Deutsche Snowboarder haarscharf am Sieg vorbei

Snowboard Parallelslalom in Winterberg

Deutsche Snowboarder haarscharf am Sieg vorbei

Die deutschen Snowboarder haben beim Saisonfinale in Winterberg noch einmal aufgetrumpft. Der ganze große Wurf blieb Selina Jörg und Stefan Baumeister aber nicht vergönnt. Dramatisch war es vor allem bei Jörg.

Selina Jörg hatte den Sieg am Samstag (23.03.2019) beim Weltcup in Winterberg im Parallelslalom vor Augen. Die 31-Jährige vom SC Sonthofen war im großen Finale nur die Winzigkeit von 0,01 Sekunden langsamer als Patrizia Kummer aus der Schweiz. "Eine Hundertstel ist wirklich bitter. Auch wenn der zweite Platz okay ist", sagte Jörg. Im Ziel war ihr der Ärger über den Vize-Platz noch anzumerken. Kein Wunder: Mit einem Sieg hätte sie die kleine Kristallkugel der besten Parallelslalom-Fahrerin gewonnen. So wurde es der zweite Platz - wie übrigens auch im Gesamtweltcup. Diesen gewann die Tschechin Ester Ledecka, die in Winterberg wie viele Favoriten früh ausgeschieden war.

Baumeister stürzt im Finale - jubelt aber über die Kristallkugel

Etwas glücklicher war Stefan Baumeister (Aising-Pang), der zog im Finale zwar auch den Kürzeren, war aber dennoch der beste Parallelslalom-Fahrer in dieser Saison und durfte die kleine Kristallkugel mitnehmen. "Es war ein sehr gutes Jahr", freute sich Baumeister, der bei der WM mit zwei Medaillen aufgetrumpft hatte. In Winterberg wollte er vor Heimfans das i-Tüpfelchen setzen. Doch im Finale lag er gegen den fehlerfreien Österreicher Lukas Mathies schnell hinten und riskierte viel. Zu viel. Baumeister stürzte und wurde disqualifiziert "Ich hab gemerkt, dass ich hinten bin und bin deshalb volles Risiko gegangen", sagte Baumeister, der 2017 in Winterberg gewonnen hatte und den Hang mag: "Die Strecke ist meins", lachte er im Ersten.

Loch verliert Duell mit Jörg

Cheyenne Loch (Schliersee) scheiterte beim letzten Rennen des Winters im deutschen Duell an Selina Jörg und schied im Viertelfinale aus. Die Olympiadritte Ramona Hofmeister und Carolin Langenhorst (beide Bischofswiesen) waren bereits in der Qualifikation gescheitert.

sst | Stand: 23.03.2019, 13:24

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