olympiasieger Frenzel als auch Weber gehe es körperlich gut, sagte Pecher. "Eric und Terence zeigen weiterhin keine Symptome. Mental ist es aber schwierig, gerade für Eric Frenzel. Es tut ihm schon weh, dass er ins Quarantänehotel musste", sagte Pecher, der auch die Unterbringung kritisierte: "Als ich die ersten Videos von Eric bekommen habe, war ich ein bisschen erstaunt. Ich habe ihn mental noch nie in so einer Situation erlebt, und ich kenne ihn lange. Ich sage mal so: Es war nicht gerade ein Grand-Hotel."

Eric Frenzel beim Sprung von der Normalschanze 2018 in Peyongchang

Eric Frenzel beim Sprung von der Normalschanze 2018 in Peyongchang

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bemüht sich beim IOC und beim Organisationskomitee um Verbesserungen der Quarantänebedingungen. Das Isolationszimmer des dreimaligen Olympiasiegers Eric Frenzel sei "unzumutbar", sagte Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig am Samstag. Frenzels Zimmer sei zu klein, um sich für die mögliche Rückkehr in den Wettbewerb in der zweiten Olympiawoche fitzuhalten. Auch die Sauberkeit ließe laut Schimmelpfennig zu wünschen übrig.

Gute Chancen für Starter auf Großschanze

Optimistisch äußerte sich Pecher, was den Start von Frenzel und Weber bei den Großschanzen-Wettkämpfen in der zweiten Woche betrifft: Hier sei er guter Dinge.

Wegen IOC-Regeln: Faißt-Start unklar

Der vor allem für den Fall eines längeren Fehlens von Frenzel und Weber nachgereiste Manuel Faißt traf am Montag in China ein. Beim ersten Olympia-Wettkampf wird Faißt höchstwahrscheinlich jedoch nicht dabei sein und Deutschland mit drei statt vier Kombinierern starten. Der Grund: Sobald Faißt offiziell ins Team genommen und dafür ein anderer Athlet hinausgenommen wurde, darf dieser laut Reglement bei den kompletten Spielen nicht zurückkehren. Bundestrainer Hermann Weinbuch will sich jedoch die Option offenhalten, Weber und Frenzel noch einzusetzen.