Wintersport-News am Sonntag - Rennrodler Ludwig siegt zum Auftakt

Johannes Ludwig beim Rodel-Weltcup in Innsbruck

Eisschnelllauf, Rodeln, Langlauf und mehr

Wintersport-News am Sonntag - Rennrodler Ludwig siegt zum Auftakt

+++ Johannes Ludwig feiert zweiten Weltcupsieg +++ Langlauf: Therese Johaug gewinnt Comeback-Rennen deutlich - Carl 18. +++ Langlauf: Doppelsieg für Russen Bolschunow - Bing 18. +++ Deutsche Eisschnellläufer mit bestem Ergebnis im Teamsprint +++

Rodeln: Ludwig feiert zweiten Weltcupsieg

Rennrodler Johannes Ludwig hat beim Weltcup-Auftakt in Innsbruck-Igls den zweiten Weltcupsieg seiner Karriere gefeiert. Der Thüringer verwies auf der Olympiabahn von 1976 den Italiener Dominik Fischnaller und Wolfgang Kindl aus Österreich auf die Plätze.

Ludwig: "Beflügelt mich"

Ludwig lag nach dem ersten Lauf noch exakt zeitgleich mit dem Russen Semen Pawlitschenko auf Rang eins. Während Ludwig auch im zweiten Durchgang mit der schnellsten Startzeit und einer soliden Fahrt im Eiskanal seine Spitzenposition behaupten konnte, leistete sich Pawlitschenko viele Fehler und fiel auf Platz fünf ab. "Ich wusste, dass die Vorbereitung gut war. Dass es jetzt für ganz vorn gereicht hat, ist natürlich toll", freute sich der 32-jährige Teamstaffel-Olympiasieger Ludwig im ZDF und fügte hinzu: "Dass ich in meinem hohen Alter gute Startzeiten setzen kann, beflügelt mich zusätzlich."

Loch: "Nicht die richtige Abstimmung"

Felix Loch beim Rodel-Weltcup in Innsbruck

Ihre guten Platzierungen aus dem ersten Lauf konnten auch Chris Eissler und Felix Loch nicht behaupten. Eissler fiel von Rang drei auf Rang sieben ab, Loch von Platz vier auf Rang sechs. "Im zweiten Lauf waren zwei, drei kleine Fehler drin", sagte Loch nach dem Wettkampf. "Ich hatte noch nicht die richtige Schlittenabstimmung. Ich kann aber vorn mitfahren. Das hat sich nicht geändert." Weltcup-Debütant Max Langenhan wurde Zwölfter, Sebastian Bley 16.

Bundestrainer: "Sind gut aufgestellt"

Bundestrainer Norbert Loch resümmierte: "Ich bin zufrieden. Das war ein Sieg von Johannes Ludwig in souveräner Manier. Ich hatte ihn auch ein bisschen auf der Rechnung. Felix war am Start zu langsam. Daher konnte er nicht in die Medaillen eingreifen. Insgesamt haben wir aber auch mit Chris Eissler und Max Langenhan eine gute Mannschaft. Wir sind gut für die Saison aufgestellt."

Felix Loch: "Man kann auf jeden Fall mitfahren"

Sportschau 25.11.2018 00:54 Min. Verfügbar bis 25.11.2019 ARD

Biathlon: Herrmann und Doll bei Weltcup-Generalprobe Zweite

Damen-Sprint beim Biathlon-Weltcup in Oberhof

Für die deutschen Biathleten kann der Winter beginnen. Bei der Weltcup-Generalprobe im norwegischen Sjusjoen gab es auch in den Test-Wettkämpfen von Sonntag (25.11.2018) zwei Podestplätze. Nachdem in den Sprints von Samstag (24.11.2018) bereits Franziska Hildebrand und Karolin Horchler in die Top 3 liefen, gelang dies in den Massenstarts von Sonntag auch Denise Herrmann und Benedikt Doll.

