Mathilde Gremaud mit einem Trick während eines Wettkampfs

Olympia | Ski Freestyle Gremaud düpiert Superstar Gu und wird Slopestyle-Olympiasiegerin

Stand: 15.02.2022 04:12 Uhr

Die Schweizerin Mathilde Gremaud war gerade so ins Finale gerutscht und hat nach Bronze im Big Air nun Gold im Slopestyle gewonnen. Silber geht an Eileen Gu, Bronze an die Estin Kelly Sildaru.

Die 21-jährige Gremaud war mit "gebremstem Schaum" in die Medaillenentscheidung am Dienstag (15.02.2022) im Genting Snow Park von Zhangjiakou gegangen, hatte sie die Qualifikation als Zwölfte doch nur mit viel Glück überstanden. Entscheidend für den Sieg der als Draufgängerin bekannten Athletin bei erneut klirrender Kälte war ein solider und vor allem technisch extrem sauber absolvierter zweiter. Lauf. Für ihre Tricks an den drei Rails und drei Kickern erhielt sie 86,56 Punkte.

Silber für Superstar Gu

Das reichte, um einen hauchdünnen Vorsprung vor Eileen Ailing Gu zu behaupten und ihr Silber von Pyeongchang zu vergolden. Nach Gus Triumph im Big-Air-Wettbewerb waren die Augen der Gastgeber auf Chinas Superstar gerichtet. Doch nach einem Sturz im zweiten Durchgang lag die Tochter eines Amerikaners und einer Chinesin nicht in den Medaillenrängen. Im dritten Lauf war sie unter Zugzwang, zeigte aber eine eher verhaltene Leistung.

Zu ihrer eigenen Überraschung griffen die Juroren dennoch zu hohen Wertungen. 86,23 Punkte bedeuteten Silber vor Olympia-Debütantin Kelly Sildaru (82,06), die Estland die erste olympische Medaille bei Winterspielen außerhalb von Skilanglauf-Wettkämpfen sicherte. Gu startet am Donnerstag noch in der Halfpipe. "Ich wollte unbedingt auf das Podest, deshalb bin ich einfach erleichtert", sagte sie: "Ich repräsentiere hier draußen mich und den Sport vor all den Leuten. Es macht mich stolz, dass ich in der Lage bin, so einen Lauf hinzulegen und den Leuten zu zeigen, was unter Druck möglich ist."

Tatalina steht Double Cork 1440

Für ein Highlight hatte im dritten Lauf die Russin Anastasia Tatalina gesorgt. Die 21-Jährige aus Moskau stand an der letzten Rampe einen Double Cork 1440 - einen extrem schwierigen Trick mit vier vollen Umdrehungen. Dafür gab es reichlich spitze Schreie und Beifall ihrer Kontrahentinnen, aber in der Endabrechnug mit 75,51 Punkten als Vierte nur Blech.

Eichinger im Finale nur Zuschauerin

Aliah Delia Eichinger hatte die Medaillenentscheidung nicht erreicht. Die 20-Jährige aus Sankt Oswald war bei ihrem ersten Olympia-Start in der Qualifikation um fünf Plätze am Finale vorbeigeschrammt. Im Big Air war Eichinger ebenfalls nicht über die Ausscheidung hinausgekommen. Auch Titelverteidigerin Sarah Höfflin aus der Schweiz war in der Qualifikation hängen geblieben.