Havertz abgereist: London statt Nationalmannschaft

Kai Havertz

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Havertz abgereist: London statt Nationalmannschaft

Kai Havertz hat das Nationalteam verlassen und ist auf dem Weg nach London. Ein Wechsel des Mittelfeldspielers von Bayer 04 Leverkusen zum FC Chelsea steht kurz bevor.

Joachim Löw hat dem 21-Jährigen die Freigabe für seine Reise nach London erteilt. Wie Bayer Leverkusen in einer offiziellen Mitteilung bestätigte, will Havertz Details mit dem FC Chelsea bezüglich eines Wechsels klären. Der Transfer des 21 Jahre alten Mittelfeldspielers in Richtung England befindet sich auf der Zielgeraden.

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"Ich habe mich darüber mit Oliver Bierhoff und Jogi Löw in den vergangenen Tagen ausgetauscht", erklärte Rudi Völler. Der Leverkusener Sport-Geschäftsführer bedankte sich für "das Verständnis des DFB für die besondere Situation des Spielers und auch für uns als Klub. Wir sind dem Bundestrainer dankbar, dass Kai die Dinge nun mit unserer Unterstützung vor Ort in London klären kann."

Bosz erwartet Havertz nicht zurück

Seit Wochen verhandelt Leverkusen mit dem Premier-League-Klub über einen Transfer von Havertz. Der Profi war beim 1:1 der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in der Nations League am Donnerstagabend (03.09.2020) gegen Spanien nicht eingesetzt worden.

Löw zur Abreise von Havertz: "Wollte den Deal nicht gefährden"

Sportschau 04.09.2020 01:15 Min. Verfügbar bis 04.09.2021 ARD Von Andre Siems

Der 100-Millionen-Euro-Transfer soll nach übereinstimmenden Medienberichten so gut wie perfekt sein. Bayer-Trainer Peter Bosz erwartet, dass Havertz nach der Länderspielpause zu Leverkusen "nicht mehr zurückkommt". Am Sonntag hatte der 21-Jährige schon beim Leistungstest vor der Wiederaufnahme des Trainings der Werkself gefehlt.

Peter Bosz rechnet nicht mit Havertz' Verbleib bei Bayer Leverkusen Sportschau 31.08.2020 00:31 Min. Verfügbar bis 31.08.2021 Das Erste

Im DFB-Team stellt sich Havertz hinten an

Bundestrainer Joachim Löw schwärmt zwar wie alle anderen auch von dem Ausnahmetalent, das "in den nächsten Jahren eine Schlüsselrolle spielen" könne. Bislang aber war Havertz eher Mitläufer als Anführer: Sieben Länderspiele, eins über 90 Minuten, ein Tor. Sollte sich Havertz in Chelsea durchsetzen, dürfte das auch seiner Karriere im DFB-Team einen Kick geben. Der Chelsea-Block Rüdiger-Havertz-Werner hätte auch in der Nationalmannschaft gehöriges Gewicht.

Noch aber stellt sich Havertz hinten an. "Es gibt Spieler in der Mannschaft, die schon viel mehr als ich erreicht haben", sagte er mit Blick auf Konkurrenten im Mittelfeld wie Toni Kroos. Wenn er eingesetzt werde, "gebe ich Gas, um künftig vielleicht das eine oder andere Spiel von Anfang zu machen". Der Rest, betonte Havertz, "kommt irgendwann von alleine".

red/sid/dpa | Stand: 04.09.2020, 12:41

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