DSV-Frauen-Quartett komplett in den Top 15

Herrmann musste sich nach drei Fehlern nur der Norwegerin Tirill Eckhoff (4 Fehler) um 14,1 Sekunden geschlagen geben. Im Zielsprint verwies Herrmann die Norwegerin Ingrid Tandrevold (4 Fehler) um 0,1 Sekunden auf Rang drei. In dem Wettkampf, in dem neben den Deutschen fast ausschließlich Norwegerinnen verschiedener Leistungsklassen am Start waren, schafften es auch die anderen DSV-Starterinnen Vanessa Hinz als Fünfte (2 Fehler), Karolin Horchler als Siebte (2 Fehler) sowie Franziska Preuß als Elfte (5 Fehler) in die Top 15.

Doll, Horn und Peiffer in den Top 10

Biathlon-WM in Hochfilzen - Einzel Herren

Bei den Männern musste der Olympia-Dritte Benedikt Doll nur dem fehlerfrei gebliebenen Norweger Tarjei Bö den Vortritt lassen. Doll kam nach zwei Strafrunden 12,3 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel. Dritter wurde der Schweizer Benjamin Weger (2/+ 13 Sekunden). Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer wurde Achter (2/+ 39,9), direkt vor ihm platzierte sich Philipp Horn (1/+ 39,3). Johannes Kühn (6 Fehler) und Erik Lesser (5) mussten sich mit den Plätzen 25 und 26 zufrieden geben.

Langlauf: Johaug gewinnt überlegen

Siegerin Therese Johaug (Mitte), Charlotte Kalla (li.) und Ebba Andersson (re.)

Siegerin Therese Johaug (Mitte), Charlotte Kalla (li.) und Ebba Andersson (re.)

Die frühere Langlauf-Weltcup-Gesamtsiegerin Therese Johaug hat gleich das erste Rennen nach ihrer Dopingsperre gewonnen. Die Norwegerin feierte am Sonntag (25.11.2018) im finnischen Ruka/Kuusamo über 10 Kilometer im klassischen Stil einen überlegenen Sieg - den 43. ihrer Karriere.

Olympisasiegerin Kalla klar geschlagen

Johaug gewann das Intervallrennen in 28:02,5 Minuten und hatte 22,5 Sekunden Vorsprung auf die schwedische Skiathlon-Olympiasiegerin Charlotte Kalla, die auf Rang zwei kam. Dritte wurde mit Ebba Anderson ebenfalls eine Schwedin.

Carl als beste Deutsche auf Rang 18

Die deutschen Starterinnen kamen nicht in die Top 15. Beste aus dem Team von Bundestrainer Peter Schlickenrieder war Victoria Carl mit 1:54,1 Minuten Rückstand auf Johaug als 18. Katharina Henning (+ 1:58,2 min) und Sandra Ringwald (+ 2:01,0 min) wurden 20. und 21. Laura Gimmler, Antonia Fräbel und Pia Fink kamen auf Rang 29, 37 und 42. Schlickenrieder war über die vier Atheltinnen in den Top 30 zufrieden: "Das war ein gutes Mannschaftsergebnis. Wichtig ist, dass wir von Rennen zu Rennen denken und gut in die Saison reinkommen. Wir haben ein sehr junges Team", sagte Schlickenrieder im ZDF.

Johaug und die Lippencreme

Johaug war bei einer Dopingkontrolle im Herbst 2016 auf das Steroid Clostebol getestet worden und bis April 2018 gesperrt. Johaug beteuerte ihre Unschuld und gab an, eine vom Teamarzt verordnete Lippencreme verwendet zu haben.

Skilanglauf, Nordische Ski-WM 10 Kilometer Damen

Victoria Carl (Archivbild)

Langlauf: Doppelsieg für Russe Bolschunow

Alexander Bolschunow beim Weltcup in Ruka

Alexander Bolschunow beim Weltcup in Ruka

Der Russe Alexander Bolschunow hat beim Weltcup-Auftakt der Skilangläufer einen Doppelsieg gefeiert. Nach seinem Triumph im Klassik-Sprint am Samstag gewann der 21-Jährige am Sonntag auch das Intervallrennen über 15 Kilometer klassisch. Bei seinem vierten Weltcupsieg verwies Bolschunow den Norweger Emil Iversen um 19,5 Sekunden und den Schweden Calle Halfvarsson um 21,2 Sekunden auf die Plätze.

