Leipzigs Coach Domenico Tedesco trainierte zuvor Spartak Moskau.

Fußball | Europa League Leipzig wünscht sich UEFA-Entscheidung zum Moskau-Spiel

Stand: 27.02.2022 18:47 Uhr

RB Leipzig wünscht sich angesichts des russischen Angriffs auf die Ukraine eine baldige Entscheidung des europäischen Fußball-Dachverbands UEFA in Sachen Europa League-Spiel gegen Spartak Moskau. Laut Trainer Tedesco träfe ein Boykott aber die Falschen.

Der Verein twitterte am Sonntag (27.02.2022), dass er sich derzeit in intensiven Gesprächen mit der UEFA anlässlich der Vorgehensweise mit der Achtelfinal-Ansetzung befinde. Man gehe von einer zeitnahen Entscheidung des Verbandes aus, hieß es in der RB-Mitteilung.

Die Sachsen waren am Freitag gegen Spartak Moskau, den Ex-Verein von Leipzigs Trainer Domenico Tedesco, ausgelost worden. Nach derzeitigem Stand haben die Leipziger am 10. März Heimrecht, das Rückspiel soll am 17. März auf neutralem Boden ausgetragen werden.

Nach dem Einmarsch der russischen Armee in der Ukraine mehren sich aber die Stimmen, die einen Boykott des russischen Sports fordern.

Tedesco: "Boykott trifft immer die Falschen"

Trainer Domenico Tedesco steht einem Boykott allerdings skeptisch gegenüber. Er hofft trotz des Krieges zwischen Russland und der Ukraine offenbar auf ein Stattfinden der beiden Achtelfinal-Spiele gegen seinen Ex-Klub.

"Wenn die Frage nach einem Boykott kommt: Dabei trifft es meiner Meinung nach immer die Falschen. Es trifft in erster Linie die Sportler und die Fans", sagte Tedesco nach dem 1:0-Sieg am Sonntag beim VfL Bochum.

Klar sei aber, "dass ich mir einen anderen Rahmen für dieses Spiel gewünscht hätte. Die aktuelle Situation ist schlimm. Für mich ist Krieg in keiner Situation eine Lösung."