Leipzigs Torwart Domenico Ebner jubelt.

Handball | Bundesliga Ebner überragt erneut - SC DHfK Leipzig zittert sich zum Sieg gegen Stuttgart

Stand: 07.03.2024 21:07 Uhr

Der SC DHfK Leipzig bleibt weiter in der Erfolgsspur. Gegen den TVB Stuttgart sprang am Donnerstag dank einer erneut überragenden Leistung von Schlussmann Domenico Ebner der dritte Sieg in Serie heraus. Allerdings musste bis zum Schluss gezittert werden.

Der 27:25 (16:10)-Erfolg der Leipziger war nichts für schwache Nerven. Bis zehn Minuten vor Schluss hatte das Team von Trainer Runar Sigtryggsson das Spiel komplett unter Kontrolle, ehe Stuttgart noch einmal herankam.

Am Ende war es Torhüter Domenico Ebner, der den Sieg festhielt. Schon im Hinspiel hatte der Italiener, der sich aktuell in Topform befindet, mit einer starken Leistung geglänzt. Auch dieses Mal war er Mann des Abends, was 18 Paraden eindrucksvoll belegen. Bester Werfer des SC DHfK, der mit nunmehr 21:25 Punkten auf Rang acht vorrückt, war Viggo Kristjansson. Der Isländer erzielte gegen seinen Ex-Verein sieben Tore.

Ebner glänzt schon in Halbzeit eins

Leipzig knüpfte ab der ersten Minute an die zuletzt gezeigten Leistungen gegen den Bergischen HC und Melsungen an und erarbeitete sich schnell eine Zwei-Tore-Führung. Stuttgart leistete sich immer wieder Abspielfehler, was der SC DHfK ohne Mühe ausnutzen konnten. Auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich nach zwölf Minuten (5:5) ließen sich die Gäste nicht beirren und spielten ihre Tempogegenstöße weiter gnadenlos aus.

Weil im Anschluss auch die Abwehr mit einer flexiblen 6-0/5-1-Deckung funktionierte, Ebner im Tor der Leipziger mit einer Parade nach der anderen glänzte und zwischenzeitlich auf eine Quote von 50 Prozent gehaltener Bälle kam, schraubte der SC DHfK das Ergebnis bis zur Halbzeit beruhigend in die Höhe (16:10).

Luca Witzke SC DHfK Leipzig, 07 beim Torwurf, links Patrick Zieker TVB Stuttgart, 25, rechts Adam Loenn TVB Stuttgart 11.

Luca Witzke trifft für den SC DHfK Leipzig, der das Geschehen in Stuttgart bis in die Schlussphase komplett unter Kontrolle hatte.

Leipzig muss bis zum Schluss zittern

Auch nach der Pause blieb Leipzig seinem Spiel zunächst treu und hielt den Druck hoch. Stuttgart mühte sich weiter in der Offensive, musste sich jeden Treffer aber hart erarbeiten. Ganz anders der SC DHfK, der seine Angriffe schnörkellos zu Ende brachte und seinen Vorsprung zwischenzeitlich sogar ausbaute.

Umso unerklärlicher, dass die Leipziger zehn Minuten vor Schluss den Faden verloren. Plötzlich fehlte die Spritzigkeit in den Aktionen, Stuttgart kam zu einfachen Ballgewinnen und kämpfte sich Stück für Stück heran. Zudem trumpfte nun auch TVB-Schlussmann Miljan Vujovic mit einigen Paraden auf. 120 Sekunden vor Schluss war der Vorsprung auf ein Tor zusammengeschmolzen. Doch Ebner hielt den Sieg für sein Team mit der nächsten starken Aktion fest, ehe Staffan Peter die Leipziger sieben Sekunden vor Ende endgültig erlöste.

jsc/dpa