Kaori Sakamoto

Eiskunstlauf-WM Japanerin Kaori Sakamoto gewinnt mit Traumkür noch Gold

Stand: 23.03.2024 08:37 Uhr

Nach dem Kurzprogramm nur Vierte, am Ende aber ganz oben auf dem Thron: Die Japanerin Kaori Sakamoto hat am Freitag (22.03.2024/Ortszeit) bei der Eiskunstlauf-WM in Montreal den Titel-Hattrick perfekt gemacht. Die deutsche Meisterin Kristina Isaev verpasste nach Patzern das Kürfinale.

Kristina Isaev war nur Zuschauerin, als die besten 24 Eiskunstläuferinnen der Welt im Kürfinale über das Eis schwebten. Die einzige Deutsche im Feld war nach einem fehlerhaften Kurzprogramm ausgeschieden.

Sakamoto zieht mit Fleming gleich

Auch die Japanerin Kaori Sakamoto legte kein gutes Kurzprogramm hin, zauberte aber eine starke Kür im kanadischen Montreal auf das Eis und gewann ihren dritten WM-Titel in Folge. Sie ist die erste Frau seit der US-Amerikanerin Peggy Fleming (1966, 1967, 1968), die dieses Kunststück vollbrachte. Die 23-jährige Sakamoto hatte nach einem wackligen Kurzprogramm nur auf Rang vier gelegen, machte dies aber mit einer gelungenen Kür und sieben dreifachen Sprüngen wieder wett.

Damit überholte Sakamoto die Konkurrentinnen mühelos (222,96 Punkte). Mit gut zehn Punkten Rückstand gewann die Amerikanerin Isabeau Levito Silber (212,16) vor Chaeyeon Kim aus Korea (203,59), die vom sechsten Rang nach vorne sprang. Europameisterin Loena Hendrickx aus Belgien ging trotz Führung nach dem Kurzprogramm noch leer aus.

Besonderer Titelgewinn für Sakamoto

Sakamoto zeigte eine temporeiche Kür zu "Feeling Good" und punktete mit hohen, sicheren Sprüngen. Für die Japanerin war es ein besonderer Titelgewinn. "Beim ersten Titel setzte ich mich sehr unter Druck, wollte unbedingt gewinnen, aber ich war direkt nach den Olympischen Spielen etwas ausgebrannt", erzählte sie. Bei den Winterspielen von Peking hatte sie im Einzel Bronze gewonnen.

"Beim zweiten war ich nicht so gut in Form und wollte laufen wie eine Weltmeisterin und es war schwierig zu gewinnen. Beim dritten fand ich mich nach dem Kurzprogramm auf dem vierten Platz und begriff, dass es schwierig ist, die ganze Saison über die Form zu halten und wie schwierig es ist, mehrmals hintereinander zu gewinnen."

Das Kurzprogramm der Frauen im Re-Live

Sportschau Wintersport, 21.03.2024 17:25 Uhr

Kristina Isaev scheidet als 29. aus

Für die Wahl-Oberstdorferin Kristina Isaev war es eine WM zum Vergessen. Nach einem misslungenen Doppel-Axel im Kurzprogramm war sie den Tränen nahe. Dazu kamen kleinere Unsauberkeiten beim dreifachen Lutz und der Kombination aus zwei dreifachen Toeloops. Das reichte nur für Rang 29 - und damit nicht für das große Finale.

Zeitplan
Tag Wettbewerb In der Sportschau
Samstag, 23. März 18:30 Uhr: Kür Eistanzen Ab 18.30 Uhr im Stream

23:00 Uhr: Kür der Männer
Zusammenfassung: 24. März ab 15.30 Uhr
Sonntag, 24. März 19 Uhr: Schaulaufen der Sieger Ab 19 Uhr im Stream