Handball - EHF lehnt Antrag auf Verlegung des Länderspiels ab

Tobias Reichmann jubelt

EM-Qualifikation Deutschland gegen Bosnien-Herzegowina

Handball - EHF lehnt Antrag auf Verlegung des Länderspiels ab

Der Antrag von Bosnien-Herzegowina, das für Donnerstag angesetzte EM-Qualifikationsspiel gegen Deutschland zu verlegen, ist abgelehnt worden. Das bestätigte die Europäische Handballföderation EHF gegenüber der Sportschau. Damit kann das Spiel wie geplant um 16.15 Uhr stattfinden.

Der bosnische Handballverband hatte zuvor positive Tests des ehemaligen Bundesligaspielers Faruk Vrazalic (CSM Bukarest) und von Dino Hamidovic (RK Trimo Trebnje) bestätigt. Außerdem befänden sich Admir Ahmetasevic und Elmir Gradjan in Isolation, weil sie mit Vrazalic und Hamidovic Kontakt gehabt hätten.

Das bosnische Portal "klix.ba" hatte am Montagabend Nationaltrainer Bilal Suman zitiert: "Die Spieler sind in ihren Zimmern, das Essen wird ihnen einzeln geliefert und am Dienstag haben wir einen neuen Test, nach dem wir uns mit den Leitern der EHF (europäischer Handballverband, d. Red.) über die nächsten Schritte beraten werden". Suman halte es für "praktisch unmöglich", das Spiel in Düsseldorf auszutragen.

Handball - Deutschland gegen Bosnien-Herzegowina findet statt

Sportschau 03.11.2020 00:33 Min. Verfügbar bis 03.11.2021 ARD Von Nicole Seyffert


Dissinger wieder abgereist

Bosniens Torhüter Benjamin Buric vom Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt hatte der dänisch-deutschen Tageszeitung "Flensborg-Avis" schon zuvor gesagt: "Wir sind aktuell noch sieben spielfähige Spieler. Seit Samstag sind noch weitere Corona-Fälle dazugekommen und die Tests von heute sind noch gar nicht ausgewertet. So wollen wir nicht gegen Deutschland spielen." Laut Angaben des bosnischen Verbands kamen am Montag lediglich 14 Spieler in Sarajevo zusammen, zwölf Akteure mussten wegen positiver Coronatests oder Quarantänemaßnahmen passen.

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Eine coronabedingte Abreise gab es am Montag auch im deutschen Team. Christian Dissinger verabschiedete sich aus dem Kreis der Nationalmannschaft. Im Umfeld seines Vereins Vardar Skopje habe es weitere Corona-Fälle gegeben, berichtete der DHB.

Zwölf Akteure müssen passen

Im deutschen Team war auch eine grundsätzliche Verunsicherung spürbar. "Wenn so viele Spieler aus so vielen Ländern zusammenkommen, dann ist die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass zumindest einer das hat", sagte Abwehrchef Hendrik Pekeler dem NDR: "Und dann befürchte ich einfach, dass es sich wie ein Lauffeuer ausbreiten kann."

Seine Frau habe schon gesagt, dass sie zunächst "woanders schlafen" werde. Die Pekelers hätten ein zwei Monate altes Baby und zwei Töchter mit "leichtem Asthma". "Deswegen versuchen wir, die Kinder - so weit es geht - zu schützen", sagte Pekeler. Momentan, ergänzte Kreisläufer Patrick Wiencek mit einem "mulmigen Gefühl", rücke der Sport in den Hintergrund.

Bundestrainer Gislason: "Ich warte seit Februar auf mein Debüt" Sportschau 01.11.2020 10:51 Min. Verfügbar bis 01.11.2021 Das Erste

red/sid/dpa | Stand: 03.11.2020, 17:57

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