IOC will in Paris 2024 "geschlechtergerechte Spiele" - was das bedeutet, bleibt unklar

Eine Grafik mit den Olympischen Ringen

Initiative auch bei den Trainerinnen

IOC will in Paris 2024 "geschlechtergerechte Spiele" - was das bedeutet, bleibt unklar

Das Internationale Olympische Komitee hat sich vorgenommen, die Gleichstellung der Geschlechter voranzutreiben. Ein schönes Ziel - nur dessen Umsetzung bleibt offen.

Das teilte das IOC am Mittwoch (12.05.21) nach einer virtuellen Sitzung seiner Exekutive mit. Bei den Sommerspielen in Paris 2024 werde "die gleiche Anzahl von weiblichen und männlichen Athleten" am Start sein, erklärte ein IOC-Sprecher. In Tokio (23. Juli bis 8. August) würden die ersten "geschlechtergerechten Spiele" stattfinden - was damit konkret gemeint ist, ist noch nicht ganz klar.

Trainerinnen im Fokus

Das IOC wolle sich künftig verstärkt auch auf die Gleichstellung der Geschlechter innerhalb des Umfelds der Athletinnen und Athleten und ganz besonders auf die Trainerinnen konzentrieren. Im Durchschnitt seien derzeit nur zehn Prozent der akkreditierten Trainer Frauen. Welche konkreten Maßnahmen das IOC einleiten möchte, um dem entgegenzuwirken, blieb zunächst offen.

Sportlich sind etwas mehr als zwei Monate vor der Eröffnungsfeier in Japans Hauptstadt 70 Prozent der Startplätze vergeben, von den verbleibenden 30 Prozent sollen zwei Drittel über Ranglistenplätze und ein Drittel über ausstehende Events verteilt werden. Im Mai sind noch vier weitere Testwettkämpfe in Tokio geplant.

IOC kündigt Einsatz gegen den Klimawandel an

Der Ringeorden wolle zudem einen "Olympischen Wald" erschaffen, um seine "unvermeidbaren Emissionen" auszugleichen. Dieser werde zum von den Vereinten Nationen unterstützten Projekt "Great Green Wall" in Afrika beitragen und solle mehr als den voraussichtlichen CO2-Fußabdruck des IOC für die Jahre 2021 bis 2024 kompensieren. Am Ende dieses Zyklus wolle das IOC klimapositiv sein.

Stand: 12.05.2021, 18:44

Darstellung: