50 Starter für 50 Plätze: Fis sagt kuriose Skisprung-Qualifikation ab

Schanze unten Springer

Weltcup in Titisee-Neustadt

50 Starter für 50 Plätze: Fis sagt kuriose Skisprung-Qualifikation ab

Es klang wie ein schlechter Witz - und war auch einer: Vor dem Weltcup in Titisee-Neustadt musste zunächst kein Skispringer befürchten, in der Qualifikation zu scheitern. Nun reagierte der Verband.

Beim ersten Weltcup nach der Vierschanzentournee sollten am Freitag (08.01.2021, 16.15 Uhr) genau 50 Starter in Titisee-Neustadt in der Quali antreten, um 50 Plätze auszuspringen. Am Freitagvormittag hatte der Ski-Weltverband FIS ein Einsehen und korrigierte: Statt der geplanten Quali soll nun "ein Prolog" stattfinden.

Quali völlig bedeutungslos

Alle Springer hätten sonst am Freitag eine bestimmte Weite erzielen und am Samstag - völlig unabhängig vom erzielten Ergebnis des Vorausscheides - wieder in der gleichen Reihenfolge starten müssen. Mehr konnte die Bedeutung einer Qualifikation nicht ad absurdum geführt werden.

Viele Nationen mit Mini-Team am Start

Für das deutsche Team sind neben dem Top-Duo Markus Eisenbichler (Siegsdorf) und Karl Geiger (SC Oberstdorf) auch Severin Freund (Rastbüchl), Martin Hamann (SG Nickelhütte Aue), Pius Paschke (WSV Kiefersfelden) und Constantin Schmid (WSV Oberaudorf) dabei.

Andere Nationen treten unmittelbar nach der Vierschanzentournee mit kleinerem Aufgebot oder gar nicht in Titisee-Neustadt an. Der Ski-Weltverband kämpft schon seit ein paar Jahren mit sinkenden Teilnehmerzahlen. Selbst bei der prestigeträchtigen Tournee, bei der früher 70 bis 80 Springer an den Start gingen, waren diesmal nur rund 60 Athleten in den Qualifikationen dabei.

Horngacher: "Wollen vorn mitmischen"

Das deutsche Team freut sich auf den Weltcup. "Wir wissen, wie sehr sich viele Leute und Helfer vor Ort im Schwarzwald engagieren, um für die Springen gute Voraussetzungen zu schaffen. Auf uns wartet eine sehr schöne Schanze, die auch immer sehr gut präpariert ist. Wir hoffen, dass wir in Titisee-Neustadt wieder vorne mitmischen können", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher, der bei der Tour neben Licht (Karl Geiger) auch viel Schatten sah.

Zeitplan
Freitag, 08.01.2021, 16:15 UhrProlog
Samstag, 09.01.2021, 16.00 UhrEntscheidung von der Großschanze
Sonntag, 10.01.2021, 16.30 UhrEntscheidung von der Großschanze

Karl Geiger über die Tour der "extremen Gefühle" Sportschau 06.01.2021 01:50 Min. Verfügbar bis 06.01.2022 Das Erste

dpa/sst | Stand: 08.01.2021, 11:51

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