Wintersport kompakt von Dienstag - Trainer von Savchenko/Massot verstorben

Die Eiskunstläufer Aljona Savchenko und Bruno Massot überreichen ihren Trainern Alexander König (l) und Jean-Francois Ballester (r) extra angefertigte Replikas ihrer olympischen Goldmedaillen.

Eiskunstlaufen, Ski alpin, Skispringen, Curling

Wintersport kompakt von Dienstag - Trainer von Savchenko/Massot verstorben

+++ Paarlauf-Olympiasieger Savchenko/Massot trauern um Co-Trainer +++ Schwere Verletzung bei Alpin-Rennläuferin Christine Scheyer +++ Vierschanzentournee: 100.000 Fans erwartet +++ Wegen "Beleidungung und Ausbeutung": Curling-Olympia-Zweite werfen Trainerteam raus +++

Die Eiskunstlauf-Paarlauf-Olympiasieger Aljona Savchenko und Bruno Massot trauern um ihren langjährigen Co-Trainer Jean-Francois Ballesterer. Der Franzose erlag im Alter von 53 Jahren einem Herzinfarkt. Das bestätigte sein Klub CP La Chaux-de-Fonds.

Ballester erlitt die Herzattacke, nachdem er von einem Wettbewerb in Estlands Hauptstadt Tallin in seine Schweizer Wahlheimat zurückgekehrt war. Seit 2014 trainierte er Savchenko/Massot, mit denen er im Februar dieses Jahres bei Olympia in Pyeongchang mit der Goldmedaille den größten Erfolg des Paares gefeiert hat. Massot coachte Ballester bereits seit dessen Kindheit. Zudem arbeitete der Franzose mit weiteren Athleten.

+++ Ski Alpin: Schwere Verletzung bei Österreicherin Christine Scheyer +++

Christine Scheyer of Austria skis down the course during a training run for the women's World Cup downhill ski race in Lake Louise, Alberta.

Christine Scheyer in Lake Louise

Die österreichische Skirennläuferin Christine Scheyer muss die WM-Saison verletzungsbedingt vorzeitig beenden. Die 24-Jährige hat sich bei ihrem Sturz beim Weltcup-Super-G im kanadischen Lake Louise am Sonntag einen Kreuzband- und Innenmeniskusriss im rechten Knie sowie eine Impressionsfraktur des Oberschenkels zugezogen. Für die Speedspezialistin ist es bereits die dritte Knieverletzung in ihrer noch jungen Karriere. Scheyer hatte im vergangenen Januar die Abfahrt in Zauchensee gewonnen, im Februar war sie Sechste bei der WM in St. Moritz.

+++ Skispringen: 100.000 Fans bei Vierschanzentournee erwartet +++

Die Schanze in Oberstdorf

Die Schanze in Oberstdorf

Die Veranstalter der Vierschanzentournee erwarten bei der 67. Ausgabe in diesem Jahr insgesamt mehr als 100.000 Zuschauer. "Wir rechnen wieder mit einem großen Ansturm, auch aus dem Ausland", sagte Tournee-Präsident Johann Pichler laut einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung. Vor allem aus Polen, dem Land des aktuellen Siegers Kamil Stoch, werden zahlreiche Anhänger erwartet. Das Auftaktspringen in Oberstdorf am 30. Januar ist schon seit knapp zwei Wochen ausverkauft. Die Tickets seien "damit so schnell vergriffen wie schon lange nicht mehr", erklärte der Chef des Organisationskomitees, Peter Kruijer.

+++ Curling: Olympia-Silbermedaillen-Gewinnerinnen werfen Trainer raus +++

Kim Eun-jung of South Korea releases a stone in the women's curling gold medal match against Sweden during the 2018 Winter Olympics at the Gangneung Curling Centre in Gangneung against Sweden.

Curling - Olympiafinale Südkorea gegen Schweden

Zehn Monate nach dem olympischen Silber-Coup in Pyeongchang ist das Trainerteam der südkoreanischen Curlerinnen wegen "Beleidigung und Ausbeutung" der Spielerinnen entlassen worden. Die Spielerinnen, die wegen ihrer Herkunft auch die "Knoblauch-Girls" genannt wurden, werfen ihren Betreuern vor, sie immer wieder verbal angegangen zu haben. Weitere Vorwürfe waren zu scharfe Kontrollen sowie die Zensur von Briefen und Geschenken der Fans.

Kim Kyung Doo, der Vater der Cheftrainerin und Vize-Präsident des Verbandes, entschuldigte sich per Mail bei den Spielerinnen und verkündete seinen Rücktritt. "Ich entschuldige mich bei den Athletinnen für den großen Schmerz", schrieb Kim. Südkoreas Curlerinnen hatten bei den Heimspielen in Pyeonchang sensationell das Finale erreicht, dort aber gegen Schweden verloren. Das gesamte Team um Skip Kim Eun Jung stammt aus dem kleinen Dorf Uiseong und ist bekannt für den Anbau der Knoblauchknollen. Da alle fünf Spielerinnen den Nachnamen Kim tragen, wurde die Mannschaft auch "Team Kim" genannt.

dh/dpa/sid | Stand: 04.12.2018, 12:37

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