Skispringerinnen hoffen in Zao auf Sprung nach vorne

Skispringerin Luisa Görlich

Weltcup in Japan

Skispringerinnen hoffen in Zao auf Sprung nach vorne

Die deutschen Skispringerinnen können derzeit ihre hohen Erwartungen nicht erfüllen. Katharina Althaus und Juliane Seyfahrt suchen noch nach der Form der Saison 2018/19. Zudem fehlen Bundestrainer Andreas Bauer vier Leistungsträgerinnen. Ein Lichtblick auf der Asientournee ist Luisa Görlich.

Die Skisprung-Frauen bleiben in Asien und gehen beim Weltcup im japanischen Zao über den Bakken. Dort können die DSV-Athletinnen bislang allerdings nicht wie gewohnt um die Podestplätze mitspringen. Sowohl Katharina Althaus (12.) und Juliane Seyfarth (14.), die 2019 in Seefeld WM-Titel im Mixed und im Team holten, schafften es am vergangenen Wochenende in Sapporo nicht in die Top Ten.

"Nicht ganz zufrieden sind wir mit Katharina Althaus und Juliane Seyfarth, die doch immer wieder kleinere Mängel beim Absprungtiming hatten - ihre besten Plätze waren am Ende ein siebter und ein 14. Rang. Diese Mängel wollen wir bis Zao abstellen", so Bauer mit Blick auf die anstehenden Wettbewerbe.

Ergebnis nicht ganz zufriedenstellend

Mit Carina VogtRamona Straub, Anna Rupprecht und Gianina Ernst fehlen in der laufenden Saison Springerinnen, die in den letzten Jahren für gute Teamergebnisse gesorgt haben. In diesem Winter hat Österreich die Nase vorn. Nach dem Überraschungssieg der 18-jährigen Marita Kramer in Sappro am Samstag (11.01.20) gewann am Sonntag Landsfrau Eva Pinkelnig.

Die Weltcupführende Maren Lundby aus Norwegener sprang an beiden Tagen zwar die Schanzenrekordweite, kam aber nicht an den Österreicherinnen vorbei. "Absehbar war, dass wir mannschaftlich etwas verloren haben, weil wir vier verletzte Athletinnen haben", sagte Bauer. Das Ergebnis in Japan sei jedoch trotz der Personalmisere "nicht ganz zufriedenstellend", so Bauer.

Bundestrainer lobt Görlich und Freitag

Der Bundestrainer zog allerdings ein differenziertes Sapporo-Fazit, denn Luisa Görlich und Selina Freitag überraschten: "Sehr zufrieden sind wir mit Luisa Görlich, die das erste Mal in ihrer Karriere ein Top-Ten-Ergebnis im Weltcup erreichte, und mit Selina Freitag, die das erste Top-20-Resultat ihrer Karriere schaffte."

Vor allem Görlich freut sich schon auf die nächste Herausforderung: "In Zao warten zwei Einzel und ein Teamwettkampf auf uns, wir reisen am Dienstag weiter. Es ist besonders schön, wenn man als Team zusammen versuchen kann, das bestmögliche Ergebnis für Deutschland herauszuspringen."

Thema in: B5 Sport, 17.01.2020, 10.55 Uhr

red/dsv | Stand: 16.01.2020, 13:58

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