Rücktritte und Machtkampf beim FC Barcelona

Josep Bartomeu, Präsident des FC Barcelona

Neuwahlen gefordert

Rücktritte und Machtkampf beim FC Barcelona

Eskalation im Machtkampf beim FC Barcelona: Aus Protest gegen Präsident Josep Bartomeu sind sechs Vereinsdirektoren zurückgetreten. Bei den mutmaßlichen Intrigen des Klubchefs fallen auch die Namen von Lionel Messi und Pep Guardiola.

Die beiden Vizepräsidenten Emili Rousaud und Enrique Tombas sowie Silvio Elias, Maria Teixidor, Josep Pont und Jordi Clasamiglia begründeten ihren Rücktritt in einem offenen Brief, der am Karfreitag (10.04.2020) in verschiedenen Zeitungen erschien.

"Barcagate" spaltet die Klubführung

Der gemeinsame Rücktritt sei einerseits eine Reaktion auf die Mängel bei der Aufarbeitung des sogenannten "Barcagate". Bartomeu (Foto) soll das Unternehmen "I3 Ventura" für eine Millionensumme beauftragt haben, ehemalige und aktuelle Vereinsmitarbeiter, darunter Superstar Lionel Messi und den ehemaligen Trainer Pep Guardiola, gezielt in den sozialen Medien zu diffamieren, um die Vereinsführung in der Öffentlichkeit zu stärken.

Zum anderen berief sich das Sextett, das in dem Brief auch Neuwahlen forderte, auf Dissonanzen im Umgang des Klubs mit der Coronakrise. So hatten die zähen Verhandlungen mit den Profis um einen Gehaltsverzicht hohe Wellen geschlagen, auch in diesem Punkt fühlten sich die Profis des spanischen Meisters durch die Vereinsführung in ein schlechtes Licht gerückt.

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Am Mittwoch noch hatte Rousaud beim Radiosender "Cadena Ser" Unstimmigkeiten in der Barca-Führung durchblicken lassen: "Bartomeu rief mich an und sagte mir, er wolle das Management umbauen, weil er einigen der Direktoren misstraue, mich eingeschlossen. Er sagte mir, dass der Presse Dinge zugespielt worden seien, die die Spieler verärgert hätten, und er meinte, ich sei kritisch damit umgegangen, wie der Vorstand damit umgegangen sei."

sid/red | Stand: 10.04.2020, 11:31

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