Thomas Krol aus den Niederlanden in Aktion

Olympia | Eisschnelllauf Eisschnelllauf: Oranje-Sieg über 1.000 Meter - Dufter abgeschlagen

Stand: 18.02.2022 11:39 Uhr

Nächster Eisschnelllauf-Sieg für die Niederlande. Thomas Krol holte sich über 1.000 Meter die ersehnte Goldmedaille. Der einzige deutsche Starter kam abgeschlagen ins Ziel.

Thomas Krol ist neuer Eisschnelllauf-Olympiasieger über 1.000 Meter. Der Niederländer setzte sich am Freitag (18.02.2022) in 1:07.920 Minuten gegen den Kanadier Laurent Dubreuil und den Norweger Havard Holmefjord Lerentzen durch. Der einzige deutsche Starter Joel Dufter wurde 26.

Krol versöhnt sich mit Olympia

Der dreifache Europameister und vierfache Weltmeister Krol durfte mit dem Sieg sein erstes Olympia-Gold bejubeln. "Ein Traum ist wahr geworden", sagte er im Anschluss im ZDF-Interview. Zuvor hatte Krol in Peking bereits Silber über 1.500 Meter gewonnen: "Ich war schon froh über meine 1.500 Meter aber auch enttäuscht, dass es kein Gold wurde. Nun ist es wirklich ein Traum. Ich bin sehr emotional."

Der 29-Jährige war vor vier Jahren in Pyeongchang nicht vom Verband nominiert worden - was Krol sehr frustriert zurückließ. Auf dem National Speed Skating Oval in Peking lief er nun neuen Track-Rekord und feierte den größten Erfolg seiner Karriere. Krol setzte mit seinem Sieg auch eine niederländische Erfolgsserie fort: Bei den vergangenen drei Olympischen Spielen ging 1.000-Meter-Gold jeweils an einen Oranje-Starter.

Vor den Läufen der Top 6 hatte es lange nach einer Überraschung ausgesehen. Der Pole Piotr Michalski, der schon in der zeitigen vierten Paarung aufs Eis gegangen war, legte mit 1:08.56 Minuten früh eine Bestzeit hin. An der Zeit des WM-Neunten biss sich die Konkurrenz lange die Zähne aus. Am Ende durfte sich der 27-Jährige über Rang vier und damit über den größten Erfolg seiner Karriere freuen. Bronze verpasste der EM-Dritte über 500 Meter nur um 0,08 Sekunden.

Dufter nach Corona-Infektion abgeschlagen

Ein kleines Drama erlebte Medaillen-Mitfavorit Kai Verbij. Der Niederländer ging in de letzten Paarung mit Silbermedaillengewinner Laurent Dubreil aufs Eis, war beim Bahn-Wechsel nach 500 Metern aber etwas zu langsam und durfte nicht kreuzen. So verlor er viel Zeit, nahm das Tempo raus und trudelte als 30. und Letzter ins Ziel.

Der einzige deutsche Starter Joel Dufter kam im Feld der 30 Starter nicht über Rang 26 hinaus. Der Inzeller, der in der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele von einer Corona-Infektion ausgebremst wurde und dadurch später nach Peking angereist war, konnte in 1:10.160 Minuten nicht an seine Top-Leistungen anknüpfen. Auch von seinem 14. Rang bei seiner Olympia-Premiere 2018 war der 26-Jährige weit entfernt. Dufter war zuvor über 500 Meter ebenfalls 26. geworden.

"Die Power wäre da gewesen. Aber der Mann mit dem Hammer war schneller. Da war nicht viel los heute. Ich habe mich unglaublich schwer getan", sagte er nach dem Wettbewerb im ZDF: "So ist das Endresultat. Es war heute nicht mein Tag."