Die Interessensvertretung deutscher Spitzensportler will unter anderem die Beziehungen zu russischen Geldgebern abbrechen.

Krieg in der Ukraine Athleten Deutschland fordern Ausschluss von Russland und Belarus

Stand: 26.02.2022 23:37 Uhr

Die Athleten Deutschland fordern einen "vollständigen Ausschluss von Russland und Belarus" aus dem Sport. Es seien "harte Sanktionen" nötig, teilte die Vertretung deutscher Spitzensportler mit.

"Präsident Putin hat zum dritten Mal nach 2008 und 2014 den Olympischen Frieden gebrochen und damit die Werte des Sports – Frieden, Nicht-Diskriminierung, Menschenwürde und Völkerverständigung – wiederholt mit Füßen getreten", heißt es in der am Samstagabend (26.02.2022) verbreiteten Mitteilung.

Mit der Eskalation des am Donnerstag vom russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin befohlenen Angriffskrieges gegen die Ukraine sei es nun an der Zeit, "weitreichende Konsequenzen" zu ziehen.

Athleten Deutschland stellte einen Foderungskatalog auf, der unter anderen folgende Punkte enthält:
- "Vollständiger Ausschluss russischer und belarusischer Verbände aus dem internationalen Sportverbandssystem. Dazu gehören auch die russischen und belarusischen Nationalen Olympischen und Paralympischen Komitees."

- "Einseitiger Abbruch aller finanziellen Beziehungen zu russischen Geldgebern."

- "Ausschluss aller belarusischen und russischen Funktionäre aus dem internationalen Sportverbandssystem."

- "Berücksichtigung relevanter Geldgeber und Funktionäre auf staatlichen Sanktionslisten."

- "Absage und Verlegung aller internationalen Sportwettbewerbe, die in Russland oder Belarus stattfinden würden."

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Auch das Internationale Olympischen Komitee (IOC) und der Deutsche Olympische Sport-Bund (DOSB) hatten gefordert, sportliche Veranstaltungen in Russland und Belarus abzusagen. Dies begrüßten die Athleten Deutschland, aber die Forderungen gingen ihnen nicht weit genug.