DEL - München schlägt Berlin im Topspiel

Trevor Parkes (München) gegen Mathias Niederberger

Eishockey, DEL

DEL - München schlägt Berlin im Topspiel

Im Spitzenspiel hat der Tabellenzweite im Süden München dem Nord-Spitzenreiter Berlin die Grenzen aufgezeigt. Außerdem: Krefeld verliert weiter. Düsseldorf siegt zu Null.

Die Eisbären Berlin haben nach vier Siegen wieder eine Niederlage in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kassiert. Am Sonntagnachmittag (04.04.2021) verlor der Tabellenführer der Nordgruppe beim EHC Red Bull mit 1:4 (1:1, 0:2, 0:1). Für die Hauptstädter traf nur Leonhard Pföderl, während die Münchner ihre Gelegenheiten konsequent verwerteten.

Vor leeren Rängen im Olympia-Eisstadion begannen die Eisbären konzentriert und gingen verdient in Führung: Pföderl erzielte im Powerplay seinen 20. Saisontreffer. Die Hausherren wurden jedoch im Laufe des Auftaktdrittels stärker und kamen durch ein Tor von Maximilian Kastner zum Ausgleich.

Doppelschlag im zweiten Drittel

Unmittelbar nach der ersten Pause nutzten die Münchener zwei Unaufmerksamkeiten der Eisbären: Frank Mauer und Yasin Ehliz trafen innerhalb von 55 Sekunden. Die Berliner bemühten sich, wieder ins Spiel zurückzufinden. Der Tabellenzweite der Südgruppe blieb aber effektiver und kam im Schlussabschnitt durch Maximilian Daubner noch zum vierten Tor.

Seidenberg verbucht 500. Scorerpunkt

Münchens Nationalspieler Yannic Seidenberg gelang dabei sein 500. Scorerpunkt in seinem 1.036. DEL-Spiel. Der 37-Jährige lieferte die Vorlage zum 2:1. Seidenberg ist erst der 23. Spieler,, der diese Marke geknackt hat.

Die Grizzlys Wolfsburg bezwangen die Nürnberg Ice Tigers 4:3 (1:0, 1:2, 1:1, 1:0) nach Verlängerung und nahmen Revanche für die 1:2-Niederlage gegen Nürnberg am vergangenen Donnerstag. Die Fischtown Pinguins setzten sich bei den Schwenninger Wild Wings mit 5:4 (1:1, 4:1, 0:2) durch, zweifacher Torschütze war der Slowene Jan Urbas

Düsseldorf und Augsburg gewinnen

Unterdessen hat die Düsseldorfer EG ihre Playoff-Ambitionen untermauert. Beim 4:0 (1:0,2:0,1:0) in Straubing trafen Fischbusch, From, Kammerer und Nowak für die Rheinländer, die sich damit zumindest vorübergehend auf Platz vier der Nord-Tabelle vorschieben.

Deutlich schlechter läuft es weiterhin für die Düsseldorfer Nachbarn aus Krefeld. Die Pinguine mussten sich zu Hause den Augsburger Panthern geschlagen geben. Beim 0:3 (0:1, 0:0, 0:2) blieb das Nord-Schlusslicht ohne eigenes Tor. Augsburg ist immerhin bis auf zwei Punkte an einen Playoff-Platz im Süden herangekommen.

Mannheim auch von Köln nicht zu stoppen

Bereits am Samstag (03.04.2021) setzten die Adler Mannheim ihren Siegeszug fort und sind weiter nicht zu stoppen. Die Mannheimer feierten beim 5:1 gegen die Kölner Haie den fünften Sieg in Serie und bleiben souveräner Spitzenreiter in der Süd-Gruppe. Köln (38) bleibt im Norden Vorletzter und muss stark um die Playoff-Teilnahme bangen.

Die Mannheimer Sinan Akdag (l.) und Matthias Plachta

Jubelnde Mannheimer

David Wolf (15.), Mark Katic (33.), Brendan Shinnimin (47.), Stefan Loibl (49.) und Matthias Plachta (57.) sorgten mit ihren Treffern für den deutlichen Erfolg des achtmaligen Meisters aus Mannheim. Michael Zalewski (45.) konnte zwischenzeitlich für die Haie verkürzen.

Mannheim weiter Spitzenreiter im Süden

Der Titelverteidiger, der bereits für die Playoffs qualifiziert ist, feierte den fünften Sieg in Serie und den neunten in den vergangenen zehn Spielen. Mit 75 Punkten führen die Adler die Südgruppe deutlich vor Red Bull München (61) an.

Die ersten vier Teams der beiden Gruppen qualifizieren sich für die Viertelfinalserien, die am 20. April beginnen.

Statistik

Eishockey · DEL 35. Spieltag 2020/2021

Sonntag, 04.04.2021 | 14.30 Uhr

Wappen EHC Red Bull München

EHC Red Bull München

aus den Birken – Y. Seidenberg, Boyle, Abeltshauser, Prow, Maione, Redmond, Macwilliam – Gogulla, Roy, Mauer, Ehliz, Kastner, Peterka, Bourque, Schütz, Parkes, Daubner, Ebbett, Mayenschein

4
Wappen Eisbären Berlin

Eisbären Berlin

M. Niederberger – Hördler, Wissmann, Despres, McKiernan, J. Müller, Ramage, Mik – Noebels, Reichel, Pföderl, Fiore, White, Foucault, Tuomie, M. Olver, Hänelt, Kinder, Dietz

1

Fakten und Zahlen zum Spiel

EHC Red Bull München Eisbären Berlin
Überzahl 5 Überzahlsituationen, 0 Tore 4 Überzahlsituationen, 1 Tor
Strafminuten 8 Min. 10 Min.

Strafen:

  • Macwilliam - 2 Min. - Stockschlag
  • Daubner - 2 Min. - Beinstellen
  • Peterka - 2 Min. - Haken
  • Dietz - 2 Min. - Hoher Stock
  • Mik - 2 Min. - Beinstellen
  • Foucault - 2 Min. - Beinstellen
  • Gogulla - 2 Min. - Hoher Stock
  • M. Olver - 2 Min. - Haken
  • McKiernan - 2 Min. - Haken

Tore:

  • 0:1 (9:46) Pföderl (Reichel, Hördler) PP1
  • 1:1 (16:49) Kastner (Peterka, Daubner)
  • 2:1 (20:36) Mauer (Y. Seidenberg, Prow)
  • 3:1 (21:31) Ehliz (Schütz)
  • 4:1 (42:57) Daubner (Mayenschein, Y. Seidenberg)

Schiedsrichter:

  • Aleksi Rantala, Bastian Steingross,

Stand der Statistik: Sonntag, 04.04.2021, 17:07 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 04.04.2021, 19:55

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