Wintersport-News am Freitag: Rees im IBU-Cup auf dem Podest, Lesser Siebter

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Wintersport-News am Freitag: Rees im IBU-Cup auf dem Podest, Lesser Siebter

+++ Biathlon: Rees im IBU-Cup auf Rang zwei, Lesser Siebter +++ Biathlon: Horchler bei Glazyrina-Sieg Fünfte +++ Eisschnelllauf: Arena von Heerenveen vor EM in roten Zahlen +++

Biathlon-IBU-Cup: Rees Zweiter, Lesser Siebter

Biathlet Roman Rees ist im zweitklassigen IBU-Cup am Freitag (10.01.20) im slowakischen Brezno-Orsblie aufs Podest gelaufen. Im 15 Kilometer langen so genannten Kurz-Einzel wurde der Freiburger Zweiter. Nach vier fehlerfreien Schießen musste sich der 26-jährige Rees nur dem ebenfalls fehlerfreien Norweger Endre Strömsheim um 57,3 Sekunden geschlagen geben. Der frühere Verfolgungs-Weltmeister Erik Lesser wurde in seinem ersten IBU-Cup-Rennen nach sieben Jahren Siebter. Der Thüringer leistete sich zwei Schießfehler.

Biathlon-IBU-Cup: Horchler Fünfte

Bei den Frauen siegte die Russin Ekaterina Glazyrina mit einem fehlerfreien Schießen vor Landsfrau Jewgenija Pawlowa und der Italienerin Alexia Rungaldier. Beste Deutsche im 12,5 Kilometer langen Kurz-Einzel war Karolin Horchler mit zwei Schießfehlern auf Rang fünf. Mit Stefanie Scherer, Vanessa Voigt und Anna Weidel auf den Rängen acht, zehn und elf liefen drei weitere Deutsche in die Top 15.

Eisschnelllauf: Arena von Heerenveen vor EM in roten Zahlen

Die niederländische Eisschnelllauf-Arena Thialf kämpft vor der am Freitag (10.01.2020) beginnenden EM in Heerenveen mit Finanzproblemen. Trotz ausverkaufter Großveranstaltungen erwirtschaftete Thialf im Jahr 2019 ein Minus von 700.000 Euro. Die Hallenleitung muss daher den Eigentümern, der Provinz Friesland und der Gemeinde Heerenveen, innerhalb von 100 Tagen ein Sanierungskonzept vorlegen. Das hatte laut der Tageszeitung "Leeuwarder Courant" die Gesellschafterversammlung zum Ende des Jahres 2019 beschlossen. Das Jahresbudget der Arena betrug 3,6 Millionen Euro. Für das kommende Jahr erwartet Thialf sogar ein noch höheres Minus von 800.000 Euro.

Als Hauptgrund gab Hallen-Direktor Marc Winters die Verdoppelung der Strompreise in den zurückliegenden drei Jahren an. Finanzielle Rücklagen für den laufenden Unterhalt oder Renovierungsarbeiten gebe es nicht. 2014 war die Arena für 50 Millionen Euro mit öffentlichen Mitteln auf den modernsten Stand gebracht worden. Schon vor der Renovierung war Thialf mehrmals mit Steuermitteln vor dem Konkurs gerettet worden.

Auch in Deutschland machen Hallen keinen Gewinn

Thialf Eishalle in Heerenveen

Thialf Eishalle in Heerenveen

Auch in Deutschland machen die drei Eisschnelllaufhallen in Inzell, Berlin und Erfurt keinen Gewinn. Nach Angaben von Inzells Bürgermeister Johann Egger im Herbst 2019 beträgt das Defizit der Max-Aicher-Arena jährlich etwa 500.000 Euro.

red/sid/dpa | Stand: 10.01.2020, 12:20

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