Snowboard Team Deutschland hat heiße Eisen im Feuer

Snowboarderin Selina Jöirg in Rogla

Snowboard-WM in Rogla

Snowboard Team Deutschland hat heiße Eisen im Feuer

Die Raceboarder von Snowboard Germany stehen vor ihrem Saisonhighlight: Am Montag und Dienstag geht es um Medaillen bei der Weltmeisterschaft in Rogla. Die Aussichten sind rosig.

Es gab nicht ein Weltcuprennen in dieser Saison ohne deutsche Beteiligung auf dem Siegerpodest. In allen sieben Saisonrennen stand mindestens eine Raceboarderin von Snowboard Germany auf dem Treppchen. Logisch, dass bei der Weltmeisterschaft in Rogla Edelmetall das Ziel ist.

Viele heiße Medailleneisen im Feuer

"Zwei bis drei Medaillen", erhofft sich Sportdirektor Andreas Scheid von den neun Nominierten. Beim Parallel-Riesenslalom am Montag (14.00 Uhr, Sportschau-Livestream) und dem Parallel-Slalom am Dienstag (14.45 Uhr/Sportschau-Livestream) gehören vor allem die Frauen um Titelverteidigerin Selina Jörg und die Gesamtweltcup-Führende Ramona Hofmeister zu den Favoritinnen.

"Das Ziel ist eine Medaille. Die Titelverteidigung aber wird verdammt schwer", sagt Jörg, die 2019 im Parallel-Riesenslalom triumphiert hatte. Wie Hofmeister hat Jörg in Rogla schon gewonnen und weiß: "Die Entscheidungen sind immer sehr eng, da kommt es auf jedes kleine Detail an. Und man braucht am Renntag das nötige Quäntchen Glück“. Hofmeister freut sich auf einen ihrer "Lieblingshänge". Klar sei das Ziel, "auf dem Podest zu stehen - und am besten ganz oben", betonte sie.

Top-Favoritin schon bei der Alpinen-WM erfolgreich

Ester Ledecka

Ester Ledecka pendelt zwischen Alpin und Snowboard.

In dieser Saison hat Hofmeister schon zwei Weltcups gewonnen und stand weitere drei Mal auf dem Podium. Teamkollegin Cheyenne Loch fuhr drei zweite Plätze ein, auch Jörg erreichte dreimal das Podest.

Die schärfste Konkurrentin beim Medaillenkampf im slowenischen Bacherngebirge ist Ester Ledecka. Die Olympiasiegerin aus Tschechien kehrt nach ihrem Ausflug zur Ski-WM mit zwei starken vierten Plätzen in Abfahrt und Super-G auf das Board zurück.

Baumeister zur WM in Top-Form?

Die deutschen Männer haben in diesem Winter noch keine Podestplatzierung vorzuweisen. Stefan Baumeister, zweimaliger Bronzemedaillengewinner der WM 2019 in Park City, zeigt aber aufsteigende Form. "Ich bin zuversichtlich, dass ich in den Medaillenkampf eingreifen kann", sagt er.

Die WM-Rennen
DatumWettbewerbIn der SportschauWeltmeister
1. März 2021, 14.00 UhrParallel RiesenslalomLivestreamSelina Jörg/Dimitri Loginow (Russland)
2. März 2021, 14:45 UhrParallel SlalomLivestreamJulie Zogg (Schweiz)/Dimitri Loginow (Russland)
DSV-Aufgebot für Snowboard-WM
FrauenMänner
Selina Jörg, SC SonthofenStefan Baumeister, SC Aising-Pang
Ramona Hofmeister, WSV BischofswiesenYannik Angenend, FC Lengdorf
Melanie Hochreiter, WSV Bischofswiesen (PGS)Elias Huber, SC Schellenberg
Cheyenne Loch, SC SchlierseeOle Mikkel Prantl, WSV Königssee
Carolin Langenhorst, WSV Bischofswiesen

Freestyler kämpfen in Apsen um WM-Gold

Die FIS Freestyle, Freeski und Snowboard Weltmeisterschaft war in diesem Jahr ursprünglich im chinesischen Olympiaort von 2022 Zhangjiakou in China geplant. Nach der Corona-bedingten Absage finden die alpinen Snowboardbewerbe in Rogla statt. Die Freestyle-WM für Slopestyle, Big Air und Halfpipe ist vom 10. bis 16. März 2021 in Aspen (USA) angesetzt.

sst/pm/dpa/sid | Stand: 26.02.2021, 11:53

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