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Olympia kompakt

Deutsches Skisprung-Quintett für Olympia steht

Richard Freitag und Andreas Wellinger in Titisee-Neustadt

Skisprung-Bundestrainer Werner Schuster setzt für die Olympischen Spiele in Pyeongchang auf ein Quintett um Top-Mann Richard Freitag. Der Österreicher wird neben Freitag auch Andreas Wellinger, Markus Eisenbichler, Karl Geiger und Stephan Leyhe mit nach Südkorea nehmen. Das gab er am Montag bei der offiziellen Einkleidung in München bekannt. <br/><br/>Die fünf Springer hatte Schuster auch für die Skiflug-WM am vergangenen Wochenende in Oberstdorf berufen, wo das DSV-Team Rang vier belegte und Freitag eine Bronze-Medaille im Einzel holte. Die Norm hatten neben dem Quintett auch Pius Paschke und Youngster Constantin Schmid erfüllt, doch neben den drei Top-Springern Freitag, Wellinger und Eisenbichler hatten sich Leyhe und der Oberstdorfer Geiger als stabilste Optionen erwiesen.

Hintertür für deutsche Snowboarder?

Anke Karstens

Die deutschen Snowboarder hoffen auf drei zusätzliche Startplätze bei den Olympischen Winterspielen. Neben den elf qualifizierten Athleten könnten die Olympia-Zweite von 2014 Anke Wöhrer (ehemals Karstens), Alexander Bergmann (beide Parallel-Riesenslalom) und Nadja Flemming (Slopestyle/Big Air) noch durch die Hintertür ins deutsche Aufgebot rutschen. Wöhrer und Bergmann haben nur die halbe nationale Norm erfüllt, werden vom Verband Snowboard Germany aber bei der finalen Nominierungssitzung am Dienstag dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) vorgeschlagen. Flemming hatte die Norm erfüllt, einen der 30 internationalen Quotenplätze als 32. der Rangliste aber verpasst. Der Verband hofft, dass sie nachrücken kann, wenn andere Nationen nicht alle ihre Plätze wahrnehmen. Die Frist dafür läuft am 24. Januar, 24.00 Uhr ab. Als Ziel hatte Snowboard Germany 17 Olympia-Fahrer ausgegeben. "Wir können quantitativ nicht hundertprozentig zufrieden sein, die Qualität spricht aber eine andere Sprache", sagte Sportdirektor Stefan Knirsch, der wie in Sotschi auf zwei Medaillen hofft.

Verletzte Zacher denkt nicht ans Karriereende

Die verletzten Sportler, Svenja Würth (l-r), Heidi Zacher und Stefan Luitz, bei der offiziellen Einkleidung.

Nach ihrer schweren Knieverletzung will Skicrosserin Heidi Zacher ihre Karriere fortsetzen. Das erklärte die Sportlerin am Montag. Die 29-Jährige wäre eine Medaillenfavoritin bei den im Februar anstehenden Winterspielen in Südkorea gewesen, verpasst den Saisonhöhepunkt aber wegen eines vor rund einer Woche erlittenen Kreuzbandrisses. Nach der Operation müsse sie sich bis Anfang März schonen, ehe die Reha beginnen könne. "Ich möchte definitiv wieder auf Ski", sagte Zacher. Sie peilt ein Comeback für den nächsten Winter an. Ob sie noch vier Jahre fahren werde, um bei Olympia 2022 in Peking anzutreten, das konnte sie nicht sagen.

Anna Veith wird Österreichs Fahnenträgerin

Anna Veith

Österreich schickt 105 Athleten zu den Olympischen Winterspielen nach Pyeongchang in Südkorea. Damit ist das Team deutlich kleiner als 2014 in Sotschi. Damals starteten 130 Wintersportler für die Alpenrepublik und erkämpften 17 Medaillen. Fahnenträgerin ist nach Angaben des Österreichischen Olympischen Komitees vom Montag Skirennläuferin Anna Veith. Die 28-Jährige hatte in Sotschi eine Goldmedaille im Super-G gewonnen.<br/><br/>Österreich wird im Biathlon, Bob, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Langlauf, Nordischer Kombination, Rodeln, Skeleton, Ski Alpin, Ski Cross, Ski Freestyle, Skispringen und Snowboard vertreten sein.

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