Wintersport-News: DSV fordert Regeländerungen im Skispringen

Skeleton und Skispringen

Wintersport-News: DSV fordert Regeländerungen im Skispringen

Kurz und knapp: +++ Hüttel regt Regeländerungen wegen Verletzungen an +++ Skeleton-Trio für Heim-WM nominiert +++ Skispringen: Continental Cup im Schwarzwald abgesagt +++ Skispringer Freund arbeitet hart am Comeback +++ Skisprung-Renndirektor Hofer hält sich Zukunft offen +++

Skispringen: Hüttel regt Regeländerungen wegen Verletzungen an

Der Deutsche Skiverband hält angesichts der Flut an Kreuzbandrissen im Skispringen Regeländerungen für notwendig. "In meinen Augen muss etwas passieren, die Entwicklung ist besorgniserregend. Ich stehe da auch in Kontakt mit anderen Nationen. Noch bis 2010 hatten wir kaum Kreuzbandrisse", sagte Horst Hüttel, Sportlicher Leiter des DSV, am Freitag (27.12.2019) in Oberstdorf.

Hüttel will vor allem "Schuhe, Keile und Bindung" in den Fokus rücken. "Es haben sich beim Material ein paar Dinge verändert, die von einem Großteil der Szene unterschätzt worden sind", sagte er. Bis zum Ende der Saison müsse daher überlegt werden, welche Materialveränderungen "umsetzbar, also messbar" sind.

Skeleton-Trio für WM gesetzt

Jacqueline Lölling

Jacqueline Lölling

Jacqueline Lölling (Winterberg), Weltmeisterin Tina Hermann und Felix Keisinger (beide Königssee) durften sich über eine besondere Überraschung freuen. Skeleton-Bundestrainer Dirk Matschenz "beschenkte" das Trio mit einem Startplatz für die Heim-Weltmeisterschaft im sächsischen Altenberg (17. Februar bis 1. März). "Vor allem Felix hat uns mit seinem starken Auftritt auf der schwierigen Bahn in Lake Placid und dem ersten Podestplatz seiner Karriere überzeugt. Damit er als junger Fahrer auch in den nächsten Rennen frei auffahren kann, haben wir ihn jetzt schon für die WM gesetzt", sagte Matschenz.

Auch Axel Jungk (Oberbärenburg) sei "fest eingeplant". Sophia Griebel (Suhl) und Alexander Gassner (Winterberg) haben laut Matschenz "sehr gute Chancen, sich für das WM-Team zu empfehlen, wenn sie in den nächsten Weltcuprennen weiter konstant gute Leistungen zeigen".

Skispringen: Continental Cup im Schwarzwald abgesagt

Schanze unten Springer

Titisee-Neustadt im Schnee: Das war einmal. Aktuell ist alles grün...

Das warme Wetter und der fehlende Schnee bereiten den Skispringern rund um den Jahreswechsel Probleme. Der zweitklassige Continental Cup in Titisee-Neustadt im Schwarzwald am 3. und 4. Januar fällt wegen der Witterung aus. Das teilte der Weltverband FIS mit.

Ob und wann die Springen nachgeholt werden, war zunächst unklar. Auch die Vierschanzentournee-Organisatoren hatten zeitweise Probleme bei der Kunstschneeproduktion, weil es im Dezember ungewöhnlich warm war. Ins Stadion wurden zusätzlich Lkws mit Schnee, der von Parkplätzen geräumt wurde, gefahren.

Skispringer Freund "arbeitet hart am Comeback"

Die diesjährige Vierschanzen-Tournee wird der frühere Skisprung-Weltmeister Severin Freund als Zuschauer verfolgen müssen. "Leider muss die diesjährige Vierschanzentournee ohne mich stattfinden. Aber ich arbeite hart an meinem Comeback. Hoffentlich sehe ich euch bald von der Schanze", schrieb der 31 Jahre alte Freund auf Instagram.

Severin Freund

Nach zusätzlichen Rückenproblemen verzögerte sich die Rückkehr des einstigen Vorzeigeadlers zuletzt. Derzeit absolviert er keine Sprünge auf der Schanze. Freund war jahrelang der beste deutsche Skispringer, bis ihn zwei aufeinanderfolgende Kreuzbandrisse zu einer langen Pause zwangen.

Skisprung-Renndirektor Hofer geht - was kommt danach?

FIS-Renndirektor Walter Hofer: „Es ist uns gelungen, das Skispringen sicherer zu machen“

Sportschau 27.12.2019 26:51 Min. Verfügbar bis 27.12.2020 Das Erste

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Seit mehr als 25 Jahren prägt FIS-Renndirektor Walter Hofer das Skisprung-Geschehen aktiv mit. Nach dieser Saison wird Schluss sein. Hofer absolviert derzeit seine letzte Saison und wird nach diesem Winter vom Italiener Sandro Pertile ersetzt.

Die Zeit danach hält sich Skisprung-Renndirektor Walter Hofer offen. "Noch weiß ich's nicht. Ich hatte das nie als Arbeit empfunden, es war ein Hobby, nur halt über 24 Stunden. Den Sport sicherer zu machen, Weltmeisterschaften oder das Springen bei Olympia zu organisieren, die Sitzungen und Inspektionen, das Austauschen von Informationen, das immer neue Lösen von Problemen, das macht Spaß", sagte der 64-Jährige in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung". Für Hofer waren die letzten 28 Jahre keine Arbeit, sondern "Freizeit, privilegierte Freizeit".

red | Stand: 27.12.2019, 11:04

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