Tour de France - Cavendish gewinnt Sprintankunft in Valence

10. Etappe - die Zusammenfassung Sportschau 06.07.2021 02:27 Min. Verfügbar bis 06.07.2022 Das Erste

108. Frankreich-Rundfahrt

Tour de France - Cavendish gewinnt Sprintankunft in Valence

Mark Cavendish hat die zehnte Etappe der Tour de France gewonnen. Der Brite setzte sich am Ende im Massensprint durch.

Mark Cavendish fährt jubelnd über die Ziellinie bei der 10. Etappe der Tour de France

Mark Cavendish rüttelt mit aller Macht am Thron des großen Eddy Merckx: Der britische Sprint-Star hat auch den dritten Massensprint der 108. Tour de France gewonnen und ist nur einen Sieg vom "ewigen" Etappenrekord der belgischen Rad-Ikone entfernt. Im stürmischen Finale der 190,7 Kilometer langen 10. Etappe in Valence ließ der Mann im Grünen Trikot am Dienstag (06.07.2021) den Rivalen um Andre Greipel erneut keine Chance.

Greipel auf Platz sieben

Cavendish verwies die Belgier Wout Van Aert (Jumbo-Visma) und Jasper Philipsen (Alpecin-Fenix) auf die Plätze. Routinier Greipel (Israel Start-up Nation) belegte als bester Deutscher den siebten Rang.

10. Etappe - die letzten drei Kilometer Sportschau 06.07.2021 04:22 Min. Verfügbar bis 06.07.2022 Das Erste

Sprint mustergültig vorbereitet

Cavendish hat seit 2008 nun 33 Tageserfolge bei der Frankreich-Rundfahrt erzielt - einen weniger als Merckx. Seinen jüngsten hatte er vor allem der herausragenden Vorarbeit seines Teams Deceuninck-Quick Step zu verdanken, das dem 36-Jährigen den Sprint mustergültig vorbereitet hatte. Dass Rivalen wie der Belgier Tim Merlier oder der Franzose Arnaud Demare das Rennen in den Alpen unfreiwillig beendet hatten, kam dem Briten zusätzlich entgegen.

"Fast nix gemacht"

"Ich habe fast nix gemacht außer die letzten paar Meter schnell zu fahren", sagte Cavendish: "Das war die alte Schule, wie man es im Radsport-Lehrbuch nachlesen kann. Ich hatte gutes Selbstvertrauen, dass es gut läuft, ich bin ein gesegneter Mann. Wir haben so gute Leute im Team dabei."

Pogacar weiter in Gelb

Kaum Gefahr für die Führung in der Gesamtwertung ging für Tadej Pogacar von der weitgehend ruhig verlaufenen Etappe aus. Der slowenische Titelverteidiger rollte im Gelben Trikot mit dem Hauptfeld ins Ziel.

Merckx verfolgt Cavendishs Siegeszug derweil gelassen. "Das kostet mich keinen Schlaf. Rekorde sind da, um gebrochen zu werden", hatte der 76 Jahre alte Belgier zuletzt gesagt. Viele seiner Bestmarken seien für Cavendish schließlich unerreichbar: "Mark Cavendish wird nie fünfmal die Tour de France gewinnen. Und er wird auch nie 96 Tage in Gelb fahren. Und was ist wohl das Wichtigste?"

Fluchtversuch nach dem Start

10. Etappe - die Siegerehrung Sportschau 06.07.2021 10:24 Min. Verfügbar bis 06.07.2022 Das Erste

Der Belgier Tosh Van Der Sande (Lotto-Soudal) und Hugo Houle aus Kanada (Astana-Premier Tech) begannen kurz nach dem Start in der Olympiastadt Albertville ihre wenig aussichtsreiche Flucht. Das Duo wurde an "der langen Leine" gelassen, der Vorsprung vom Peloton kontrolliert. 36 Kilometer vor dem Ziel war die Flucht beendet.

Schwierige Bedingungen

Nach dem Zusammenschluss des Feldes erschwerte stürmisches Wetter im Departement Drome das Finale. Dunkle Wolken zogen am Himmel über Valence auf, starke Seitenwinde sorgten auch bei den Klassementfahrern für Hektik und teilten das Feld in mehrere Teile. Cavendish wurde von seinem Team an der Spitze positioniert, auch Greipel hielt sich in seiner Nähe auf und lauerte auf einen erneuten Triumph in Valence. Immerhin reichte es zur bislang besten Platzierung bei dieser Tour. Nicht mehr dabei war Jonas Koch, der als zweiter deutscher Radprofi ausstieg. Der 28-Jährige ging nach Angaben seines Teams Intermarche-Wanty-Gobert wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr an den Start.

10. Etappe - die komplette Übertragung Sportschau 06.07.2021 03:59:33 Std. Verfügbar bis 31.12.2021 Das Erste

Gleich zwei Mal über Mont Ventoux

Am Mittwoch kehrt einer der vier "heiligen Berge" nach fünf Jahren zurück ins Tour-Programm - und wie. Die 198,9 Kilometer lange elfte Etappe führt gleich zwei Mal über den legendären Mont Ventoux. Das Ziel befindet sich aber nicht auf dem Gipfel des kahlen Riesen. Nach der zweiten Auffahrt nehmen die Fahrer noch die Abfahrt nach Malaucene.

sid/dpa/red | Stand: 06.07.2021, 18:13

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