Squash-WM in Malaysia - Ausrichter verbieten Israel die Teilnahme

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Squash-WM in Malaysia - Ausrichter verbieten Israel die Teilnahme

Im Dezember startet in Malaysia die WM im Squash. Schon vor dem Beginn haben die Gastgeber mit der Entscheidung, israelische Sportler nicht zuzulassen, für einen Skandal gesorgt.

Nach israelischen Angaben hat Malaysia dem Team Israels die Teilnahme untersagt. "Dies ist politische Diskriminierung", sagte Aviv Bushinsky, Vorsitzender des israelischen Squashverbandes, am Mittwoch (24.11.2021).

Israel und Malaysia unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Als Vorwand für das Einreiseverbot für die israelischen Sportler seien "Sicherheitsbedenken" wegen Israels Konflikt mit Palästina geäußert worden, erklärte Bushinsky.

Diskriminierung gegen Israelis im Sport gibt es häufiger

Die Weltmeisterschaft sollte ursprünglich in Australien stattfinden. Wegen der Corona-Krise wurde sie jedoch verlegt. Der Welt-Squashverband habe in der Frage bisher keine Lösung gefunden, sagte Bushinsky. Gegenwärtig laufe ein Schlichtungsverfahren. Sollte dies nicht helfen, werde Israel vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS ziehen.

Israelische Sportler haben bei internationalen sportlichen Wettbewerben immer wieder mit Diskriminierung zu kämpfen. Arabische und iranische Sportler verweigerten zuletzt immer wieder aus politischen Gründen Zweikämpfe mit Israelis.

Malaysia hatte bereits 2019 israelischen Sportlern die Teilnahme an der Weltmeisterschaft im Para-Schwimmen verweigert. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) entzog Malaysia daraufhin die Ausrichtung der Wettkämpfe und verlegte diese nach London.

dpa | Stand: 24.11.2021, 19:35

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