Bing als bester Deutscher 18.

Langlauf-Sprint bei der Nordischen Ski-WM

Thomas Bing

Das deutsche Quartett Thomas Bing, Janosch Brugger, Lucas Bögl und Thomas Wick kam auf die Ränge, 18, 20, 21 und 42. Der beste Deutsche, Bing, hatte im Ziel einen Rückstand von 1:06,8 Sekunden auf Tagessieger Bolschunow. Dennoch war er zufrieden: "Man sieht, dass ich auf dem richtigen Weg bin und mithalten kann. Wir müssen aber noch an der Kraftübertragung in den Schnee arbeiten. Dann sind vielleicht auch noch ein paar Plätze nach vorn drin", sagte der Dermbacher dem ZDF.

Schlickenrieder: "Stück für Stück nach vorne arbeiten"

Auch Bundestrainer Peter Schlickenrieder zog ein positives Fazit: "Wir haben nicht die Ergebnisse im Blick gehabt, sondern die Aufgabenstellung, von Runde zu Runde schneller zu werden, technisch sauber zu bleiben, den Rhythmus beizubehalten. Das haben alle vier gut hinbekommen. Man darf das erste Rennen nicht überbewerten. Wir kommen aus der Talsohle. Wir müssen uns Stück für Stück nach vorn arbeiten. Es ist ja auch noch ein bisschen Zeit bis zur WM in Seefeld. Dort wollen wir unser bestes Ergebnis zeigen."

Eisschnellläufer im Teamsprint Fünfte

Im letzten Wettkampf des Eisschnelllauf-Wochenendes im japanischen Tomakomai haben die deutschen Starter das beste Ergebnis eingefahren. Im Teamsprint der Männer wurden Nico Ihle, Hendrik Dombek und Joel Dufter am Sonntag (25.11.2018) Fünfter. Das Trio rückte damit auch im Gesamt-Weltcup auf Rang fünf vor und hat nun beste Chancen, sich für die WM zu qualifizieren. Ebenfalls am Sonntag war Ihle über 1.000 Meter Neunter geworden, Dufter kam mit den Bedingungen auf der Freiluftbahn nicht zurecht und wurde nur 18.

Beckert über 5.000 Meter Achter

Über 5.000 Meter lief Patrick Beckert deutlich an den Podestplätzen vorbei. In 6:39,771 Minuten kam der Erfurter nur auf den achten Platz. Beckert war der einzige deutsche Starter in der A-Gruppe der besten Athleten. Beckert war dennoch nicht unzufrieden und sagte mit Blick auf den böigen Wind: "Hier musst Du versuchen, viel im Windschatten zu laufen. Insofern ist mein Plan recht gut aufgegangen". Der Sieg ging an den Belgier Bart Swings in 6:34,857 Minuten. Beckert hatte beim Weltcup-Auftakt am vergangenen Wochenende in Obihiro/Japan das Podest als Vierter über 5.000 Meter um nur zwei Hundertstelsekunden verpasst.

Pechstein: "Das war kein Eislaufen"

Claudia Pechstein kam über 3.000 Meter auf Rang neun. Die 46-jährige erfüllte damit ihr eigenes Ziel, in die Top 10 zu laufen. Doch auch sie konnte sich einen Kommentar zu den äußeren Bedingungen nicht verkneifen: "Das war kein Eislaufen. Das war nur Ackern, nur Kampf", sagte die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin. "Es hat aber ein bisschen den Charme von früher, hier draußen zu laufen. Und ich habe mir mein Ziel Top 10 erfüllt."

Thema in: MDR Aktuell - das Nachrichtenradio, 25.11. 2018, 13.40 Uhr

dh/dpa/sid | Stand: 25.11.2018, 11:25

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