Wintersport-News am Freitag - Langläuferin Carl unterm Messer

Victoria Carl

Kurz und knapp

Wintersport-News am Freitag - Langläuferin Carl unterm Messer

+++ Ski alpin: Nach Aberkennung des Weltcupsieges am Montag mündliche Verhandlung im Fall Stefan Luitz vor dem CAS +++ Shorttrack-WM: Seidel trotz Sturz im Halbfinale+++

Skilanglauf: Carl am Knie operiert

Skilangläuferin Victoria Carl ist kurz nach ihren starken Leistungen bei der WM in Seefeld am Knie operiert worden. Wie der Deutsche Skiverband am Freitag mitteilte, sei bei der seit längerem geplanten OP eine Verknöcherung am Patellasehnenansatz entfernt worden. "Durch die Verknöcherung stand meine Patellasehne dauernd unter Spannung, das hat mich zuletzt auch beim Trainieren behindert", sagte Carl. Die 23-Jährige, in Seefeld Vierte mit der deutschen Staffel und Fünfte im Einzelsprint, kann zwar Anfang April mit einem Reha-Programm starten, muss aber vier bis fünf Monate lang im Training kürzertreten.

Skisprung-Olympiasieger Stjernen hört auf

Andreas Stjernen in Planica

Andreas Stjernen beendet seine Karriere.

Die Raw-Air-Tour ist für Skisprung-Olympiasieger Andreas Stjernen der letzte Höhepunkte seiner Karriere. Danach ist Schluss. Dies erklärte der 30 Jahre alte Norweger am Freitag in Oslo."Ich habe zuhause gemerkt, dass ich das Team genauso gerne im Fernsehen sehe, wie selbst an den Wettkämpfen teilzunehmen", sagte Stjernen, der im vergangenen Jahr bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang die Goldmedaille im Team erobert hatte. Die Raw-Air-Tour mit zehn Wettkämpfen an zehn Tagen will er noch absolvieren, das Skifliegen in Vikersund am 17. März soll dann der letzte Wettkampf in seiner Laufbahn sein, wie Stjernen erklärte.

Ski alpin: Luitz-Berufung wird verhandelt

Stefan Luitz

Stefan Luitz

Nach dem Verlust des ersten Weltcup-Sieges von Stefan Luitz verhandelt der Internationale Sportgerichtshof CAS am Montag (11.03.2019) über die Berufung des Skirennfahrers. Das sagte Luitz' Anwältin Anne Jakob. Eine Entscheidung an diesem Tag sei aber nicht zu erwarten.

Allerdings soll das Urteil nach dem Willen aller Beteiligten noch vor dem letzten Riesenslalom der Saison am 16. März in Andorra fallen. Luitz, dessen Saison nach einer Knieverletzung und einer Operation an der Schulter bereits beendet ist, hatte bei seinem Sieg in Beaver Creek Anfang Dezember in einem Aufenthaltsbereich an der Rennstrecke Sauerstoff durch eine Maske eingeatmet und damit gegen das Reglement des Skiweltverbandes verstoßen. Die FIS disqualifizierte Luitz deswegen nachträglich wegen eines Regelverstoßes und folgte damit einer Formulierung im Anti-Doping-Reglement.

Luitz wehrt sich gegen die Strafe und begründet dies unter anderem damit, dass Sauerstoffzufuhr von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA explizit erlaubt ist und es damit einen Widerspruch zwischen FIS- und WADA-Richtlinien gebe. Der Verstoß gegen die FIS-Regeln sei ihm auch deshalb nicht bewusst gewesen.

Shorttrack-WM: Seidel trotz Sturz im Halbfinale

Anna Seidel in Dresden auf der Strecke.

Auf Anna Seidel ruhen die deutschen Hoffnungen

Deutschlands beste Shorttrackerin Anna Seidel hat trotz eines Sturzes das 1500-m-Halbfinale der WM in Sofia erreicht. Die 20-Jährige aus Dresden war mit der Chinesin Chunyu Qu kollidiert, profitierte anschließend jedoch von der Strafe gegen ihre Kontrahentin. Über 1.000 m lief Seidel als Laufsiegerin ins Viertelfinale, über 500 m schied die zweimalige Olympiateilnehmerin dagegen aus.

Bei den Männern zog WM-Debütant Adrian Lüdtke (Rostock) als Dritter seines Vorlaufs über 1.000 m ins Viertelfinale ein. Über 500 und 1500 m verpasste der 20 Jahre alte Sportsoldat dagegen den Sprung in die nächste Runde. Am Samstag und Sonntag finden die weiteren Runden statt, Seidel peilt im Mehrkampf aller Strecken ein Top-12-Ergebnis an. Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft hat für die Titelkämpfe in Bulgarien nur Seidel und Lüdtke gemeldet.

Thema in B5 aktuell am 08.03.2019, 12:54 Uhr

red/sid/dpa | Stand: 08.03.2019, 11:17

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