Deutschland gegen Russland - die Zusammenfassung

Sportschau 25.01.2022 04:51 Min. Verfügbar bis 25.01.2023 Das Erste

Handball | EM

Versöhnlicher Abschluss für deutsche Handballer - Sieg gegen Russland

Stand: 25.01.2022, 19:35 Uhr

Die deutschen Handballer haben sich bei der Europameisterschaft einen gelungenen Abschluss beschert und gegen Russland gewonnen. Damit schließen sie die Hauptrundengruppe auf Platz vier ab.

Von Robin Tillenburg

Das DHB-Team siegte am Dienstagabend (25.01.2022) gegen die ebenfalls zuvor bereits ausgeschiedenen Russen mit 30:29 (16:12) und zog damit in der Hauptrundentabelle noch an ihnen vorbei auf Platz vier. Beste Schützen waren Johannes Golla, Patrick Zieker und Tobias Reichmann mit je fünf Treffern. Russlands Sergei Kosorotov erzielte acht Tore.

Guter Start für Rebmann und Co.

Nach den positiven Coronatests bei Simon Ernst und Patrick Wiencek, beide echte Abwehrsäulen, war besonders interessant, wie die ja ohnehin durch Corona durchgewürfelte deutsche Mannschaft ihre Defensivaufgaben lösen würde. Im Tor begann Daniel Rebmann, den Innenblock bildeten Golla und Julian Köster.

Bundestrainer Alfred Gislason konnte mit dem Start seines Defensivverbunds durchaus zufrieden sein. Rebmann entschärfte zudem einige freie Würfe, und auch die Offensive um Spielmacher Philipp Weber zeigte sich spielfreudig. Beim 10:6 für die Deutschen rief Russlands Trainer-Ikone Velimir Petkovic seine Mannschaft erstmals für eine Auszeit zusammen.

Johannes Golla: "Gutes Gefühl, uns so zu verabschieden"

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Wechselhafter Spielverlauf - mäßiges spielerisches Niveau

Weil das DHB-Team sich dann einige unvorbereitete Würfe leistete, kamen die Russen wieder zurück. Fünf Minuten dauerte es, da stand es schon wieder 10:10. Nun war es Gislason, der nach knapp zwanzig gespielten Minuten Redebedarf hatte. Die Ansagen des Isländers fruchteten offenbar, denn die deutsche Mannschaft ging nun achtsamer mit dem Ball um und warf zur Pause ein verdientes 16:12 heraus.

Gislason: "Das war eine Riesenleistung der Mannschaft"

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Doch es blieb ein wechselhaftes Spiel. Keine 90 Sekunden waren in Durchgang zwei gespielt, da stand es nur noch 16:15, weil die Deutschen mehrere freie Wurfgelegenheiten ausließen und hinten nicht immer konsequent gegen den Mann arbeiteten. Die Russen deckten ihrerseits nun auch offensiver - was den ein oder anderen Fehler provozierte.

Das ganz hohe Niveau anderer Spiele bei diesem Turnier hatte diese Partie in dieser Phase nicht mehr - womöglich auch körperlich bedingt. Nach 43 Minuten hatte Gislason abermals genug gesehen und rief sein Team, das auch immer wieder mit den Unparteiischen haderte, zu mehr Konzentration.

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Russland legt vor, Deutschland gleicht aus - dann trifft Zieker

Mit einem 24:24 ging es schließlich in die letzten zwölf Minuten, die die DHB-Auswahl mit Routinier Johannes Bitter zwischen den Pfosten bestritt. Die Russen legten nun konsequent ein Tor vor und die Deutschen glichen aus. Diese Serie hatte Bestand bis in die Schlussminute. Dort traf Zieker wunderschön per Kempa-Trick zum 30:29. Die verbleibenden zehn Sekunden überstand das DHB-Team schadlos - und war sichtlich erleichtert.

"Es ist ein gutes Gefühl, sich so zu verabschieden", sagte Kapitän Johannes Golla im ZDF: "Wir wollten mutigen Handball spielen und die Zuschauer begeistern, heute hat das funktioniert." Und auch der Bundestrainer lobte noch einmal den Charakter des Teams.

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