Wintersport-News am Donnerstag

Der gesperrte russische Bobfahrer Alexander Subkow am Rande einer Sitzung des IOC-Exekutivkomitees in Lausanne (05.12.2017)

Wintersport-News am Donnerstag

+++ Russlands Olympisches Komitee geht gegen Subkow-Freispruch vor +++ Skispringer auf der Suche nach Trainingsmöglichkeiten +++

Russlands Olympisches Komitee geht gegen Subkow-Freispruch vor

Im Streit um die Olympiamedaillen von Bob-Pilot Alexander Subkow hat sich Russlands Olympisches Komitee (ROK) an die Seite des IOC gestellt. Das ROK legte Berufung gegen ein Urteil eines Moskauer Gerichts ein, nach dem Subkow seine zwei wegen Dopings aberkannten Goldmedaillen behalten darf. Die Richter hatten entschieden, Subkow sei nicht verpflichtet, eine anderslautende Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) zu erfüllen.

Das ROK argumentierte, dass CAS-Entscheidungen nicht von russischen Gerichten überprüft werden könnten. Dies gelte auch dann, wenn Urteile in Russland als nicht vollstreckbar angesehen würden. Subkow ist mittlerweile Präsident des russischen Bobverbands. Er bestreitet Doping und hatte auch deshalb geklagt, weil mit der Aberkennung der Siege bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 seine lebenslange russische Rente als Olympiasieger entfallen war. Das Gericht sprach ihm die Rente wieder zu.

 Skispringer auf der Suche nach Trainingsmöglichkeiten

Nach der Absage des Weltcups in Titisee-Neustadt sind die Skispringer auf andere Sprung- und Trainingsmöglichkeiten angewiesen. Drei Wochen vor dem Start der Vier-Schanzen-Tournee und angesichts der Temperaturen in Mitteleuropa ist das aber gar nicht so einfach. Während die Adler des Deutschen Skiverbandes nach strapaziösen Reisewochen die Regeneration in der Heimat und weitere Vorbereitung an den heimischen Stützpunkten vorziehen, zieht es die Österreicher in den Norden. Genau wie die Nordischen Kombinierer wird die Mannschaft um Stefan Kraft im norwegischen Lillehammer trainieren.

Die deutschen Skispringerinnen, die an diesem Wochenende eigentlich erstmals in Deutschland einen Weltcup gemeinsam mit den Männern absolvieren sollten, gehen für weitere Übungseinheiten nach Seefeld. Am Ort der Nordischen Ski-WM 2019 sind die Bedingungen noch akzeptabel. "Da geht’s gerade so", erklärte Frauen-Bundestrainer Andreas Bauer. Der geplante Weltcup in Titisee-Neustadt war bereits am Dienstag ersatzlos gestrichen worden. Die Witterung mit tagelangem Dauerregen und Plusgraden hätte keine Wettkämpfe zugelassen. Aufsprunghang und Auslauf sind komplett aufgeweicht.

dpa/sid/red | Stand: 06.12.2018, 11:45

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