Maren Lundby ist erste Weltmeisterin auf der Großschanze

Skispringen der Frauen auf der Großschanze - die Zusammenfassung Sportschau 03.03.2021 01:48 Min. Verfügbar bis 03.03.2022 Das Erste

WM-Premiere in Oberstdorf

Maren Lundby ist erste Weltmeisterin auf der Großschanze

Von Wolfram Porr

Bei der WM-Premiere der Frauen auf der Großschanze hat die Norwegerin Maren Lundby als erste Springerin Gold gewonnen. In einer knappen Entscheidung setzte sie sich vor Sara Takanashi und Nika Kriznar durch. Die DSV-Springerinnen hatten mit der Medaillenvergabe nichts zu tun.

Die Olympiasiegerin aus Norwegen ist nun auch Weltmeisterin von der Großschanze. Erstmals wurde in der Geschichte des Frauen-Skispringens in dieser Disziplin ein WM-Titel vergeben. Maren Lundby nutzte die Gunst der Stunde und trug sich als Erste in die Geschichtsbücher ein. Mit Sprüngen auf 128,0 und 130,5 m und tadellosen Haltungsnoten entschied sie den sich anbahnenden Vierkampf um die Medaillen für sich.

Maren Lundby aus Norwegen jubelt

Maren Lundby aus Norwegen jubelt

Die Japanerin Sara Takanashi, die das Frauen-Skispringen über viele Jahre dominiert hatte, gewann Silber (126,0/134,0 m) und konnte die im Gesamtweltcup führende Slowenin Nika Kriznar (126,0/129,0 m) noch auf den Bronzeplatz verdrängen. Für die Österreicherin Sara Marita Kramer, Beste in der Qualifikation, reichte es wie schon im Einzelwettbewerb von der Normalschanze "nur" zum undankbaren vierten Platz. Ema Klinec, Einzelweltmeisterin von der Normalschanze, wurde Sechste.

Lundby "sehr glücklich"

"Das ist ein so besonderer Tag für mich - heute morgen wusste ich nicht einmal, ob ich springen darf. Es war ein Tag mit vielen Aufs und Abs. Wir konnten unsere Abläufe nicht so durchziehen wie sonst. Umso glücklicher bin ich jetzt", sagte Lundby im ZDF und spielte auf den positiven Coronatest ihres Landsmannes Halvor Egner Granerud an, der zusätzliche Tests bei allen Norweger:innen nach sich zog. "Aber heute Abend werde ich auf jeden Fall ein bisschen feiern."

DSV-Springerinnen nach erstem Durchgang zu weit zurück

Katharina Althaus in Oberstdorf

Katharina Althaus in Oberstdorf

Katharina Althaus, nach den jüngsten Leistungen und Platz vier in der Qualifikation die größte deutsche Hoffnung, vergab ihre Medaillenchance bereits mit dem ersten Sprung. Bei allerdings schlechten Windbedingungen kam die 24-Jährige, die auf den Probesprung verzichtet hatte, nur auf 113,5 m - zu wenig, um mit den Besten mithalten zu können. Im zweiten Durchgang reichte es immerhin für 121 m - am Ende bedeutete das Platz zwölf.

Juliane Seyfarth jubelt über Platz zehn

Althaus landete damit etwas überraschend zwei Plätze hinter Juliane Seyfahrth, die Sprünge auf 118,0 und 123,0 m zeigte und damit als beste Deutsche auf Platz zehn kam. Seyfarth jubelte nach ihrer zweiten geglückten Landung - das war besser, als sie das im Vorfeld für möglich gehalten hatte. "Das war mein bester Wettkampf des Winters", freute sich Seyfarth über ihren Top-Ten-Platz.

Anna Rupprecht, die schon beim Gewinn der Goldmedaille im Mixed-Teamwettbewerb hatte aufhorchen lassen, erfüllte mit 116,5 und 118,5 m erneut die Erwartungen. Platz 15 kann sich sehen lassen. Auch Luisa Görlich (106,0 und 112,0 m) kam als 19. noch unter die besten 20 Springerinnen.

Bundestrainer Bauer: Althaus im Pech

"Leider hat Katharina ein bisschen was liegen lassen. Sie war etwas auf der späten Seite und hatte auch noch viel Rückenwind. Sie wäre sonst schon in der Lage gewesen, so 125 m zu springen", analysierte Bundestrainer Andreas Bauer zur "Halbzeit" im ZDF.

Stand: 03.03.2021, 18:57

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