Wintersport-News am Montag - Denise Herrmann gibt Langlauf-Comeback

Denise Herrmann

Biathlon, Langlauf und Eiskunstlauf

Wintersport-News am Montag - Denise Herrmann gibt Langlauf-Comeback

Kurz und knapp: Biathletin Denise Herrmann zieht es zurück zum Langlauf +++ Wie weiter mit Eiskunstläufern Aljona Savchenko/Bruno Massot? +++

Biathlon-Weltmeisterin Denise Herrmann kehrt in den Langlauf zurück – zumindest für ein paar Tage. Die Sächsin will ab Freitag (29.03.2019) bei den deutschen Langlauf-Meisterschaften in Reit im Winkl starten.

Herrmann: "Schwester muss Kohlen aus dem Feuer holen"

Biathlon-WM 2019, Östersund, A bis Z

Herrmann bei der Biathlon-WM 2019

In Bayern will sie zunächst gemeinsam mit ihrer sieben Jahre jüngeren Schwester Nadine im Teamsprint in der klassischen Technik antreten. "Das waren jetzt schon viele Rennen, aber wenn ich gesund bleib, bin ich dabei", sagte Herrmann, die bei der Biathlon-WM in Östersund mit je einer Gold-, -Silber- und Bronzemedaille die erfolgreichste deutsche Teilnehmerin war.

Herrmann war erst 2016 vom Langlauf in den Biathlonsport gewechselt. Bei den Biathleten läuft die 30-Jährige regelmäßig die Bestzeiten der Konkurrenz. Vor ihrem Langlauf-Comeback sagt sie: "Meine Schwester muss die Kohlen aus dem Feuer holen. Ich muss mir erstmal Klassisch-Ski von ihr leihen, ich habe gar keine mehr." Nach dem Teamsprint am Freitag will sie auch am Samstag im 20-Kilometer-Massenstart antreten.

Eiskunstlauf: Eislauf-Union sucht Gespräch mit Savchenko/Massot

Aljona Savchenko und Bruno Massot

Nach den aus deutscher Sicht enttäuschenden Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften ohne Top 10-Platz für deutsche Starter will die Deutsche Eislauf-Union mit den Paarlauf-Olympiasiegern Aljona Savchenko/Bruno Massot sprechen. "Aljona und Bruno müssen mir sagen, wie sie ihre Situation einschätzen und was sie wollen", erklärte DEU-Sportdirektor Udo Dönsdorf.

"Alles tun, um sie im Boot zu behalten"

Savchenko/Massot hatten nach dem Gold-Gewinn bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang eine Wettkampfpause verkündet und auf Starts bei EM und WM verzichtet, um bei Eisshows Geld zu verdienen. Offiziell hat das Duo den Rücktritt noch nicht erklärt.Beide sind als Sportsoldaten noch bei der Bundeswehr angestellt. Der 30-jährige Massot hat zudem einen Trainerjob in der Schweiz angenommen, weshalb eine Rückkehr in den aktiven Leistungssport als unwahrscheinlich gilt. Falls Savchenko ihre Karriere beendet, will die DEU die gebürtige Ukrainerin in die Verbandsarbeit einbinden. "Wir wollen alles tun, um sie im Boot zu behalten", so Dönsdorf.

Thema in: MDR aktuell - Das Nachrichtenradio, 25.03.2019, 8.40 Uhr

dh/dpa/sid | Stand: 25.03.2019, 09:00

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