Kramer gewinnt Weltcup-Auftakt der Skispringerinnen

Skisprung-Weltcup der Frauen in Ramsau - die Zusammenfassung Sportschau 18.12.2020 00:39 Min. Verfügbar bis 18.12.2021 Das Erste

Wetlcup in Ramsau

Kramer gewinnt Weltcup-Auftakt der Skispringerinnen

Der erste Vergleich der Skispringerinnen hat für die deutsche Mannschaft mit einem Top-10-Platz durch Rückkehrerin Anna Rupprecht geendet. Der Sieg in Österreich ging an eine Lokalmatadorin.

Sara Marita Kramer heißt die erste Weltcup-Siegerin der Skispringerinnen in diesem Winter. Die Österreicherin setzte sich in Ramsau mit neuem Schanzenrekord gegen Nika Kriznar (SLO) und Sara Takanashi aus Japan durch. Bereits im ersten Durchgang bedeuteten die 94 Meter die Einstellung des aktuellen Frauen-Rekordes. Im zweiten Sprung setzte sie mit 96 Metern noch mal zwei Meter obendrauf.

Rupprecht zeigt ihre besten Sprünge des Wochenendes

Anna Rupprecht zeigte bei ihrem Comeback nach mehreren Knieverletzung eine starke Leistung. Sprünge auf 85 bzw. 89 Meter bescherten ihr einen ordentlichen achten Rang. Damit war sie die beste DSV-Athletin. "Ich bin extrem froh. Ich hätte nicht mit so einem guten Auftakt gerechnet. Meine besten Sprünge habe ich mir für den Wettkampf aufgehoben. Ich habe mich im Sommer nach meinen Verletzungen sehr schwergetan, deswegen freut es mich umso mehr, dass es für so weit vorne gereicht hat", erklärte die 23-Jährige danach am Sportschau-Mikrofon.

Althaus und Freitag in den Top 15

Katharina Althaus musste nach 84 Metern im zweiten Sprung noch vier Plätze an die Konkurrenz abgeben. Sie landete im Abschlussklassement auf Position 12. Selina Freitag, die jüngste Springerin im Team von Bundestrainer Andreas Bauer, schaffte es als 13. (82,5 m/87 m) auch unter die besten 15, die Luisa Görlich (82,5 m /85,5 m) um einen Platz verpasste. Freitag war mit ihrer Leistung entsprechend zufrieden: "Ich hätte nicht gedacht, dass ich so gute Sprünge zeige. Wir wussten ja nicht, wo wir stehen. Ich bin sehr zufrieden mit dem Erreichten."

Skispringen der Frauen - der Weltcup in Ramsau in voller Länge Sportschau 18.12.2020 43:08 Min. Verfügbar bis 18.12.2021 Das Erste

Seyfarth noch mit Problemen

Juliane Seyfarth

Juliane Seyfarth in Ramsau

Juliane Seyfarth konnte noch nicht überzeugen und sprang auf Rang 17. Ihre 85 Meter im zweiten Sprung ließen sie um vier Plätze zurückfallen. Agnes Reisch sammelte als 30. (78 m/78,5 m) zumindest einen Weltcup-Punkt.

Lundby verbessert sich klar

Die Gesamtsiegerin des Vorjahres, Maren Lundby, erwischte keinen guten ersten Sprung. Nach einem Fehler beim Absprung reichten ihre 81,5 Meter nur für Position 19. Im zweiten Durchgang sprang sie zehn Meter weiter und macht noch ordentlich Positionen gut. So wurde sie noch Siebte.

Ramsau ermöglicht Weltcup in diesem Jahr

Eigentlich hätten die Skispringerinnen in diesem Jahr wegen der Absagen durch die Corona-Pandemie keinen Wettkampf gehabt. Die Ausrichter des Weltcups in der Nordischen Kombination in Ramsau hatten sich aber dazu entscheiden, auch einen Spezialspringerinnen-Wettkampf auszurichten. Damit gibt es überhaupt die Möglichkeit für einen internationalen Vergleich vor dem Jahreswechsel.

Nächste Station Ende Januar

Nach dem Springen in Ramsau gehen die Springerinnen aber gleich wieder in die nächste längere Wettkampfpause. Fünf Wochen werden bis zum nächsten Einsatz im slowenischen Ljubno vergehen. "Wir versuchen, die Dinge so zu nehmen, wie sie kommen. Wenn Regierungen, wie etwa in Japan, die Veranstaltungen nicht zulassen, dann müssen wir das akzeptieren", erklärte Bundestrainer Bauer im Vorfeld diplomatisch.

rho | Stand: 18.12.2020, 16:30

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