Wintersport-News am Dienstag: Pechstein bezichtigt Bundestrainer der Lüge

Claudia Pechstein

Wintersport kompakt

Wintersport-News am Dienstag: Pechstein bezichtigt Bundestrainer der Lüge

+++ Eisschnelllaufen: Pechstein bezichtigt Bundestrainer der Lüge +++ Rodeln: Winterberger Bahnbetreiber räumen Fehler ein +++ Shorttrack-WM in Seoul nicht mehr in dieser Saison +++

Eisschnelllaufen: Pechstein bezichtigt Bundestrainer der Lüge

Kurz vor dem letzten Eisschnelllauf-Weltcup der Saison in Heerenveen teilte Claudia Pechstein heftig aus und warf Bundestrainer Erik Bouwman Lügen vor. "Ich frage mich, was einen Mann, mit dem ich bislang so gut wie nichts zu tun hatte, antreibt, Lügen über mich in die Welt zu setzen", schrieb die 48-Jährige auf ihrer Facebook-Seite. Pechstein hatte sich zuletzt immer wieder mit dem Verband gezofft. Zuletzt hatte Bouwman reagiert und sie verbal scharf angegriffen.

Pechstein trage eine "Maske mit einer boshaften doppelten Agenda" und verfolge "nur Eigeninteressen". Pechstein wandte sich am Dienstag auch an Sportdirektor Matthias Kulik von der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG). "Herr Kulik, warum sanktionieren Sie dieses unsportliche Verhalten Bouwmans nicht?", so Pechstein. Die DESG hatte zuvor angekündigt, das Thema intern behandeln zu wollen und nicht in der Öffentlichkeit auszutragen.

Rodeln: Winterberger Bahnbetreiber räumen Fehler ein

Rodeln-Weltcup: Andriy Mandziy aus der Ukraine stürzt in der Zielkurve

Die Betreiber der Winterberger Rodelbahn haben nach dem Eklat im Weltcup Fehler eingeräumt. Geschäftsführer Klaus Drathen begründete den katastrophalen Zustand der Bahn u.a. mit den ungünstigen Witterungsverhältnissen, einer Fehleinschätzung der damaligen Situation und der mangelnden Erfahrung der jungen Mitarbeiter in der Bahn-Crew.

Drathen kündigte eine bessere Kooperation zwischen Betreibern und Mitarbeitern an. Zudem soll die Wartung der Bahn intensiviert werden. Wie Drathen weiter erklärte, ist Winterberg als Weltcup-Schauplatz beim Weltverband FIL trotz der Probleme bei der diesjährigen Auflage nicht infrage gestellt.

Wegen des schlechten Zustandes der Bahn hatten viele Top-Athleten, darunter auch die Deutschen Felix Loch, Toni Eggert/Sascha Benecken und Tobias Wendl/Tobias Arlt die Wettbewerbe boykottiert.

Rodel-Präsident Fendt: "Das ist ein Imageschaden" Sportschau 23.02.2020 08:19 Min. Verfügbar bis 23.02.2021 Das Erste

Shorttrack-WM in Seoul nicht mehr in dieser Saison

Shorttrack in Dresden

Shorttrack in Dresden

Die Weltmeisterschaft im Shorttrack fällt in dieser Saison definitiv aus. Nach genauer Prüfung der Situation ist der Weltverband ISU zu dem Schluss gekommen, dass angesichts der unsicheren Entwicklung rund um den Coronavirus eine Austragung des Championats im südkoreanischen Seoul, ursprünglich geplant vom 13. bis 15. März, auf keinen Fall vor Mitte Oktober 2020 erfolgen könnte, heißt es in einer Presseerklärung.

Alle anderen ISU-Events der Saison 2019/20 werden wie geplant ausgetragen, auch das Weltcup-Finale der Eisschnellläufer am kommenden Wochenende im niederländischen Heerenveen, teilte die ISU mit.

Thema in: MDR AKTUELL, stündlich um xx.40 Uhr

sst/dpa/sid | Stand: 03.03.2020, 11:31

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