Vor 60 Jahren - Formel-1-Pilot Berghe von Trips verunglückt tödlich

Der Rennfahrer Wolfgang Graf Berghe von Trips war Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre ein äußerst populärer Rennfahrer. Obwohl er den wenig charmanten Beinamen "Graf Bruch" trug, war er ein durchaus erfolgreicher Fahrer, der im Laufe seiner Karriere sechs Podienplätze mit zwei Siegen errang. Graf Berghe von Trips verunglückte am 10. September 1961 beim "Großen Preis von Italien" in Monza.

Unfall in Monza

Vor 60 Jahren - Formel-1-Pilot Berghe von Trips verunglückt tödlich

Am 10. September 1961 verunglückt Wolfgang Graf Berghe von Trips beim Formel-1-Rennen in Monza tödlich - 15 Zuschauer sterben ebenfalls.

Ein Sieg fehlt Wolfgang Alexander Reichsgraf Berghe von Trips noch, um sensationell erster deutscher Formel-1-Weltmeister überhaupt zu werden. Doch schon kurz nachdem Berghe von Trips an diesem Sonntag, dem 10. September 1961, in Monza in seinen Ferrari 156 steigt, passiert ein schrecklicher Unfall.

Posthum Vizeweltmeister

In Runde zwei berühren sich sein Bolide und der Lotus von Jim Clark kurz vor der Parabolica - folgenschwer. Denn bei 230 Stundenkilometern fliegt Berghe von Trips mit seinem Ferrari zur Seite, durchschlägt einen viel zu dünnen Zaun und landet in der Zuschauermenge. Berghe von Trips, 33 Jahre alt, bricht sich das Genick und ist sofort tot - 15 Zuschauer sterben, 60 weitere werden verletzt. Der gebürtige Kölner wird schließlich posthum Vizeweltmeister, den Titel holt sein Teamgefährte Phil Hill.

"Axel Linther" und "Count Crash"

Gut zehn Jahre nachdem Berghe von Trips seine Rennsportkarriere unter dem Pseudonym "Axel Linther" gestartet hat, nimmt seine Laufbahn an diesem Tag ein tragisches Ende. Der Graf hatte sich für das Alias entschieden, weil seine Eltern sich stets große Sorgen um ihren Sprössling machten, wenn der einen Rennwagen bestieg. Aufgrund seiner riskanten Fahrweise hatte Berghe von Trips Ende der 1950er Jahre zeitweise den Spitznamen "Count Crash" ("Graf Unfall) erhalten.

Der englische Spielfilm "La Passione" von 1996 handelt von einem zehnjährigen Jungen, dessen Begeisterung für den Rennsport, für Ferrari und speziell für den deutschen Fahrer ihn sein ganzes Leben über begleitet. Im Film ist unter anderem eine Originalfahrt des Deutschen über die Strecke von Monza aus dem Jahr 1960 zu sehen.

Der "verlorene Weltmeister" gilt bis heute als Ikone des Rennsports, seine Geschichte und ihr tragisches Ende gehen als "schwarze Stunde der Formel 1" in die Geschichte ein.

red | Stand: 05.09.2021, 18:38

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