Angreifer Sasa Kalajdzic vom VfB Stuttgart

Fußball | Bundesliga Kalajdzic-Verbleib beim VfB? "Wahrscheinlichkeit maximal fünf Prozent"

Stand: 22.06.2022 10:42 Uhr

Bleibt Sasa Kalajdzic beim VfB Stuttgart? Oder verlässt der Stürmer die Schwaben noch in diesem Sommer? Wenn ja: Wohin geht der Österreicher? Sein Berater Sascha Empacher hat gegenüber SWR Sport Stellung bezogen.

Es ist das Thema, das die Fans des VfB Stuttgart seit Wochen umtreibt: Was passiert mit Sasa Kalajdzic? Laut Medienberichten beschäftigen sich nicht nur die beiden deutschen Topvereine FC Bayern und Borussia Dortmund mit dem Stürmer aus Österreich, sondern Spitzenklubs aus halb Europa. Und das trotz der eher durchschnittlichen Quote von sechs Toren und zwei Assists in der abgelaufenen Saison.

Ein Profil, das viele Klubs auf den Plan ruft

Die Zahlen täuschen allerdings. So fehlte Kalajdzic mehr als die halbe Saison, wegen einer schweren Schulterverletzung, Wadenproblemen oder einer Corona-Infektion. Gerade im Schlussspurt der Spielzeit bewies der 24-Jährige seinen Wert. Mit wichtigen Treffern, aber auch als "Wandspieler", der Platz und Gelegenheiten für seine Mitspieler generiert oder aufgrund seiner Länge von exakt zwei Metern viele "erste Bälle" festmacht. Kalajdzic ist ein echter Mittelstürmer. Ein sogenannter Zielspieler, der sogar noch ein enorm großes Spielverständnis und für seine Größe eine sehr gute Technik hat. Das macht ihn auf dem Transfermarkt so begehrt - und deswegen liegt seine Zukunft auch nicht in Stuttgart.

Kalajdzic will den nächsten Schritt gehen

Das bestätigt auch sein Berater Sascha Empacher im Gespräch mit SWR Sport. "Die Chance, dass Sasa in Stuttgart bleibt, liegt bei maximal fünf Prozent", sagte der Mann von der Agentur SPOCS Global Sports. Sein Klient wolle jetzt den nächsten Schritt auf der Karriereleiter machen und daher den VfB verlassen.

Kalajdzic-Verbleib beim VfB? "Wahrscheinlichkeit liegt bei unter fünf Prozent"

Das Kalajdzic seinen 2023 auslaufenden Vertrag noch einmal verlängert, um dann im nächsten Sommer die Schwaben zu verlassen, ist laut Empacher kein Thema. Zuletzt war dieses Modell kolportiert worden: Der Stürmer wolle demnach dem VfB auf jeden Fall Geld generieren, ein ablösefreier Wechsel sei ausgeschlossen. Diese vermeintliche Absprache gibt es laut Empacher nicht.

Konkret ist indes das Interesse mehrerer Klubs aus der englischen Premier League an Kalajdzic, so der Berater weiter. Und auch in Frankreich beschäftigen sich Vereine mit dem Stürmer.

Und was ist mit dem FC Bayern und dem BVB? Klar ist: Bei den Schwarz-Gelben wird Kalajdzic nicht der Nachfolger von Erling Haaland, der für 75 Millionen Euro zu Manchester City gewechselt ist. Empacher bestätigte, dass die Borussen mittlerweile von einer Verpflichtung Abstand genommen haben. Laut Medienberichten steht der BVB vor einer Verpflichtung von Sebastien Haller von Ajax Amsterdam - ein ähnlicher Stürmertyp wie Kalajdzic.

BVB ist raus aus dem Rennen um Kalajdzic

Haller, der früher auch für Eintracht Frankfurt spielte, ist in seiner Entwicklung schon weiter als Kalajdzic, erzielte alleine in der Champions League in der abgelaufenen Spiezeit in acht Partien elf Treffer. Dafür ist er auch vier Jahre älter als der Noch-Stuttgarter, der im Idealfall beim neuen Klub eine ähnliche Entwicklung wie Haller nehmen will.

Viel Konkurrenz beim FC Bayern

Ob Kalajdzic diese beim FC Bayern nehmen könnte? Laut Empacher ist der Österreicher beim deutschen Rekordmeister noch immer ein Thema. Aber noch steht mit Robert Lewandowski der beste Stürmer des abgelaufenen Bundesliga-Jahrzehnts beim FCB unter Vertrag - auch wenn der Pole den Klub verlassen will. Zudem haben die Münchner gerade Sadio Mane vom FC Liverpool verpflichtet - ebenfalls ein anderes Kaliber als Kalajdzic. Dazu kommen Spieler wie Thomas Müller, Serge Gnabry, Joshua Zirkzee oder Eric-Maxime Choupo-Moting, die allesamt im Angriff spielen oder zumindest spielen können. Die Konkurrenz bei den Bayern wäre also sehr groß, Spielzeit trotz mehrerer Wettbewerbe und Rotation nicht garantiert.

So ist aktuell noch vieles offen. Klar scheint nur, dass Kalajdzic den VfB verlassen wird. Der Abgang kann allerdings noch eine Weile dauern. "Das Transferfenster schließt am 01. September", so Berater Empacher: "50 Prozent der Wechsel finden in den letzten beiden Wochen statt."