DEL - Ingolstadt schlägt München, Berlin deklassiert Köln

Ingolstadts Petrus Palmu (l) im Duell mit Münchens Chris Bourque

Deutsche Eishockey Liga

DEL - Ingolstadt schlägt München, Berlin deklassiert Köln

Der ERC Ingolstadt hat in der Süd-Gruppe der Deutschen Eishockey Liga (DEL) einen wichtigen Sieg eingefahren. Der Ex-Meister setzte sich bei Red Bull München am Freitag (08.01.2021) in einem packenden Spiel mit 6:4 (2:2, 2:2, 2:0) durch und hat nun einen Punkt mehr auf dem Konto als die Gastgeber. Adler Mannheim führt die Gruppe Süd mit fünf Siegen aus fünf Spielen an. In der Nord-Gruppe schlugen die Eisbären Berlin Köln mit 5:0.

Dreimal gerieten die Münchner in Rückstand, nur zweimal schlugen sie zurück - das 4:4 erzielte Nationalspieler Yasin Ehliz, einer der Silbermedaillengewinner von Pyeongchang 2018. Für Ingolstadt trafen danach noch Justin Feser (57.) und Wayne Simpson (60.).

Für München war es im fünften Saisonspiel die zweite Niederlage. Am vergangenen Samstag hatten sie das Spitzenspiel bei den Adlern Mannheim mit 2:3 nach Penaltyschießen verloren. In der Tabelle der Gruppe Süd sind die Münchner Dritter vor dem viertplatzierten ERC.

Mannheim siegt im Spitzenspiel

Im Duell der beiden ungeschlagenen Teams der Gruppe setzte sich Mannheim schon am Donnerstag (07.01.2021) in eigener Halle mit 3:2 (2:1, 1:0, 0:1) durch und feierte den fünften Sieg im fünften Saisonspiel.

DEL - Mannheim schlägt Schwenningen knapp Morgenmagazin 08.01.2021 01:31 Min. Verfügbar bis 08.01.2022 Das Erste

Mannheim ging durch Tore von Stefan Loibl (6.) und Matthias Plachta (12.) mit 2:0 in Führung, Boaz Bassen (12.) konterte für Schwenningen. David Wolf (37.) sorgte für das 3:1. Tyson Spink (57.) sorgte nur noch für Schwenningens Anschlusstor. Die Adler hatten vor dem Spiel mitgeteilt, dass der kanadische Zugang Craig Schira positiv auf das Coronavirus getestet worden sei.

DEG gewinnt nach Verlängerung in Iserlohn

Ein packendes Spiel lieferten sich die Iserlohn Roosters und die Düsseldorfer EG in der Nordgruppe - die DEG gewann 6:5 nach Verlängerung (4:1, 0:4, 1:0, 1:0). Brent Aubin traf für Iserlohn zum 1:0 (6.), aber Matthew Carey (9.), Alexander Barta (12.) sowie zwei Mal Daniel Fischbuch (14., 17.) sorgten für eine scheinbar klare Düsseldorfer 4:1-Führung zur ersten Pause.

Iserlohns Brent Raedeke (l.) im Duell gegen Düsseldorfs und Alexander Ehl

Iserlohns Brent Raedeke (l.) im Duell gegen Düsseldorfs und Alexander Ehl

Mit drei Toren von Casey Bailey (21., 27., 36.) sowie einem weiteren von Joseph Whitney (29.) ging dann Iserlohn in Führung. Doch Mathias From (43.) und in der Verlängerung erneut Fischbuch (63.) stellten den Sieg der DEG sicher.

Augsburg mit erstem Sieg im fünften Spiel

Im fünften Anlauf holten die Augsburger Panther bereits am Mittwoch ihren ersten Saisonsieg. Dank eines Doppelpacks von Spencer Abbott (9./33.) gewannen die Gäste mit 2:1 (1:0, 1:1, 0:0) bei den Straubing Tigers, bleiben aber mit drei Punkten Letzter in der Süd-Gruppe. Für die Tigers traf Brandon Gormley (26.).

Bremerhaven schlägt Wolfsburg klar

Miha Verlic, Alex Friesen und Carson McMillan (v.l.) von den Pinguins Bremerhaven jubeln

Miha Verlic, Alex Friesen und Carson McMillan (v.l.) von den Pinguins Bremerhaven jubeln

Die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven gewannen am Mittwoch das Nordduell gegen die Grizzlys Wolfsburg klar. Durch einen 5:2 (1:1, 3:1, 1:0)-Sieg kletterte Bremerhaven in der Nord-Gruppe nach dem dritten Erfolg in Serie auf Rang drei. Wolfsburg steht dagegen auf dem vorletzten Tabellenrang.

Die Gäste gingen durch einen Treffer von Spencer Machacek nach neun Minuten in Führung. Danach spielte erstmal nur noch Bremerhaven. Anders Krogsgaard gelang im ersten Durchgang der 1:1-Ausgleich (17. Minute), dann schossen Jan Urbas (27.), Miha Verlic (35.) und Niklas Andersen (36.) die Pinguins im Mitteldrittel zu einem beruhigenden 4:1. Ryan Button (39.) konnte für die Grizzlys noch verkürzen. Dominik Uher sorgte kurz vor Schluss für den 5:2-Endstand (59.).

Eisbären deklassieren Köln

Die Eisbären Berlin siegten am Freitagabend gegen die Kölner Haie souverän mit 5:0 (2:0, 2:0, 1:0). Kris Foucault steuerte zwei Tore zum Erfolg der Berliner bei. Außerdem trafen Matt White, Parker Tuomie und Frank Hördler.

Vor leeren Rängen in der Arena am Ostbahnhof gelang den Gastgebern ein Blitzstart. White traf bereits nach 44 Sekunden. Wenige Minuten später baute Tuomie den Vorsprung nach einem Sololauf aus. In einem intensiven Spiel hatten auch die Gäste durchaus einige Torchancen, vermochten diese aber nicht zu nutzen.

Die Berliner blieben im zweiten Drittel das effizientere Team. Erst erhöhte Foucault, dann war Kapitän Hördler nach starker Vorarbeit von Giovanni Fiore in Unterzahl erfolgreich.

Haie: Goalie-Tausch bleibt wirkungslos

Im Schlussabschnitt ersetzte Hannibal Weitzmann den früheren Eisbären-Goalie Justin Pogge im Kölner Tor. Doch schon nach 49 Sekunden musste sich der junge Keeper geschlagen geben. Foucalt sorgte mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung.

Danach brachten die Berliner den Vorsprung sicher über die Zeit. Torhüter Mathias Niederberger konnte am Ende seinen zweiten Shutout der Saison feiern.

dpa/sid | Stand: 08.01.2021, 22:58

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