Nach Takanashi-Sieg: Deutsche Skispringerinnen optimistisch vor WM

Die deutsche Skispringerin Katharina Althaus

Skispringen | Weltcup der Frauen in Hinzenbach

Nach Takanashi-Sieg: Deutsche Skispringerinnen optimistisch vor WM

Die deutschen Skispringerinnen kommen kurz vor der WM langsam in Form. Beim Weltcup in Hinzenbach vergab Katharnia Althaus einen möglichen Podestplatz allerdings im zweiten Durchgang.

Katharina Althaus hat beim Skisprung-Weltcup in Hinzenbach ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Nach Rang acht von Samstag wurde Althaus beim Finale am Sonntag (07.02.2021) Siebte - und damit beste Deutsche. Der Sieg ging an die Japanerin Sara Takanashi, die bereits zum 59. Mal im Weltcup ganz oben stand.

Althaus greift nach dem Podest

Althaus konnte nach dem ersten Durchgang und 85,5 Metern auf der Normalschanze in Hinzenbach sogar auf das Podest hoffen, nur 2,6 Punkte war sie von Rang drei entfernt. Ihren zweiten Sprung landete sie dann aber schon bei 81,0 Metern und fiel zurück.

Sara Takanashi mitten im Sprung beim Weltcup in Hinzenbach

Sara Takanashi

So machten das Podest Takanashi (89,0 Meter/92,5 Meter), die Slowenin Nika Kriznar (87,0/90,0 Meter) und Silje Opseth aus Norwegen (85,5/84,5 Meter) unter sich aus.

"Bin vom Kopf bereit"

"Ich war zu spät am Tisch, bin nicht ganz ins Fliegen gekommen. Dann reicht es nicht ganz", ärgerte sich Althaus nach dem Wettkampf im ZDF und blickte trotzdem zuversichtlich auf die in 17 Tagen beginnende Heim-WM in Oberstdorf: "Ich bin vom Kopf bereit und vom Körper eigentlich auch. Es fehlt nicht viel. Ich weiß das. Ich bin ganz froh, dass ich jetzt noch ein paar Tage habe und mich vorbereiten kann."

Rupprecht und Vogt 14. und 16. - "Gern mehr Selbstvertrauen"

Anna Rupprecht und Carina Vogt, die nach langen Verletzungspausen noch auf dem Weg zurück zu alter Form sind, wurden 14. und 16. Rupprecht sprang auf 84,0 und 83,0 Meter und sagte später im ZDF: "Ich hätte gern mehr Selbstvertrauen. Nach so einer langen Verletzungspause wächst das mit jedem Wettkampf. Dafür ist der Sprung in Ordnung."

Mit Blick auf die WM Ende Februar in Oberstdorf ergänzte sie: "Ich glaube, ich kann mich in der Top 15 ganz gut halten und beweisen. Ich bin ganz realistisch und weiß, dass ich nicht ganz nach vorn springen kann. Aber ich will einen guten Wettkampf bei der WM machen."

Vogt: "Sehr glücklich"

Vogt flog im ersten Durchgang auf 82,5 Meter und jubelte nach ihrem Satz auf 85,5 Meter im zweiten Durchgang. "Es war ein richtig guter Sprung zum Abschluss. Ich konnte den Übergang gestalten und das hat mir den Flug erleichtert. Jetzt bin ich endlich über den K-Punkt gekommen ich bin sehr glücklich", sagte sie im ZDF und fügte hinzu: "Ich muss kleine Schritte machen, ich kämpfe mich von einem Sprung zum nächsten."

Agnes Reisch kam mit Weiten auf 84,0 und 82,0 Meter auf Rang 23.

Schwerer Sturz von Norwegerin Kvandal

Überschattet wurde das Springen vom einem schweren Sturz der Norwegerin Eirin Maria Kvandal. Die 19-Jährige, die bereits am Samstag stürzte, konnte ihren Sprung auf 88 Meter nicht landen und musste aus dem Stadion getragen und mit einem Krankenwagen abtransportiert werden. Kurz nach der Landung knickte sie mit dem rechten Knie weg und knallte vornüber in den Schnee. Eine Diagnose steht noch aus.

Dirk Hofmeister | Stand: 07.02.2021, 14:08

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