Wintersport-News am Freitag

Skispringen | Langlauf

Wintersport-News am Freitag

+++ Eiskunstläufer Fentz mit ansprechendem Kurzprogramm in Moskau +++ Johaug nach Dopingsperre wieder mit Langlaufsieg +++ Skisprung-Renndirektor kündigt Abschied an +++ Hannawald warnt vor Debatte um Bundestrainer-Posten +++

+++ Eiskunstläufer Fentz mit ansprechendem Kurzprogramm +++

Der deutsche Eiskunstlauf-Meister Paul Fentz ist mit einem gelungenem Kurzprogramm in den Grand Prix in Moskau gestartet. Der 24 Jahre alte Berliner musste als Zweiter aufs Eis und belegt mit 78,28 Punkten den fünften Platz im Zwölferfeld. Eine Klasse für sich war Olympiasieger Yuzuru Hanyu. Der Japaner sammelte 110,53 Punkte, rund 20 mehr als der zweitplatzierten Morisi Kwitelaschwili (89,94) aus Georgien. Die Kür findet am Samstag statt. Das Erste sendet voraussichtlich ab 15:05 Uhr.

Fentz ist der einzige Vertreter der Deutschen Eislauf-Union in Moskau. Ursprünglich sollte auch Nicole Schott starten. Die deutsche Meisterin laboriert jedoch noch immer an einer Knieverletzung und musste nach der Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf und dem Grand-Prix in Helsinki auch ihre Teilnahme am "Cup of Russia" absagen.

+++ Johaug meldet sich nach Dopingsperre mit Sieg zurück +++

Therese Johaug

Nach Dopingsperre schon wieder die Schnellste: Therese Johaug

Die norwegische Ski-Langläuferin Therese Johaug hat sich nach ihrer 18-monatigen Dopingsperre mit einem Sieg in die Szene zurückgemeldet. Im norwegischen Beitostölen gewann sie ein hochkarätig besetztes FIS-Rennen über 10 Kilometer klassisch. Im Ziel lag sie 23 Sekunden vor Staffel-Olympiasiegerin Ingvild Flugstad Oestberg (Norwegen).

"Für mich ist es großartig, in die Langlauf-Familie zurückzukehren", sagte Johaug dem norwegischen Sender NRK. Die 30-jährige Johaug war 2016 auf das Steroid Clostebol positiv getestet worden. Zuvor hatte sie unter anderem zwei Mal den Gesamtweltcup und sieben WM-Goldmedaillen gewonnen.

+++ Skisprung-Renndirektor Hofer kündigt Abschied an +++

Skispringen - FIS-Renndirektor Walter Hofer

Will nur noch zwei Winter an der Schanze stehen: FIS-Renndirektor Walter Hofer

Die Ära von Skisprung-Renndirektor Walter Hofer geht 2020 zu Ende. Wie der Weltverband FIS mitteilte, wird der 63 Jahre alte Österreicher seine Laufbahn als Funktionär unmittelbar nach der Skiflug-WM 2020 in Planica beenden.

"Es war ausschließlich meine Entscheidung", erklärte Hofer in einem Gespräch, das die FIS auf ihrer Online-Seite veröffentlichte: "Und es liegt nur daran, dass ich zu diesem Zeitpunkt das Rentenalter erreicht habe." Hofer ist seit 1992 Renndirektor und gilt als einer der bekanntesten Skisprung-Funktionäre.

 +++ Hannawald warnt vor Diskussion um Bundestrainer +++

Unterdessen warnte der frühere Vierschanzentournee-Sieger Sven Hannawald vor möglichen Debatten um den Posten des deutschen Bundestrainers. "Ich hoffe, dass Werner Schuster dem DSV als Bundestrainer erhalten bleibt", sagte Hannawald dem Internetportal t-online.de. Schuster habe das deutsche Skispringen wiederbelebt und große Erfolge gefeiert.

Schuster ist seit 2008 Trainer der DSV-Adler. Sein Vertrag endet nach diesem Winter im März 2019. Zu seiner Zukunft sagte er im ZDF: "Es gibt keinen klaren Karriereplan." Zugleich sagte er aber auch, er habe noch nicht das Gefühl, dass das Projekt Deutschland zu Ende sei.

Hannawald erinnerte an der Jahr 2003, als der Kontrakt des damaligen Trainers Reinhard Heß auslief. "Da wurde mehr über den Bundestrainer gesprochen als über den Sport. Die WM ist dann komplett schiefgegangen".  

Beim Deutschen Skiverband sieht man derzeit allerdings keine Handlungsnot bei der Trainerfrage. "Wir haben keinen Zeitdruck. Wir dürfen nicht zu viel Unruhe reinbringen", sagte der Sportliche Leiter Horst Hüttel der Deutschen Presse-Agentur. Schuster gilt auch über 2019 hinaus als Wunschkandidat des DSV.

sid/dpa/red | Stand: 16.11.2018, 12:46

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