DSV-Springer trotzen Rückenwind und überstehen Qualifikation

Karl Geiger fliegt durch die Luft in Ruka

Skispringen | Weltcup in Ruka

DSV-Springer trotzen Rückenwind und überstehen Qualifikation

Es war zäh, aber erfolgreich: Die deutsche Skisprung-Mannschaft hat die Qualifikationshürde für das Weltcupspringen am Samstag gemeistert. Bester aus dem DSV-Team: Karl Geiger.

Alle sieben deutschen Skispringer haben sich für das Weltcupspringen am Samstag (16.30 Uhr im Ticker) in Ruka qualifiziert. Bei schwierigen Rückenwind-Bedingungen war Karl Geiger als Qualifikationszweiter mit 132 Metern bester Deutscher. Top-Favorit auf den Sieg ist Dawid Kubacki. Der Pole war mit 135,5 Metern in der Qualifikation der Beste.

"Die Sprünge waren nicht ganz ideal. Ich hoffe, dass wir die kleinen technischen Fehler morgen im Wettkampf noch abstellen können", sagte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF.

Eisenbichler und Paschke punktgleich

Damit spielte er auch auf Markus Eisenbichler an. Der Auftaktsieger sprang auf 126 Meter und damit auf Platz sechs. Diesen Rang teilte sich Eisenbichler, der im Gelben Trikot des Gesamtweltcup-Spitzenreiters unterwegs ist, mit Pius Paschke. Paschke, der im Alter immer besser wird, flog mit viel Selbstvertrauen auf 129 Meter, bekam aber etwas mehr Abzüge.

Hamann diesmal "menschlich" unterwegs

Youngster Martin Hamann, der am vergangenen Wochenende mit einem "unmenschlichen Sprung" für Furore gesorgt hatte, sprang solide und mit 115,5 Metern als 21. locker ins Finale seiner ersten "echten" Weltcup-Saison.

Schmid, Freund und Wellinger mit Mühe in den Wettkampf

Constantin Schmid, flog an seinem 21. Geburtstag mit 106 Metern bei schwierigen Bedingungen mit wenig Anlauf und viel Rückenwind als 34. in das Finale der besten 50. "Das Training war gut, jetzt war es etwas zäh. Das Ziel war, dabei zu sein. Das habe ich geschafft und jetzt schaue ich, dass ich es morgen besser mache", sagte Schmid. Das Tagesziel erreichte auch Andreas Wellinger, der vor sechs Jahren in Ruka gestürzt war und mit der Schanze noch keinen Frieden geschlossen hat. 106,5 Meter reichten aber, um im Wettkampf am Samstag dabei zu sein. "Es fällt mir momentan schwer, aber ich werde daran arbeiten und hoffe, dass der Qualisprung schon die richtige Richtung war."

Auch Routinier Severin Freund hat nach der langen Verletzungspause noch Probleme, flog mit mehr Anlauf als Wellinger und Schmid auf 110 Meter, qualifizierte sich als 36. für den Wettbewerb und gab ehrlich zu, dass er "sich etwas mehr erhofft hatte". "Es war nicht einfach und wenn dann noch der Aufwind fehlt, wird es zäh - vermutlich auch für die Zuschauer", flachste Freund.

Corona - Topspringer aus Österreich fehlen

Die Österreicher sind in Ruka nicht am Start. Nachdem Trainer Andreas Widhölzl sowie Gregor Schlierenzauer und Philipp Aschenwald positiv auf Covid-19 getestet worden, zog Österreich sein A-Team zurück und startete mit der zweiten Mannschaft. Die negativ getesteten Springer aus Österreich sollen am Sonntag nach Finnland zurückkehren und gemeinsam mit allen anderen Springern nach Russland fliegen. Der Internationale Skiverband hat dafür extra einen Charter gebucht, um weiter in der "Blase" unterwegs zu sein.

Dirk Hofmeister | Stand: 27.11.2020, 17:51

Skispringen | Weltcupstand Herren

NameP
1.Halvor Egner Granerud948
2.Markus Eisenbichler684
3.Kamil Stoch622
4.Dawid Kubacki473
5.Piotr Zyla469
Darstellung: