Olympia | Eiskunstlauf Paarläufer Hase/Seegert nicht fehlerfrei im Kurzprogramm

Stand: 18.02.2022 15:03 Uhr

Da war mehr möglich für die deutschen Paarläufer Minerva Fabienne Hase und Nolan Seegert: Im Kurzprogramm lief nicht alles nach Plan - das Duo geht somit als 14. in die Kür am Samstag (19.02.2022).

Von Wolfram Porr

Vier Jahre, nachdem Aljona Savchenko und Bruno Massot Gold für Deutschland gewonnen hatten, ruhten die deutschen Hoffnungen diesmal auf Minerva Fabienne Hase und dem zu Beginn der Spiele neun Tage in Corona-Quarantäne befindlichen Nolan Seegert. Doch bei dem Paar aus Berlin lief es im 2:50 Minuten dauernden Kurzprogramm mit insgesamt sieben geforderten Elementen nicht wie erhofft.

Nach einem guten Start mit dem dreifachen Toe Loop und einer schönen, tiefen Todesspirale misslang der Wurf-Salchow, den die 22-jährige Hase nicht stehen konnte. Im Anschluss war auch die Pirouette der beiden Berliner nicht synchron - auch dies bedeutete Abzüge von den Judges. Mit 62,37 Punkten ist das deutsche Paar zwar im Finale am Samstag (ab 12.00 Uhr MEZ) dabei, Rang 14 entspricht aber nicht ganz den eigenen Erwartungen.

Chinesen und Russen auf den ersten fünf Plätzen

Insgesamt präsentierten im Capital Indoor Stadium von Peking 18 Paare ihr Kurzprogramm, 16 von ihnen qualifizierten sich für die abschließende Kür. Lange lagen die früh gestarteten US-Amerikaner Alexa Knierim/Brandon Frazier vorne, die ein fehlerfreies und technisch anspruchsvolles Programm aufs Eis zauberten und dafür 74,23 Punkte bekamen, was für Rang sechs reichte.

Sui Wenjing und Han Cong aus China

Die Medaillenvergabe werden aller Voraussicht nach China und das Russische Olympische Komitee (ROC) untereinander ausmachen. Zwei chinesische und drei ROC-Paare belegen die Plätze eins bis fünf.

Sun/Han nach Silber in Pyeongchang diesmal Gold?

Mit 84,41 Punkten stehen Wenjing Sun/Cong Han an der Spitze des Klassements. Vor vier Jahren in Pyeongchang gewannen sie hinter Savchenko/Massot die Silbermedaille, diesmal soll es Gold werden, und dafür präsentierten sie höchste Schwierigkeitsgrade.

Dahinter folgen drei Paare des Russischen Olympischen Komitees. Evgenia Tarasova/Vladimir Morozow (84,25 Punkte) und Anastasia Mishina/Aleksandr Galliamow (82,76) könnten mit einer Top-Kür vielleicht sogar noch nach Gold greifen, für Aleksandra Boikova/Dmitrii Kozlovskii (78,59) geht es möglicherweise noch um die Bronzemedaille.