Jacquelin feiert WM-Titelverteidigung im Jagdrennen

Emilien Jacquelin wird Weltmeister in der der Verfolgung Sportschau 14.02.2021 00:33 Min. Verfügbar bis 14.02.2022 Das Erste

Biathlon-WM auf der Pokljuka

Jacquelin feiert WM-Titelverteidigung im Jagdrennen

Von Dirk Hofmeister

Wieder kein norwegischer Sieg bei der Biathlon-WM - am Sonntag setzte sich ein Franzose durch. Als bester Deutscher wurde Arnd Peiffer 20.

Bei der Biathlon-Weltmeisterschaft in Slowenien hat es die erste Titelverteidigung gegeben. Der Franzose Emilien Jacquelin feierte wie bereits bei den Titelkämpfen 2020 in Antholz Gold in der 12,5-Kilometer-Verfolgung. Der 25-Jährige setzte sich am Sonntag (14.02.2021) gegen den Schweden Sebastian Samuelsson (+ 7,3 Sekunden) und den Norweger Johannes Thingnes Bö (+8,1 Sekunden) durch.

Nur Jacquelin und Samuelsson fehlerfrei

Bei Temperaturen um Minus fünf Grad, Sonnenschein und wenig Wind am Schießstand kamen nur Jacquelin und Samuelsson fehlerfrei durch. Für den Sprint-Dritten Jacquelin reichte das trotz der nur 20.-besten Laufzeit zum Sieg. Samuelsson, der nach dem letzten Schießen fast zeitgleich mit dem eigentlich laufstärkeren Bö (2 Strafrunden nach Schießfehlern) wieder auf die Strecke ging, konnte sich im Schlussprint gegen den Norweger durchsetzen.

Sprint-Weltmeister fällt weit zurück

Der schwedische Sprint-Weltmeister Martin Ponsiluoma, der als Erster auf die Strecke durfte, musste seine Hoffnungen auf die zweite Medaille bereits im ersten Liegendanschlag mit zwei Strafrunden begraben. Mit zwei weiteren Fehlern im zweiten Liegendanschlag fiel er noch weiter zurück. In Ziel kam er letztlich mit sechs Strafrunden und auf Rang 13.

Deutsche Biathleten bleiben hinten drin

Die deutschen Biathleten hatten nach Sprintplatzierungen jenseits der Top 35 mit den vorderen Platzierungen in der Verfolgung nichts zu tun. Doch das deutsche Trio konnte sich zumindest etwas verbessern. Arnd Peiffer wurde 20., Benedikt Doll 31., Johannes Kühn 41.

Peiffer: "80 Prozent - das ist bei weitem nicht genug"

Arnd Peiffer, der von Rang 36 ins Rennen ging, konnte nach einem fehlerfreien Liegendanschlag sogar bis auf Rang 15 nach vorn laufen. Zwei Fehler im zweiten Liegendanschlag warfen ihn aber wieder auf Rang 27 zurück, nach einem Fehler im ersten Stehendschießen war er 24., nach einem weiteren Fehler im zweiten Stehendanschlag letztlich 20.

Verfolgung der Männer - die Analyse von Magdalena Neuner Sportschau 14.02.2021 04:09 Min. Verfügbar bis 14.02.2022 Das Erste

Nach dem Rennen mit vier Schießfehlern freute sich Peiffer in der Sportschau zumindest über seine fünftbeste Laufzeit: "Das ist doch schon etwas. Wir hatten heute auch richtig gutes Material. Auf der Strecke fühlte es sich richtig gut an." Selbstkritisch sagte Peiffer zu seinem Schießen: "80 Prozent Trefferleistung, das ist bei weitem nicht genug. Mindestens 90 müssen kommen, um wirklich gute Resultate zu machen. Deswegen hat das auch heute nicht funktioniert bei uns. Ich habe versucht, ganz konzentriert zu schießen. Wenn man dann zu langsam schießt, ist das aber auch nicht optimal."

Zweitbeste Laufzeit für Doll

Benedikt Doll wurde nach Rang 39 im Sprint mit sechs Strafrunden nach Schießfehlern 31. Imerhin: Der Schwarzwälder legte die zweitbeste Laufzeit auf die Strecke, er war nur 10,5 Sekunden langsamer als der Laufbeste, Johannes Thingnes Bö aus Norwegen.

Johannes Kühn ging von Rang 45 in die Verfolgung. Mit sieben Strafrunden, davon allein drei im ersten Stehendschießen, wurde er 47.

Lesser nicht am Start der Verfolgung

Erik Lesser hatte das Verfolgungsrennen der 60 Sprintbesten als Sprint-66. am Freitag (12.02.2021) verpasst. Nach dem Rennen war der Thüringer hart mit sich ins Gericht gegangen und hatte gesagt: "Zwischendurch habe ich mich gefragt, warum ich Teil der WM-Mannschaft bin."

Stand: 14.02.2021, 13:50

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