Wintersport-News - Schwedinnen retten Deutschem das Leben

Lisa Hörnblad

Wintersport kompakt

Wintersport-News - Schwedinnen retten Deutschem das Leben

+++ Schwedinnen Lebensretterinnen in Garmisch +++ Österreicher Franz verpasst Ski-WM +++ Skeleton: Lölling auf dem Podest +++ Biathlon-Trainer Pichler hört auf +++ Langläuferin Hennig bei U23-WM auf dem Podest +++

Ski alpin: Schwedinnen retten Deutschem das Leben

Die schwedischen Abfahrerinnen Lisa Hörnblad, Lin Ivarsson und Helena Rapaport haben einem deutschen Funktionär am Rande des Ski-Weltcups in Garmisch-Partenkirchen das Leben gerettet. Das Trio leistete entscheidende erste Hilfe, nachdem der 60-Jährige am Donnerstagmorgen in einer Gondel hinauf zur Kandahar kurz nach dem Start bewusstlos geworden und zu Boden gesunken war, wie Hörnblad im schwedischen Fernsehen erklärte.

Hörnblad, die mit ihren Kolleginnen zur Besichtigung der Weltcup-Strecke fuhr, ergriff die Initiative und leitete eine Herz-Lungen-Massage ein. "Er hatte einen Herzinfarkt, war völlig leblos", sagte sie. Oben am Berg habe der Teamarzt der österreichischen Mannschaft die Schwedinnen unterstützt, bis der Rettungshubschrauber eingetroffen sei. Einige Stunden später kam die erlösende Nachricht aus dem Krankenhaus: Der Mann hatte überlebt.

Ski alpin: Österreicher Franz verpasst Ski-WM

Skirennfahrer Max Franz hat sich auf der "Streif" in Kitzbühel ohne Sturz verletzt. Der Österreicher wird die Weltmeisterschaften im schwedischen Are verpassen. "Nach einer genauen Untersuchung wurde ein unverschobener Fersenbeinbruch am rechten Fuß festgestellt", teilte der Österreichische Skiverband mit. Der 29-jährige Franz, der voraussichtlich sechs bis acht Wochen pausieren muss, hat in diesem Winter zwei Weltcup-Rennen gewonnen. Er hat bei der Abfahrt auf der Streif einen harten Schlag kassiert, nach dem Steilhang abgeschwungen und das Rennen vorzeitig beendet.

Skeleton: Lölling in St. Moritz auf dem Podest

Die Olympiazweite Jacqueline Lölling ist im fünften Skeleton-Weltcup des Winters zum vierten Mal aufs Podium gefahren. Die 23-Jährige aus Winterberg belegte in St. Moritz den dritten Platz. Tina Hermann (Königssee) und Sophia Griebel (Suhl) fuhren auf die Plätze vier und fünf. Der Sieg ging an Mirela Rahneva aus Kanada, die die nach dem ersten Durchgang führende Jelena Nikitina noch abfing. Die Russin bleibt aber im Gesamtweltcup vorne, Lölling hat als Zweite 43 Zähler Rückstand. Hermann ist, weitere 33 Punkte zurück, Dritte.

Lölling fährt auf der Natureisbahn von St. Moritz aufs Podium Sportschau 25.01.2019 01:34 Min. Verfügbar bis 25.01.2020 Das Erste

Die deutschen Skeleton-Männer mit Vizeweltmeister Axel Jungk (Oberbärenburg) an der Spitze haben die Podestplätze beim Weltcup in St. Moritz knapp verpasst. Beim ersten Saisonsieg von Olympiasieger Yun Sung-bin aus Südkorea belegte Jungk als bester Deutscher den fünften Rang vor Christopher Grotheer (Oberhof).

Der Russe Alexander Tretjakow wurde Zweiter und musste auch die Führung im Gesamtweltcup an seinen südkoreanischen Rivalen abgeben. Allerdings hat Tretjakow nur einen Punkt weniger auf dem Konto als Yun, Jungk ist Vierter.

Skeletonis rasen Natureisbahn in St. Moritz hinunter Sportschau 25.01.2019 01:54 Min. Verfügbar bis 25.01.2020 Das Erste

Biathlon: Schwedens Trainer Wolfgang Pichler macht Schluss

Nach mehr als 24 Jahren im Biathlon-Weltcup beendet Wolfgang Pichler nach dieser Saison seine erfolgreiche Karriere Trainer. "Ich höre auf. So wie ich arbeite, mit so viel Herzblut, das ist auch sehr anstrengend. Und irgendwann muss auch mal Schluss sein", sagte Pichler am Rande des Weltcups in Antholz.

Der 64-Jährige ist einer der erfolgreichsten Trainer im Biathlon-Zirkus. Von 1995 an arbeitete er mit Unterbrechung insgesamt 19 Jahre für Schweden. Von 2011 bis 2014 war er in Russland engagiert. Pichler gewann mit seinen Athleten bisher 42 Medaillen bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen.

Pichler ist in der Szene allerdings nicht unumstritten. Dass er überhaupt zu Olympia 2018 nach Pyeongchang reisen konnte, stand lange nicht fest. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatte ihm die Akkreditierung entzogen, weil drei russische Sportlerinnen, die er von 2011 bis 2014 noch trainiert hatte, wegen Dopings mit lebenslangen Sperren für Olympia belegt worden waren. Pichler beteuerte, nicht in das Betrugssystem der Russen in Sotschi involviert gewesen zu sein und hatte sich in der Vergangenheit als Anti-Doping-Kämpfer dargestellt.

Langlauf: Hennig im Massenstart Dritte

Katharina Hennig in Breitostolen

Katharina Hennig gewinnt bei der U23-WM Bronze.

Langläuferin Katharina Hennig hat bei der U23-WM im finnischen Lahti Bronze im Massenstart über 15 Kilometer gewonnen. Die 22-Jährige aus Oberwiesenthal musste sich im klassischen Stil einzig den Russinnen Anna Scherebjatewa und Lidi Durkina geschlagen geben. Hennig hatte schon 2016 bei der Junioren-WM im rumänischen Rasnov Silber über zehn Kilometer Freistil gewonnen. Im deutschen Weltcup-Team ist sie längst eine feste Größe, in dieser Saison war sie dreimal in die Top Ten gelaufen.

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red/sid/dpa | Stand: 25.01.2019, 16:10

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