Deutsche Rodler in Quarantäne

Wintersport-News kompakt

Deutsche Rodler in Quarantäne

Die deutschen Rennrodler befinden sich in Quarantäne - ein Betreuer wurde positiv getestet. Schweizer Nationalmannschaft sagt für Deutschland Cup ab.

Deutsche Rodler in Quarantäne

Die deutschen Rennrodler mussten ihren Vorbereitungslehrgang im lettischen Sigulda am Wochenende wegen eines positiven Corona-Falls absagen. Wie der Verband am Mittwoch (21.10.) mitteilte, sei ein Betreuer positiv getestet worden. Alle Athleten und Trainer sind sofort in Quarantäne gegangen, die Testergebnisse waren anschließend negativ. Die zweite Testreihe steht am Donnerstag an. Danach wird entschieden, wie es in der Vorbereitung weitergeht. Das nächste Training ist am Königssee im Berchtesgadener Land geplant, wo derzeit wegen der hohen Infektionszahlen strenge Ausgangsbeschränkungen gelten.

Schweizer sagen Deutschland Cup ab

Der Deutsche Eishockey-Bund muss für den Deutschland Cup in Krefeld vom 5. bis 8. November die nächste Absage hinnehmen. Wegen der steigenden Corona-Zahlen hat die Schweiz beschlossen, auf alle Nationalmannschaftstermine im November zu verzichten, wie der Schweizer Verband am Mittwoch mitteilte. Zuvor hatten bereits die Slowakei und Russland für das Vier-Nationen-Turnier abgesagt. Lettland war als neuer Teilnehmer hinzugekommen.

Eisschnelllauf-DM in Inzell verschoben

Teamsprint: Nico Ihle und Denny Ihle und Joel Dufter (v.r.n.l.) bei der Eisschnelllauf-WM in Inzell

Teamsprint: Nico Ihle und Denny Ihle und Joel Dufter (v.r.n.l.) bei der Eisschnelllauf-WM in Inzell

Wegen der steigenden Coronazahlen im Berchtesgadener Land müssen die deutschen Meisterschaften der Eisschnellläufer verschoben werden. Die Wettbewerbe hätten vom 30. Oktober bis zum 1. November in Inzell stattfinden sollen. Es ist vorgesehen, dass die DM zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird. "Die Gesundheit ist nicht verhandelbar. Nur wenn es uns gelingt, den wirklich sehr komplexen Anforderungen, die uns diese so besondere Krise auferlegt, gerecht zu werden, wird es auch wieder Wettkämpfe geben können", sagte DESG-Präsident Matthias Große. Laut DESG hat Große ein Organisationskomitee unter Leitung seiner Generalbevollmächtigten für fachsportliche Aufgaben, Nadine Seidenglanz, ins Leben gerufen. "Ziel ist es, ein Anti-Corona-Pandemie-Konzept für die Durchführung sämtlicher Veranstaltungen seitens der DESG für den Standort Inzell zu erarbeiten", sagte Seidenglanz.

Der bayerische Landkreis Berchtesgadener Land ist seit Dienstag (20.10.) im Corona-Lockdown. Inzell liegt gut 40 Autominuten von Berchtesgaden entfernt.

Biathlon: Oberhof droht finanzielles Fiasko

Der Biathlon-Hochburg Oberhof droht beim Doppelweltcup im Januar durch die Corona-Pandemie ein finanzielles Fiasko. Nach Informationen der Thüringer Allgemeinen soll unter anderem durch die Umsetzung des Hygienekonzepts sowie der geringeren Zuschauerauslastung ein Defizit von über einer Million Euro entstehen. Für den Verlust will das Bundesland Thüringen aufkommen. Erst letzte Woche hatte der Weltverband IBU die Doppelveranstaltung beschlossen, um im Zuge der Pandemie die Reisestrapazen für Athleten zu mindern. Für Hartmut Schubert, Staatssekretär im Finanzministerium und Oberhof-Beauftragter der Landesregierung, war die Zustimmung zur Doppelveranstaltung trotz der erwartbaren Einbußen unumgänglich. "Hätten wir zur Anfrage des Internationalen Weltverbands nicht ja gesagt und stattdessen Ruhpolding den Vortritt gelassen, wären wir als Weltcup-Veranstalter künftig möglicherweise nicht mehr berücksichtigt worden". Wie viele Zuschauer bei den beiden Terminen vom 7. bis 11. und 13. bis 17. Januar dabei sein dürfen, ist noch unklar. Die Entscheidung des lokalen Gesundheitsamtes soll Mitte November fallen.

