Rechenspiele im DEL-Schlussspurt Richtung Playoffs

Der Meisterpokal

Eishockey

Rechenspiele im DEL-Schlussspurt Richtung Playoffs

Drei Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde beginnt in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) das große Rechnen. Wer schafft es noch in die Playoffs? Wir haben den Überblick.

Für die Düsseldorfer EG war es eine Niederlage zur Unzeit. Am Montag (12.04.2021) verlor das Team aus der Nordgruppe der DEL bei den Nürnberg Ice Tigers - dem Tabellen-Letzten im Süden. Damit verharren die Rheinländer in der Tabelle auf Platz fünf und würden damit die Playoffs verpassen. Schon am Dienstag können es die Düsseldorfer besser machen. Denn dann treten sie bei den Augsburger Panthern an.

In der DEL geht es derzeit Schlag auf Schlag. Drei Spieltage vor Schluss geht es im Rennen um die begehrten Playoff-Plätze ums Ganze. Die Eisbären Berlin, die Adler Mannheim, der EHC München und die Pinguins Bremerhaven haben den Einzug ins Viertelfinale bereits geschafft, die restlichen Plätze sind noch nicht vergeben.

Modus: Alles ist anders

In dieser Saison ist irgendwie alles anders in der DEL. Wegen der Corona-Pandemie und des verspäteten Starts mussten die Macher den Modus ändern, die Hauptrunde wurde verkürzt. Die 14 Klubs wurden in zwei regionale Gruppen mit je sieben Mannschaften eingeteilt. Innerhalb der Gruppe spielen die Teams eine Doppelrunde (zweimal Hin- und Rückspiel), gegen die Klubs der anderen Gruppe eine Einfachrunde (Hin- und Rückspiel).

Damit absolviert jede Mannschaft 38 Spiele statt wie in den Vorjahren 52. Die besten vier Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für die Playoffs. Das Viertelfinale wird innerhalb einer jeden Gruppe ausgetragen. Die Halbfinale finden "über Kreuz" gegen die Klubs der jeweils anderen Staffel statt - jeweils im Best-of-Three-Modus.

Gute Chancen für Wolfsburg

Im Norden haben die Grizzlys Wolfsburg beste Chancen, Berlin und Bremerhaven ins Viertelfinale zu folgen. Dahinter streiten sich die DEG, die Iserlohn Roosters und die Kölner Haie um einen Playoff-Platz. Die besten Karten haben die Iserlohner, die Platz vier verteidigen wollen.

Iserlohn mit noch zwei Nachholspielen

Im Gegensatz zur Konkurrenz haben sie zwei Spiele weniger absolviert. Wenn es gut läuft, können die Sauerländer sogar noch die Wolfsburger von Platz drei verdrängen, Düsseldorf und Köln müssen dagegen auf einen Ausrutscher der Iserlohner warten. Da nutzt es der DEG auch nichts, dass sie schon einen Punkt mehr auf dem Konto hat als die Roosters. Denn in der Tabelle wird der Punktequotient berücksichtigt, und da hat der IEC die Nase vorn.

Keine direkten Duelle mehr

Apropos Ausrutscher. Auf die sind alle betroffenen Teams angewiesen. Da nur noch Spiele zwischen den Nord- und den Südteams anstehen, kann keine Mannschaft mehr in einem direkten Duell Boden gutmachen.

Ingolstadt fast schon durch

Ähnlich wie im Norden ist die Lage im Süden. Da steht der ERC Ingolstadt als Dritter mit acht Punkten Vorsprung auf die Schwenniger Wild Wings und einem Spiel weniger kurz vor dem Viertelfinaleinzug. Schon am Dienstag könnten die Bayern mit einem Sieg in Bremerhaven alles klar machen.

Um den letzten Platz im Süden streiten sich die die Schwenninger mit den Straubing Tigers und Augsburg, wobei die Straubinger noch ein Nachholspiel gegen Iserlohn zu bestreiten haben.

Meister steht spätestens am 7. Mai fest

Wie auch immer, die Termine für die Playoffs stehen jedenfalls schon fest. Das Viertelfinale startet am 20. April, mit dem Halbfinale geht es am 26. April los, und das erste Finalspiel steigt am 2. Mai. Spätestens am 7. Mai steht dann der deutsche Meister fest.

vdv/sid/dpa | Stand: 13.04.2021, 12:00

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