Trainer Ole Werner von Werder Bremen

NDR-Sport Werder Bremen gelassen nach Aue - Toprak und Co. dabei

Stand: 08.05.2022 07:47 Uhr

Die Heimniederlage gegen Kiel hat Werder Bremen im Aufstiegsrennen der zweiten Fußball-Bundesliga zurückgeworfen. Vor der Partie heute in Aue versuchen die Hanseaten, dennoch Gelassenheit auszustrahlen.

Das Ergebnis in Düsseldorf am Freitagabend dürfte die "entspannte" Herangehensweise der Bremer noch unterstützen. Dort kassierte der Tabellenzweite Darmstadt eine 1:2-Niederlage. Damit würde Werder heute bei Erzgebirge Aue (13.30 Uhr, im NDR Livecenter) sogar ein Remis reichen, um auf Rang zwei zu klettern, den aktuell der Hamburger SV belegt, der am Sonnabend Hannover besiegte.

Werder-Trainer Ole Werner hat den Rückschlag gegen Kiel schon längst abgehakt und blickt nach vorne: "Jetzt sind wir die Jäger, und es geht darum, Druck aufzubauen auf die Mannschaften, die vor uns liegen und die sechs Punkte zu holen, die noch möglich sind. Es gibt keinen Grund, warum wir davon nicht überzeugt sein sollten. Wir haben diese Qualität."

Toprak, Veljkovic und Groß wieder fit

Zudem sind bei den Hanseaten bis auf Jean-Manuel Mbom, der sich die Achillessehne gerissen hat, "alle Mann an Bord", wie Werner mitteilte. Die zuletzt verletzten Milos Veljkovic und Christian Groß und vor allem Abwehrchef Ömer Toprak, der seit dem 1:1 auf St. Pauli vor einem Monat fehlte, sind einsatzbereit. "Wir sind heiß ohne Ende", sagte der Werder-Coach. "Es herrscht bei uns eine gute Mischung aus Anspannung, Konzentration und Freude am Fußball."

Werder-Coach Werner: "Jetzt ist Aue dran"

Um die Maximalausbeute zu schaffen, haben die Norddeutschen in der Vorbereitung nichts unversucht gelassen. Sie trainierten oft unter Ausschluss der Öffentlichkeit, die Spieler durften zudem keine Interviews geben. "Niederlagen zu verarbeiten und den Blick aufs nächste Spiel zu richten, ist unser Job", erklärte Werner. "Ich habe super Spieler in der Mannschaft und einen super Charakter in der Truppe. Jetzt geht es nach vorne, jetzt ist Aue dran."

"An letzten Spieltagen passiert immer was Verrücktes"

Seine Mannschaft habe schon mehrfach in dieser Saison gezeigt, dass sie mit Rückschlägen umgehen könne, so der Werder-Coach: "Man darf sich nicht mit Dingen aufhalten, die hinter einem liegen. Mir war immer klar, dass das Ding bis zum 34. Spieltag geht und erst dann entschieden wird."

Zum Saisonfinale in der kommenden Woche hat Werder Jahn Regensburg zu Gast und könnte im eigenen Stadion den Aufstieg feiern - vorausgesetzt natürlich, es gibt zuvor beim Tabellenvorletzten in Aue einen Sieg - und die Konkurrenz patzt. Darauf setzt auch Werner: "An den letzten beiden Spieltagen passiert in der Regel immer irgendetwas Verrücktes."

Mögliche Aufstellungen:

Aue: Klewin - Carlson, Gonther, Ballas, Strauß - Messeguem, Fandrich - Kühn, Nazarov, Hochscheidt - Trujic
Werder: Pavlenka - Veljkovic, Toprak, Friedl - Weiser, Groß, Jung - Bittencourt, Schmid - Füllkrug, Ducksch

Dieses Thema im Programm:
Sportclub | 08.05.2022 | 22:35 Uhr