Drei Tests wöchentlich für Ungeimpfte: DEL verändert Corona-Regeln

Eishockeyschuhe mit Schläger und Puck auf dem Eis

Eishockey | DEL

Drei Tests wöchentlich für Ungeimpfte: DEL verändert Corona-Regeln

Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) hat ihre Corona-Regeln geändert, die vor allem Teams mit ungeimpften Spielern und Offiziellen betreffen. Zuletzt mussten drei Teams in Quarantäne, mehrere Spiele wurden verlegt.

Für Nicht-Geimpfte sind ab 1. November 2021 drei PCR-Tests in der Woche verpflichtend, teilte die DEL mit. Für Geimpfte oder Genesene ist ein PCR-Test pro Woche erforderlich, sofern ungeimpfte Spieler oder Offizielle zum Kader gehören. Bisher mussten nur die nicht geimpften Profis permanent getestet werden.

Ziel ist es zu vermeiden, dass gesamte Mannschaften in Quarantäne und Spiele reihenweise verlegt werden müssen. Die aktuelle Impfquote bei den Klubs liegt nach Angaben der Liga bei 93 Prozent.

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Red Bull München und Düsseldorfer EG in Quarantäne

Zuvor waren mit Red Bull München und der Düsseldorfer EG zwei komplette Teams und bei den Iserlohn Roosters zunächst 16 Spieler nach mehreren Corona-Fällen von den Gesundheitsämtern in Quarantäne geschickt worden. Am Dienstag gaben die Roosters bekannt, es habe "weitere Corona-Fälle" gegeben. Die Behandlung durch die Behörden sei deutlich restriktiver geworden, sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke.

Zahlreiche Spiele mussten verlegt werden, der Spielplan ist schon jetzt reichlich verzerrt. Viel Puffer hat die DEL im Terminkalender nicht, da in dieser Saison neben der WM in Finnland (13. bis 29. Mai) auch die Olympischen Spiele in Peking (4. bis 20. Februar) auf dem Plan stehen.

München spielt mit Rumpfteam weiter

Für Red Bull München ging es bereits am Dienstagabend (26.10.2021) im Heimspiel gegen die Bietigheim Steelers wieder weiter - mit einem Rumpfteam. Viele Spieler und auch Cheftrainer Don Jackson befinden sich noch immer in Quarantäne. Am Tag zuvor waren aus dem Profikader nur neun Feldspieler und zwei Torhüter auf dem Eis, sodass einige Youngster aus der Akademie das Training auffüllen mussten.

Die Münchner, bei denen 22 Tests positiv ausfielen, berichteten von "zahlreichen Impfdurchbrüchen" bei Geimpften. Diese können sich - sofern symptomfrei - laut DEL-Protokoll nach fünf Tagen freitesten. Bei Ungeimpften ist diese Zeitspanne doppelt so lang. Auch deshalb hofft die Liga auf Impf-Nachzügler. Jeder Ungeimpfte erhöhe "das Risiko für sich selbst, seine und die anderen Mannschaften und den gesamten Spielbetrieb", sagte DEL-Spielbetriebsleiter Jörg von Ameln den "Eishockeynews".

93 Prozent Impfquote - woher kommen die Ansteckungen?

Bleibt die Frage, warum sich gerade im Eishockey derzeit so viele Personen mit dem Virus anstecken, obwohl die Impfquote mit 93 Prozent hoch ist. Gesundheitsökonom Florian Kainzinger, der auch für das DEL-Hygienekonzept zu Rate gezogen wurde, vermutet, dass die im Eishockeysport stets übervolle Kabine mit Spielern, Trainer und Betreuern ein kritischer Übertragungsort sei.

dpa/sid | Stand: 26.10.2021, 17:18

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