NHL - Vancouver Canucks in großer Corona-Not

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Eishockey

NHL - Vancouver Canucks in großer Corona-Not

Besorgniserregende Entwicklung bei den Vancouver Canucks: Mindestens 17 Spieler und Trainer der kanadischen Franchise in der nordamerikanischen Eishockeyliga NHL sollen inzwischen auf der sogenannten Covid-Liste stehen. Nach Medienberichten haben sich einige Spieler mit der brasilianischen Variante des Virus angesteckt.

Der Sender "ESPN" beruft sich dabei auf eine anonyme Quelle, die Berichte kanadischer Medien bestätigt habe. Demnach sei bei einigen der Infizierten die ansteckendere Mutante P.1 nachgewiesen worden, gemeinhin als brasilianische Variante bekannt.

Laut "ESPN" befinden sich14 Spieler und drei Trainer der Canucks auf der Covid-Liste. Dies heißt aber nicht zwingend, dass diese 17 auch infiziert seien. Auch isolierte Spieler, die nahen Kontakt zu positiv Getesteten hatten, kommen auf die Liste.

Vermutung: alle positiv

Journalist und NHL-Experte Darren Dreger vermeldete am Sonntag sogar, dass mehr als 20 Spieler und Trainer auf der Liste stünden. Es sei davon auszugehen, dass in den kommenden Tagen der gesamte Stab an Spielern, Trainern und Betreuern positiv getestet werde.

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Nach den ersten aufgetretenen Fällen hatte die Liga mehrere Spiele Vancouvers abgesetzt. Dass die Canucks, wie bislang von der NHL geplant, am 6. April ins Training einsteigen und am 8. April wieder spielen, scheint ausgeschlossen. Eine Reaktion der Liga auf die neuerlichen Fälle steht noch aus.

Auch Marc Michaelis betroffen

Auch der deutsche Eishockey-Nationalspieler Marc Michaelis gehört seit Sonntag zu den Betroffenen des massiven Corona-Ausbruchs. Der frühere Mannheimer wurde zusammen mit Verteidiger Jalen Chetfield zur Liste der infizierten Spieler hinzugefügt.

Siege für vier deutsche Profis

In den Spielen am Samstag (03.04.2021/Ortszeit) fuhren vier deutsche Profis mit ihren Mannschaften Siege ein. Tim Stützle gewann mit den Ottawa Senators bei den Montreal Canadiens und bereitete beim 6:3-Erfolg das zwischenzeitliche 4:2 vor.

Die Minnesota Wild mit Nico Sturm drehten die Partie gegen die Vegas Golden Knights im Schlussabschnitt und bezwangen den Zweiten der West-Division auswärts mit 2:1. Angreifer Sturm fiel mit zwei Checks und drei geblockten Schüssen jedoch eher in der Defensive auf.

Sabres gewinnen im Penaltyschießen

Noch spannender machten es Tobias Rieder und die Buffalo Sabres. Im Heimspiel gegen die New York Rangers fiel die Entscheidung erst im Penaltyschießen, in dem Tage Thompson den entscheidenden Alleingang zum 3:2-Endstand verwandelte.

Torhüter Philipp Grubauer trug mit 27 Paraden seinen Teil dazu bei, dass die Colorado Avalanche mit 2:1 gegen die St. Louis Blues gewannen. Das Team aus Denver liegt damit weiter auf Playoff-Kurs.

Die einzige Niederlage aus deutscher Sicht kassierte Thomas Greiss. Der Schlussmann konnte das 1:2 der Detroit Red Wings bei den Tampa Bay Lightning trotz 27 gehaltener Schüsse nicht verhindern. Damit unterlagen die Red Wings zum 17. Mal nacheinander bei einem Duell in Tampa Bay.

bar/dpa | Stand: 05.04.2021, 08:19

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