Skispringerin Gianina Ernst hört auf

Gianina Ernst

Skispringerin Gianina Ernst (Oberstdorf) hat nach zwei schweren Knieverletzungen mit nur 21 Jahren ihre Karriere beendet. Das gab der Deutsche Skiverband am Samstag bekannt. Ernst hatte Ende 2013 mit 14 Jahren bei ihrem ersten Weltcupspringen als Zweite sogleich einen Podestplatz belegt. Als 15-Jährige war sie 2014 jüngste Starterin bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi.

"Gianina Ernst war über viele Jahre hinweg ein fester Bestandteil der Nationalmannschaft. Zwei schwere Knieverletzungen hintereinander bremsten ihre sportliche Entwicklung. Sie hinterlässt sportlich und persönlich eine große Lücke", sagte Sepp Buchner, Sportlicher Leiter für Skisprung und Nordische Kombination beim DSV.

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Deutscher Skiverband bestätigt Präsident Steinle für weitere Amtszeit

DSV-Präsident Franz Steinle

DSV-Präsident Franz Steinle

Franz Steinle bleibt vier weitere Jahre Präsident des Deutschen Skiverbandes (DSV). Diese einstimmige Entscheidung der 20 Landesskiverbände teilte der DSV am Samstag mit. Der 70 Jahre alte  Funktionär geht damit in seine dritte Amtszeit. "Die Aufgaben und Herausforderungen, die wir als Spitzenverband in den kommenden Monaten und Jahren bewältigen müssen, sind enorm", kommentierte Steinle die Wiederwahl. Dies werde nur gelingen, wenn man weiterhin "Knowhow und alle Kräfte" bündle, fügte der Funktionär an. Neben Steinle wurden auch die Vize-Präsidenten Miriam Vogt, Heiko  Krause und Tobias Angerer sowie Schatzmeister Jörg Flechtner ohne Gegenstimme im Amt bestätigt.

Schwedischer Trainer in Sölden positiv getestet

Der alpine Ski-Weltcup hat gleich zum Auftakt-Wochenende seinen ersten Corona-Fall. Ola Masdal, Trainer in der schwedischen Männer-Mannschaft, wurde in Sölden positiv getestet. Laut schwedischem Verband befindet sich Masdal vor Ort in Quarantäne. Sollten dem Männer-Team für Sonntag Betreuer fehlen, würden welche aus dem Stab der Frauen eingesetzt. Schweden wird in Sölden durch die Ski-Rennläuferinnen Sara Hector, Estelle Alphand, Jonna Luthman, Sara Rask und Hanna Aronsson Elfman vertreten. Bei den Männern geht nur Kristoffer Jakobsen an den Start.

Eiskunstlaufen: Skate Canada in Ottawa abgesagt

Aya Hatakawa läuft auf dem Eis

Die Internationale Eislaufunion ISU hat den am 30. und 31. Oktober geplanten Grand Prix der Eiskunstläufer in der kanadischen Hauptstadt Ottawa aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Das teilte die ISU am Mittwoch mit. Skate Canada fand erstmals 1973 statt und wurde seither an verschiedenen Orten ausgetragen. Traditionell ist das Event die zweite Station im Kalender.

Schanze nicht fertig: Frauen-Weltcup in Hinterzarten abgesagt

Rothaus-Schanze in Hinterzarten

Rothaus-Schanze in Hinterzarten

Das Weltcup-Springen der Frauen in Hinterzarten ist aufgrund von Problemen beim Bau der Rothaus-Schanze abgesagt worden. Wie die Organisatoren am Mittwoch via Facebook mitteilten, könne die Schanze in diesem Winter wegen notwendiger Umplanungen "nicht in Betrieb gehen". Ab Dezember hätte die neue Schanze für "Training und Wettkampf" zur Verfügung stehen sollen, im Januar wäre der Weltcup geplant gewesen.

Das Organisationskomitee Hinterzarten, der Deutsche Skiverband (DSV) und der internationale Ski-Verband FIS prüfen laut Mitteilung derzeit "in enger Abstimmung Alternativen" in Deutschland.

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sid/dpa | Stand: 22.10.2020, 10:18

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