European Championships Starke 200 Meter spülen Siebenkampf-Duo nach vorn

Stand: 17.08.2022 21:53 Uhr

Im EM-Siebenkampf ist eine Medaille für das Duo Sophie Weißenberg und Carolin Schäfer eigentlich unrealistisch. Der 200-Meter-Lauf - die letzte Disziplin des ersten Tages - brachte die beiden Deutschen aber nach vorn.

Starke 200 Meter - das hatte sich Carolin Schäfer erhofft. Und so kam es auch. Die deutsche Top-Mehrkämpferin legte am Mittwochabend mit 24,16 Sekunden eine starke Zeit auf die Laufbahn des Münchener Olympiastadions und schob sich in der Gesamtwertung des EM-Siebenkampfes nach vorn. Platz sechs lautet das Zwischenresultat nach vier Disziplinen.

Und weil die beiden eben ein gutes Team bilden, ist auch die zweite Deutsche, Sophie Weißenberg, nicht weit weg. Sie liegt mit 3.706 Zählern nach vier Disziplinen genau einen Punkt hinter Schäfer auf Rang sieben, lief über 200 Meter ebenfalls 24,16 Sekunden.

Thiam auf Rekordkurs

Olympiasiegerin und Weltmeisterin Nafissatou Thiam aus Belgien steuert in München mit 4.063 Punkten bislang ungefährdet auf ihren nächsten Titel zu und liegt klar in Führung. Den Bronze-Rang hält derzeit die Niederländerin Anouk Vetter mit 3.824 Punkten.

Medaillen wohl unerreichbar

Dabei sah es vorher nicht so gut aus: Weißenberg schlug die Hände vors Gesicht nach dem Kugelstoßen. 13,26 Meter hatte die junge Leverkusenerin die Kugel gestoßen - das war doch recht weit hinter ihren Erwartungen zurück. Kaum besser ging es in dieser Disziplin ihrer Kollegin Carolin Schäfer, die 13,68 Meter schaffte.

Leichtathletik bei den European Championships in München: die Vormittagssession des Siebenkampfes am Mittwoch mit 100m-Hürden und Hochsprung in voller Länge.

Schäfer - im Gesamtergebnis weiter vorn als Weißenberg zu erwarten, lag damit nach der dritten Disziplin bei 2.742 Punkten auf Rang zehn im Klassement. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt 110 Punkte weniger auf dem Konto als bei den Olympischen Spielen in Tokio, als sie Siebte wurde. Einen Zähler dahinter rangierte Weißenberg auf Rang elf.

Stark über die Hürden

Schäfer war nach einem sehr guten Start nach der zweiten Disziplin zurückgefallen. Die WM-Zweite von 2017 und EM-Dritte von 2018 belegte nach dem Hochsprung Rang zehn, nachdem sie zum Auftakt über die 100 Meter Hürden in 13,39 Sekunden die fünftbeste Zeit gelaufen war.

Die zweite deutsche Starterin Sophie Weißenberg kam in 13,72 Sekunden mit der achtbesten Zeit ins Ziel, schob sich dank 1,80 Metern im Hochsprung aber auf den geteilten vierten Rang vor. Schäfer überquerte 1,74 Meter.

Carolin Schäfer

Carolin Schäfer (li.)

Pech hatte die Olympia-Dritte Emma Oosterwegel. Die Niederländerin stürzte beim Hürdenlauf und gab auf.