Skispringen: Vierschanzentournee komplett ohne Zuschauer

Die Oberstdorfer Schanze

Winter Short

Skispringen: Vierschanzentournee komplett ohne Zuschauer

Vierschanzentournee ohne Zuschauer +++ Peking-Weltcups der Skispringer nach Polen verlegt +++ Snowboard-Parallel: Jörg und Hofmeister zum Auftakt auf dem Podest

Die Vierschanzentournee der Skispringer wird ihren neuen Sieger am 6. Januar vor leeren Rängen küren. Zuletzt war überlegt worden, ob man mit Tribünen am Schanzengelände zumindest eine limitierte Zahl an Sitzplätzen anbieten könnte. Skiclub-Präsident Johann Pichler kommentierte laut ORF: "Die Tribüne hätte rein aus Sitzplätzen bestehen dürfen und mit entsprechenden Abstandshaltern zwischen den einzelnen Plätzen, das wäre nicht zu finanzieren gewesen."

Auch die Springen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen und Innsbruck sind bei der 69. Vierschanzentournee coronabedingt vor leeren Rängen geplant. Normalerweise kommen rund 100 000 Fans zu den vier Stationen in Deutschland und Österreich. Skiflug-Weltmeister Karl Geiger und Top-Athlet Markus Eisenbichler zählen in diesem Winter zu den engsten Favoriten auf den goldenen Adler, den der Sieger erhält. Deutschland hat seit Sven Hannawald 2001/2002 keinen Tournee-Sieger mehr gestellt.

Skispringen: Peking-Weltcups nach Polen verlegt

Die Schanze in Zakopane in Polen

Die Schanze in Zakopane in Polen

Nach der Absage des für den 13. und 14. Februar 2021 geplanten Skisprung-Weltcups der Männer in Peking werden die Wettbewerbe nun am gleichen Termin in Polen ausgetragen. Der genaue Austragungsort ist noch offen. Dies gab der Weltverband FIS bekannt. Zur Auswahl stehen jeweils die Großschanzen in Zakopane, wo bereits am 16. und 17. Januar gesprungen wird, und Wisla, das Schauplatz des Weltcup-Auftakts Ende November war.

Zudem befindet sich im schlesischen Szczyrk eine weltcuptaugliche Normalschanze. Schon die Generalprobe für die WM in Oberstdorf (23. Februar bis 7. März) findet in Rasnov/Rumänien auf einer kleinen Anlage statt. In Peking sollten in diversen Sportarten Testwettkämpfe für die Olympischen Winterspiele 2022 stattfinden, dem standen die rigiden Einreisebestimmungen im Zuge der Corona-Pandemie entgegen.

Snowboard - Jörg und Hofmeister zum Auftakt auf dem Podest

Snowboarderin Selina Jörg in Aktion

Snowboarderin Selina Jörg in Aktion

Starker Weltcup-Auftakt für die deutschen Snowboarderinnen: Beim ersten Saison-Wettkampf am Samstag (12.12.2020) in Corina d’Ampezzo fuhren Selina Jörg und Ramona Hofmeister gleich aufs Podest. Beim Parallel-Riesenslalom wurde Weltmeisterin Jörg Zweite, Vorjahres Gesamt-Weltcupsiegerin Hofmeister wurde Dritte. Den guten Saisonstart rundete Cheyenne Loch als Vierte ab.

Nicht zu stoppen vom deutschen Trio war Olympiasiegerin Ester Ledecka aus Tschechien. Ledecka setzte sich erst im Halbfinale knapp gegen Hofmeister durch, im Finale gewann sie auch gegen Jörg.

Männer: Baumann-Aus im Achtelfinale

Bei den deutschen Männern erreichte von vier deutschen Startern in den Dolomiten nur Stefan Baumeister die K.o.-Runde der besten 16 Fahrer. Dort musste sich der 27 Jahre alte WM-Dritte im Achtelfinale dem späteren Sieger Roland Fischnaller aus Italien geschlagen geben.

dh/dpa | Stand: 15.12.2020, 21:14

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