Coronavirus und Wetterkapriolen - ein kurioses Wintersport-Wochenende

Deutsche Team-Mitglieder auf leeren Rängen in Nove Mesto

Wintersport im Überblick

Coronavirus und Wetterkapriolen - ein kurioses Wintersport-Wochenende

Toller Sport vor zumeist leeren Rängen - die Angst vor dem Coronavirus hat auch die Wintersport-Weltcups erfasst. Trotzdem zeigten vor allem Biathleten und Skispringer an diesem Wochenende starke Leistungen. Das waren die Höhepunkte des Wochenendes.

Keine Zuschauer waren beim Biathlon-Weltcup in Nove Mesto zugelassen. Ein paar schlichen sich dann doch irgendwie in die Nähe der Strecke. Eigentlich schade, denn was vor allem die deutschen Frauen leisteten, das konnte sich sehen lassen.

Nach ihrem Sieg im Sprint am Donnerstag, als sie die Konkurrenz fast deklassierte, rettete Denise Herrmann der deutschen Frauen-Staffel am Samstag den dritten Platz hinter den wieder einmal überragenden Norwegerinnen und Frankreich.

Biathlon - Hermann bringt Staffel in Nove Mesto aufs Podest Sportschau 07.03.2020 00:29 Min. Verfügbar bis 07.03.2021 Das Erste

Franziska Preuß setzte dann im Massenstartrennen über 12,5 km einen drauf, als sie zum ersten Mal in diesem Winter in einem Einzelrennen aufs Podest fuhr.

Preuß' Beispiel folgte im 15-Kilometer-Massenstartrennen Arnd Peiffer: Der 31-Jährige lief nach einer starken Vorstellung hinter Johannes Thingnes Bö und Emilien Jacquelin auf Rang drei.

Skispringen: Schmid überrascht bei der "Raw-Air-Tour"

Constantin Schmid

Constantin Schmid in Oslo

Für die Skispringer begann die "Raw-Air-Tour" am Holmenkollen in Oslo mit einem Paukenschlag: Constantin Schmid aus Oberaudorf gewann die Qualifikation, die bereits in die Wertung einging. Ebenfalls vor leeren Rängen profitierte der erst 20-Jährige zwar auch von günstigen Windverhältnissen bei seinem Sprung. Die muss man aber auch erstmal nutzen. Im Teamwettbewerb bestätigte er dann seine gute Form und verteidigte die Führung in der Einzelwertung vor dem Norweger Marius Lindvik.

Für Karl Geiger lief es am Holmenkollen zunächst nicht so gut. Er konzentriert sich aber auf die Weltcupgesamtwertung, wo er den führenden Österreicher Stefan Kraft noch abfangen möchte - und wurde bei der Aufholjagd am Sonntag erst einmal gestoppt: Wetterbedingt wurde das Einzel am Holmenkollen abgesagt.

Nordische Kombination: Riiber gewinnt auch letzten Weltcup

Jarl Magnus Riiber

Jarl Magnus Riiber

Schon vor dem legtzten Saisonrennen in Oslo stand der Gesamtweltcupsieger in der Nordischen Kombination fest: Jarl Magnus Riiber dominierte dann auch seinen Heim-Weltcup.

Ausnahmsweise nicht wegen Corona, sondern wegen Schneemangels war zuvor der geplante letzte Weltcup in Schonach abgesagt worden. Einen Ersatzausrichter fand der Weltverband FIS nicht. "Es ist ein bisschen schade, dass die Saison jetzt schon rum ist. Gerade mein Heimweltcup in Schonach wäre richtig schön gewesen", sagte Rießle.

Die Saisonbilanz der deutschen Kombinierer ein Jahr vor der Heim-WM in Oberstdorf dennoch ernüchternd: Vor allem beim Skispringen haben Deutschlands Kombinierer aktuell den Anschluss verpasst.

Alpin-Weltcupfinale abgesagt - Kilde macht in Kvitfjell Druck

Für die Alpin-Männer sollte nach der Absage des Weltcupfinales in Cortina d'Ampezzo durch die FIS das Wochenende im norwegischen Kvitfjell zum vorentscheidenden Showdown werden: Zunächst machte der Norweger Aleksander Aamodt Kilde mit seinem zweiten Platz in der Abfahrt Druck auf Alexis Pinturault und Henrik Kristoffersen, seine zwei großen Konkurrenten im Kampf um die große Kristallkugel.

Am Sonntag ging die kleine Kristallkugel im Super-G dann "kampflos" an Mauro Caviezel aus der Schweiz. Wegen dichten Nebels musste das Rennen kurzfristig abgesagt werden.

Ski alpin - Dreßen guter Achter bei Mayers Abfahrtssieg in Kvitfjell Sportschau 07.03.2020 00:21 Min. Verfügbar bis 07.03.2021 Das Erste

red | Stand: 08.03.2020, 19:07

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