Wesley van Beck am Korb

Basketball | Bundesliga Niners Chemnitz verteidigen Platz drei - Syntainics MBC kommt unter die Räder

Stand: 12.05.2024 18:40 Uhr

Die Niners Chemnitz haben die Hauptrunde mit einem Sieg abgeschlossen und Selbstvertrauen für die anstehenden Playoffs getankt. Dagegen kassierte der Syntainics MBC eine deutliche Niederlage.

Europapokalsieger Chemnitz gewann am Sonntag (12. Mai 2024) sein Heimspiel gegen die Würzburg Baskets trotz anfänglicher Schwierigkeiten letztlich souverän mit 79:66 (38:24). Chemnitz schließt damit die Hauptrunde auf Rang drei hinter Bayern München und Alba Berlin ab. Für die Niners ist es die beste Platzierung in der noch jungen Bundesliga-Geschichte.

"Das war ein sensationell gutes Spiel von uns", sagte Niners-Geschäftsführer Steffen Herhold im Anschluss im Interview bei SPORT IM OSTEN. "Den dritten Platz wollten wir. Das gibt uns eine gute Ausgangsbasis für die Playoffs." Shooting Guard Dominic Lockhart ergänzte: "Platz drei ist sehr gut für uns. Damit hat keiner gerechnet. Das macht uns stolz. Aber jetzt fängt die Arbeit erst an."  

Starkes zweites Viertel der Niners

Gegen Würzburg, das zuletzt vier Siege in Folge gefeiert hatte, lag der Schlüssel zum Erfolg in einem beeindruckenden zweiten Viertel. Bis dahin lagen die Chemnitzer zurück, legten mit einem 24:6 aber den Grundstein für den Erfolg. Zwischenzeitlich erzielten die Niners 18 Punkte in Folge.

Von diesem Polster zehrte die Mannschaft bis zum Schluss. Würzburg konnte das letzte Viertel zwar knapp für sich entscheiden, am Ausgang der Partie änderte das allerdings nichts mehr. Zudem hatten die Sachsen eine weitaus bessere Trefferquote aus dem Feld (48:38 Prozent) und leisteten sich auch nur neun Ballverluste. Würzburg gab den Ball im eigenen Angriff 13 Mal ab. Beste Werfer der Chemnitzer waren Wes van Beck (17 Punkte), Aher Uguak (15) und Jeff Garrett (13).

Wesley van Beck am Korb

Wes van Beck avancierte mit 17 Punkten zum Matchwinner gegen Würzburg.

In den Playoffs wartet Rasta Vechta

In den Playoffs treffen die Niners im Viertelfinale am Freitag (17. Mai) auf Aufsteiger Rasta Vechta, der die Hauptrunde auf Platz sechs abgeschlossen hatte. Chemnitz hat in den ersten beiden Spielen Heimrecht. Daneben stehen Bayern München, Alba Berlin, Ulm und Würzburg bereits als sichere Playoff-Teilnehmer fest. Um die beiden letzten Tickets spielen Oldenburg und Hamburg sowie Bonn und Ludwigsburg.

MBC bekommt gegen Rasta Vechta keinen Fuß in die Tür

Der Syntainics MBC hat dagegen zum Hauptrunden-Abschluss nach zuletzt zwei Siegen eine deutliche Niederlage kassiert. Die Mannschaft von Trainer Pedrag Krunic, die sich vor einer Woche den vorzeitigen Klassenerhalt gesichert hatte, geriet bei Rasta Vechta mit 69:98 (10:24, 19:26, 19:23, 21:25) unter die Räder. Johnathan Stove war mit 25 Punkten erfolgreichster MBC-Schütze, ansonsten punktete nur Chris-Ebou Ndow (14) zweistellig.

John Bryant, 54 - Syntainics MBC, in Aktion.

Die Weißenfelser um John Bryant (Nummer 54) verloren deutlich.

Die Gastgeber erarbeiteten sich vor 3.140 Zuschauern gleich zu Beginn einen ordentlichen Vorsprung. Derweil verschliefen die Weißenfelser die Anfangsphase komplett. Mit einem 8:0-Lauf beendete Vechta das erste Viertel. Auch danach machte das Team aus Niedersachsen weiter Tempo, während der MBC kaum einen Fuß in die Tür bekam. Mitte des zweiten Viertels betrug der Vorsprung bereits mehr als 20 Punkte. In der zweiten Hälfte änderte sich am Spielbild nichts mehr, so dass die Partie frühzeitig entschieden war.

Trotz der Niederlage zum Abschluss zog Headcoach Krunic ein positives Fazit: "Wir haben unser Saisonziel erreicht. Insgesamt war es eine gute Saison von uns", sagte er. "Dass das Spiel heute von uns nicht so gut war, steht außer Frage. Aber insgesamt haben wir einen guten Job gemacht."

spio/dpa